Speicherkrise effektiv genutzt: SSD-Anbieter verdienen sich eine goldene Nase

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Speicherkrise effektiv genutzt: SSD-Anbieter verdienen sich eine goldene Nase

Speicherkrise effektiv genutzt: SSD-Anbieter verdienen sich eine goldene Nase
Bildquelle: Samsung 

Die Speicherknappheit verhilft SSD-Anbietern zu einem boomenden Geschäft. Aktuelle Zahlen zeigen verdoppelte Umsätze, mit Samsung an der Spitze.

Die anhaltende Speicherkrise hatte zuletzt bekanntlich für neue Rekordpreise bei RAM, SSDs und Festplatten gesorgt. Laut einem aktuellen Bericht der Marktforscher von Trendforce wird im Zuge dessen erwartet, dass steigende Auslieferungsmengen und höhere Vertragspreise dazu führen werden, dass sich der Gesamtumsatz der fünf führenden Enterprise-SSD-Marken im Vergleich zum Vorquartal verdoppelt. Im 2. Quartal 2026 soll der Gesamtumsatz auf 37,59 Milliarden US-Dollar geklettert sein, was einem Anstieg um 103,6 Prozent entspräche.

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Trendforce geht davon aus, dass die Nachfrage nach Enterprise-SSDs im 3. Quartal 2026 dank der zunehmenden Einführung generativer KI-Agenten, stetiger Bereitstellung von Rechenzentrumsinfrastruktur durch CSPs (Cloud Service Provider) und der groß angelegten Auslieferung von KI-Server-Racks von Nvidia auf hohem Niveau bleiben wird. Diese Faktoren sollen den Branchenumsatz noch weiter in die Höhe treiben, während eine künftig steigende Produktion chinesischer Anbieter und das Aufkommen des Inlands-Cloud-Marktes in China die Wettbewerbslandschaft in Zukunft neu gestalten könnten.

SSD-Umsatz: Samsung vor SK Hynix, Micron, Kioxia und Sandisk

Unter den fünf großen Herstellern für Enterprise-SSDs soll Samsung als Marktführer im 2. Quartal 2026 einen deutlichen Anstieg der Auslieferungen seiner 176-Layer-QLC-Produkte verzeichnet haben. Gleichzeitig sei auch der Anteil von High-End-PCIe-5.0-Produkten erheblich gestiegen. Diese Zuwächse trieben den Quartalsumsatz laut Trendforce auf rund 14,35 Milliarden US-Dollar. Da große nordamerikanische CSPs die Umstellung ihrer Rechenzentrumsarchitekturen von PCIe 4.0 auf 5.0 beschleunigen sollen, soll sich Samsung als Anbieter von gleichermaßen DRAM und NAND-Flash für viele Serverkunden zum bevorzugten Lieferanten von Speicher und Enterprise-SSDs entwickelt haben.

SSD-Umsätze boomen durch Speicherkrise und KI
Bildquelle: Trendforce

SSD-Umsätze boomen durch Speicherkrise und KI

SK Hynix soll im 2. Quartal 2026 mit einem Umsatz von über 8,63 Milliarden US-Dollar den zweiten Platz belegen, getragen vom Absatz von 321-Layer-TLC-Produkten und QLC-Enterprise-SSDs mit hoher Kapazität der Tochtergesellschaft Solidigm. Micron verzeichnete laut den Marktforschern an dritter Stelle derweil das stärkste Wachstum unter den fünf führenden Anbietern: Der Umsatz mit Enterprise-SSDs stieg demnach im Vergleich zum Vorquartal um 126,3 Prozent auf rund 6,98 Milliarden US-Dollar, dank Fokus der Produktionskapazitäten auf Enterprise-SSDs und HBM sowie 232-Layer-QLC.

Kioxia belegte den vierten Platz, wobei sich der Umsatz mit Enterprise-SSDs im Vergleich zum Vorquartal auf 4,64 Milliarden US-Dollar ebenfalls mehr als verdoppelt haben soll. Der Anstieg soll durch die Hochlaufphase von Produkten auf Basis der 218-Layer-Technologie sowie durch einen deutlichen Anstieg des Beschaffungsanteils bei Servermarken getrieben worden sein. Den fünften Platz belegte Sandisk vor allem dank QLC-Enterprise-SSDs mit hoher Kapazität, wobei der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 102,9 Prozent auf rund 2,98 Milliarden US-Dollar anstieg.

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Quelle: Trendforce