Was war mit den Eintracht-Stars los? Coach Hütter gibt brisante Trainingseinblicke

Spieler stolpern über Bälle: Reaktion von Eintracht-Trainer Hütter verblüfft

Stand: 10.08.2026, 21:10 Uhr

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Im Trainingslager von Eintracht Frankfurt lief nicht alles glatt. Trainer Adi Hütter aber wollte seine Stars nicht mit Kritik überschütten.

Frankfurt – Für Eintracht Frankfurt beginnt bald eine Saison, in der vor allem eines vorherrschend sein soll: Ruhe. 2025/26 lief es weder unter Dino Toppmöller noch unter Albert Riera rund, beide mussten schließlich ihren Hut nehmen. Mit Adi Hütter verpflichteten die Adler einen neuen, bekannten Chefcoach. Er möchte die SGE-Stars fitmachen. Nun beichtet er: Im Trainingslager unterliefen seinen Stars die einfachsten Fehler.

Eintracht-Trainer Adi Hütter und seine Spieler bereiten sich auf die neue Saison vor.

Adi Hütter will die Eintracht wieder auf Kurs bringen. © picture alliance/dpa | Florian Wiegand

Im Gespräch mit der Bild diskutierte er über die Stellschrauben, an denen er noch drehen möchte. Auch eine Forderung nach neuen Spielern in dieser Transferperiode verkündete er bereits. Sein Team möchte er bestimmt, aber ohne Druck führen. „Ich reagiere in manchen Situationen sicherlich anders – einfach aufgrund meiner Erfahrung. Man macht als Trainer Fehler. Man erlebt Situationen, bei denen man im Nachhinein merkt: Das war nicht gut. Wenn dieselbe Situation dann noch einmal kommt, löst man sie automatisch anders.“

Eintracht-Trainer Hütter hält Stars an der langen Leine

In Grassau am Chiemsee hatte die Eintracht ihr Trainingslager aufgeschlagen. Nach einer langen Sommerpause hatten die Spieler sichtlich Mühe, dem Tempo zu folgen. Die Konsequenz: Hütter brach eine Einheit ab. „Normalerweise hätten wir noch 15 oder 20 Minuten weitertrainiert. Ich habe aber gesehen, dass die Spieler sehr müde waren. Sie sind über Bälle gestolpert, bei denen das normalerweise nicht passiert“, erklärt er.

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Der Österreicher gibt zu: Noch vor ein paar Jahren wäre solch eine Situation untragbar für ihn gewesen. „Vor vielen Jahren hätte mich das wahrscheinlich wahnsinnig gestört.“ Mittlerweile aber denkt er anders darüber. „In so einer Situation muss man den Spielern sagen, dass es so nicht geht – aber gleichzeitig auch akzeptieren, dass so etwas passieren kann.“

Der „neue“ Adi Hütter also ist einer, der Fehler verzeiht und an ihnen arbeitet. „Ausprobieren. Auch Fehler machen. Aus Fehlern lernt man. Und vor allem eine klare Idee haben.“ Der Eintracht dürfte solch eine Eigenschaft nach den turbulenten letzten Monaten nur guttun. Ob am Ende wieder ein Platz im internationalen Geschäft herausspringt, bleibt abzuwarten. (is)