Das Starship bringt erstmals neue Starlink-Satelliten ins All – dann verglühen sie

Premiere beim 13. Testflug der Starship-Rakete von Space-X: Die Riesenrakete hat in der Nacht zum Samstag erstmals 20 Starlink-Internetsatelliten der Version 3 in eine suborbitale Flugbahn gebracht. Die rund 122 Meter hohe ⁠Rakete war gegen 18.50 Uhr Ortszeit von der Space-X-Basis Starbase in Texas am Golf von Mexiko gestartet. Während der Mission setzte die Rakete die Starlink-Satelliten aus, die eine deutlich leistungsfähigere Version mit größerer Bandbreite und ‌höheren Internetgeschwindigkeiten bieten sollen. Damit will Space-X das Breitband-Internet aus dem All mit derzeit knapp 11 000 Satelliten verbessern. Die Ingenieure konnten über Funk- und Laserverbindungen mit den neuen Satelliten kommunizieren und wichtige Telemetriedaten herunterladen. Da sich die Testsatelliten nicht in einer Umlaufbahn befanden, verglühten sie später wie geplant beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Die teuren Satelliten erzeugten damit zwar keinen Weltraumschrott, aber Rückstände in den oberen Luftschichten.

Nach rund einer Stunde trat auch die Starship-Rakete wieder in die Erdatmosphäre ein. Dabei erlitt ihr Hitzeschild offenbar nur minimale Schäden, was als Verbesserung gegenüber früheren Tests gilt. Die rund 14 Stockwerke hohe ‌Rakete zündete erneut ihre Bordtriebwerke, um sich aufzurichten, bevor sie im Indischen Ozean wasserte. Damit ‌wurde simuliert, wie sie bei ‌künftigen Missionen an Land in Texas zurückkehren soll. Das Ziel von Firmenchef Elon Musk ist es, die Rakete in Zukunft so routinemäßig wie ein Flugzeug starten und landen zu lassen. Dabei soll auch die untere Booster-Stufe am Startplatz eingefangen und wiederverwendet werden. Diesmal ging sie bei einer „harten Wasserlandung“ vor der texanischen Küste nieder. Bei diesem Test war eine sanftere Wasserlandung geplant, doch fielen dabei dem Moderator des Livestreams zufolge mehrere Triebwerke aus.

Bei ‌dem Flug kam zum zweiten Mal eine neue Version der Rakete zum Einsatz, die für die Pläne des Unternehmens entscheidend ist. Zu diesen gehören der Ausbau des Satelliten-Internetdienstes Starlink, die Landung von Menschen auf dem Mond für die Nasa bis ⁠2028 und auch der Einsatz Tausender Satelliten für Datenbanken zur Verarbeitung ‌von künstlicher Intelligenz im Orbit.

Der 13. Testflug hätte eigentlich bereits Mitte Juli stattfinden sollen, musste dann aber kurz vor dem Start abgebrochen werden, weil einige Triebwerke nicht zündeten. Anschließend gab es noch eine weitere wetterbedingte Verschiebung.