Sparkurs auf Golf- und Fußballplätzen – doch ohne Bewässerung wird es eng
Stand: 14.08.2026, 07:07 Uhr
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Für Golfplätze und Fußballvereine ist der grüne Rasen unerlässlich. Ihn bei Extremtemperaturen am Leben zu halten, ist aber schwierig. Greenkeeper und Platzwarte müssen sparsam mit der Bewässerung umgehen – und Prioritäten setzen.
Landkreis – Die Folgen von Hitze und Dürre – auf dem Golfplatz in Puchheim sind sie nicht zu übersehen. Neben saftig grünen Bereichen breiten sich braune, ausgetrocknete Bereiche aus. Anlagenleiter Daniel Menge und sein Team mussten eine Entscheidung treffen. Deshalb werden jetzt nur noch die Bereiche, wo Golfer abschlagen, bewässert – und die sogenannten Greens, also die Areale, wo der kleine, weiße Ball eingelocht wird. Die Flächen dazwischen, Fairways und Roughs genannt, bekommen kein Wasser mehr vom Greenkeeper.
„Das wäre moralisch auch nicht mehr vertretbar“, sagt Daniel Menge. In Zeiten, in denen Menschen zum Wassersparen aufgerufen werden, einen ganzen Golfplatz zu bewässern, könne man einfach nicht machen. Gleichwohl gibt der Anlagenleiter zu bedenken, dass der Platz ja von einem Unternehmen betrieben wird. Werde gar nicht mehr bewässert, würden die Spieler ausbleiben – und somit die Einnahmen. Deshalb habe man sich für eine Teilbewässerung entschieden. Das kostbare Nass kommt aus einem eigenen Brunnen und Teichen, in denen Regenwasser aufgefangen wird.
Auch der Golfclub Olching setzt auf einen eigenen Brunnen. Damit werden 22 der insgesamt 54 Hektar großen Anlage bewässert. Das passiert in der Nacht und am frühen Vormittag, damit möglichst wenig verdunstet.
Zudem unterliege der Verein strengen Auflagen und Beschränkungen. „Es ist sozusagen in der Genetik der Platzpflege, Ressourcen zu schonen und mit dem Wenigen, was wir zur Verfügung haben, zu arbeiten“, teilt das Management mit.
Auch die Fußball-Vereine im Landkreis kämpfen mit Hitze und Dürre. Der SC Oberweikertshofen bewässert nur noch den Hauptplatz. Die anderen drei Spielfelder bekommen kein Wasser mehr. Dabei hat der Verein für Dürrephasen vorgesorgt. Als vor vier Jahren eine Freilufthalle errichtet wurde, haben Arbeiter auch mehrere Zisternen im Boden versenkt, berichtet Fußball-Vorstand Martin Steininger. Die fassen rund 85.000 Liter und haben dem Verein schon wertvolle Dienste geleistet.
Auch wenn es extrem trocken sei, hätten sich die unterirdischen Behälter bei den wenigen starken Schauern und Gewittern wieder gut gefüllt. Doch jetzt ist das Wasser verbraucht. Der Verein muss wieder auf kühles Nass aus der Leitung zurückgreifen. „Unser Motto ist so wenig wie möglich, so viel wie nötig“, sagt Steininger.
So sehen sie es auch beim TSV Moorenweis. Zisternen gibt es dort nicht. Dafür aber einen eigenen Brunnen. „Es geht ja auch um die Gesundheit der Spieler“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Georg Büger. Denn auf einem knochentrockenen Platz könnten sich die Sportler leicht verletzen.
Zwei Herren- und neun Jugendmannschaften kicken beim TSV Moorenweis. Die Bewässerung komme also auch dem Nachwuchs nach der Sommerpause zugute. Jetzt hoffen alle, dass es endlich wieder regnet. Und tatsächlich: Nächste Woche könnte das erhoffte Nass von oben kommen. Darauf hofft man inständig auch beim Fußball-Club Eichenau. Denn dort tritt ein ganz spezielles Problem auf.