Ski alpin: Speed-Routinier Franz zieht Schlussstrich
Ski alpin
Routinier Max Franz hat seine aktive Laufbahn endgültig beendet. „Nach vielen Jahren im Skirennsport ist für mich die Zeit gekommen, meine Karriere als Skirennläufer zu beenden“, teilte der 37-jährige Kärntner am Sonntag in sozialen Netzwerken mit. „Es fällt mir nicht leicht. Der Skisport war mein Leben. Er hat mich geprägt und mir unvergessliche Momente geschenkt.“
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Franz gewann in seiner Karriere drei Weltcup-Rennen und holte insgesamt zehn Podestplätze. Bei der WM 2017 in St. Moritz fuhr er zu Bronze in der Abfahrt. Ein schwerer Sturz in Copper Mountain 2022 stoppte seine Karriere allerdings abrupt. Franz zog sich dabei eine offene Unterschenkelfraktur am linken Bein und eine komplizierte Unterschenkelfraktur am rechten Bein mit Nervenverletzungen zu. Davon sollte er sich nicht mehr erholen.
„Ich bin oft gestürzt, war oft verletzt und musste mich immer wieder zurückkämpfen. Besonders der schwere Sturz in Copper Mountain mit zwei gebrochenen Beinen und zahlreichen Operationen hat mein Leben verändert. Viele haben damals geglaubt, dass meine Karriere vorbei sei. Doch ich wollte es noch einmal schaffen“, schrieb Franz.
„Nie aufgegeben“
„Ich habe gekämpft, an mich geglaubt und nach über drei Jahren tatsächlich mein Comeback in Gröden gefeiert. Dieser Moment wird für immer einer der wertvollsten meines Lebens bleiben“, sagte Franz über seinen zugleich letzten Auftritt im Weltcup.
Bei diesem Comeback nach dreijähriger Leidenszeit war er im Dezember 2025 in der Abfahrt nach einem missglückten Sprung im oberen Teil ausgeschieden. „Ich habe mich gefreut, dass ich fahren darf, aber durch eine kleine Unachtsamkeit bei einer Welle ist es eng geworden. Schade, aber es ist nichts passiert“, sagte er damals.
Rückblickend meinte Franz: „Ich habe nie aufgegeben, auch wenn der Weg oft steinig war. Aber irgendwann kommt der Moment, an dem man erkennen muss, dass es genug ist. Aber ich blicke mit großer Dankbarkeit auf meine Karriere zurück. Ich durfte große Erfolge feiern, unvergessliche Momente erleben und vor allem lernen, was es bedeutet, niemals aufzugeben. Der Skisport hat mich gelehrt, geduldig zu sein, Mut zu zeigen und auch nach den schwierigsten Zeiten immer wieder aufzustehen.“