Spielfilmtipps zum Wochenende: Mit Salma Hayek im berühmtesten Club der Welt
Die großen Blockbuster sind Mangelware an diesem Wochenende im Free-TV. Hollywood-Stars wie Philip Seymour Hoffman, Adam Sandler, Salma Hayek oder Robert De Niro bei der Arbeit zuzusehen, lohnt sich aber allemal. Und ein deutscher Schauspieler in „One for the Road“ stiehlt allen die Show.
1 Punch-Drunk Love (Samstag, ZDFneo, 20:15 Uhr)
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Der 2014 viel zu früh verstorbene Philip Seymour Hoffman gehörte zu den besten und hintergründigsten Schauspielern Hollywoods. Er adelt auch diese unkonventionelle RomCom von Paul Thomas Anderson („Magnolia“), in der Adam Sandler und Emily Watson die Hauptrollen spielen.
Barry Egan, der unter Einsamkeit leidet und von seinen sieben Schwestern herumkommandiert wird, neigt zu unkontrollierten Wutanfällen und Angstzuständen.
Sein Leben nimmt eine romantische Wende, als er Lena trifft. Allerdings bedroht seine Entscheidung, eine Telefonsex-Hotline anzurufen, diese neue Liebe. Die Betreiber der Hotline versuchen, ihn zu erpressen, indem sie Handlanger auf ihn hetzen.
2 Femme (Samstag, 3sat, 23:25 Uhr)
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Dragkünstler Jules alias Aphrodite Banks stellt den vorbestraften Preston nach einer homophoben Beleidigung vor seinen Freunden bloß und wird von diesem brutal zusammengeschlagen.
Als Jules seinen Angreifer Monate später in einer Schwulensauna wiedersieht, will er Rache und beginnt, Preston zu daten, der Jules ohne sein Kostüm nicht wiedererkennt.
Ich schaue in dein Gesicht und will es einfach zerschlagen. Ich will es nur verdammt nochmal mit einem Vorschlaghammer zerschlagen und zusammendrücken. Du bist so hübsch.
Barry Egan (Adam Sandler) zu Lena (Emily Watson) in „Punch-Drunk Love“
Zwischen den beiden entwickelt sich eine heimliche Liebesbeziehung, in der Jules immer mehr die Kontrolle übernimmt.
Das queere Liebe-und-Rache-Drama bekam nach seiner Premiere bei der Berlinale 2023 weltweit Aufmerksamkeit, auch wegen der schauspielerischen Leistungen von Nathan Stewart-Jarrett und George MacKay.
Dem homosexuellen Regieduo Sam H. Freeman und Ng Choon Ping gelingt es, gerade bei ihrem queeren Protagonisten Jules mit Klischees zu brechen.
3 Und dann kam Dad (Samstag, ZDF, 23:30 Uhr)
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Sebastien, Sohn einer Familie sizilianischer Einwanderer, will die vermögende Ellie heiraten. Dazu benötigt er einen alten Ring, den sein Vater Salvo nicht rausrücken will, bis er die Familie der Braut kennengelernt hat.
Die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag scheinen hierfür bestens geeignet. Sie finden im luxuriösen Anwesen der Braut statt, die aus einer reichen Oberschichtfamilie stammt, während Salvo Friseur in Chicago ist. Missverständnisse bleiben nicht aus.
Oscarpreisträger Robert De Niro hat sicher auch manchen Film gedreht, weil nur die Gage stimmte. Diese leicht zotige Komödie gehört eher dazu. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine Legende genießt das Leben, und wir sehen ihr dabei zu.
4 One for the Road (Sonntag, Sat1, 20:15 Uhr)
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Nach einer Alkoholfahrt verliert Bauleiter Mark (Frederick Lau) seinen Führerschein und muss für die MPU seine Trinkgewohnheiten hinterfragen. Aus einer Wette, einen Monat lang keinen Alkohol anzurühren, wird ein harter Kampf gegen die Sucht.
An der Seite von Helena (Nora Tschirner), die er im Vorbereitungskurs kennenlernt, gerät er immer wieder ins Wanken und erkennt, dass echte Veränderung nur mit ehrlicher Selbstreflexion gelingt.
Eine Free-TV-Premiere und Komödie mit reizvoll-gegensätzlichem Darstellerduo (Lau/Tschirner), die die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Balance hält, alles andere als nur leicht.
Eine Art deutsche Annäherung an das gefeierte dänische Drama „Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen und seiner grandiosen Behandlung des Themas Alkoholismus.
5 Studio 54 (Sonntag, Arte, 20:15 Uhr)
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Das „Studio 54“ schrieb Geschichte: Der 1977 in Manhattan eröffnete Club wurde zum angesagtesten Ort der Stadt. Die Reichen und Schönen New Yorks, gerne auch mal ein Franz Beckenbauer, feierten dort Partys, bei denen reichlich Alkohol und Drogen konsumiert wurden. Jeder wollte dabei sein. Auch Shane (Ryan Phillippe), ein gut aussehender 19-Jähriger aus der Vorstadt.
Er bekommt einen Job als Hilfskellner, steigt zum Barkeeper auf und wird zu einem Star des Clubs. Ebenso kometenhaft wie sein Aufstieg und der des „Studio 54“ erfolgt der Fall.
Regisseur Mark Christopher wollte 1998 ursprünglich die LGBTQ-Community, die noch nicht so hieß, und die Bisexualität von Hauptfigur Shane stärker in den Mittelpunkt stellen.
Doch Miramax und Harvey Weinstein ließen den Film von Mark Christopher (u.a. mit Salma Hayek als Tänzerin) umschneiden, was ihm nicht guttat. Die Kritiken waren enttäuschend. Erst der 2015 veröffentlichte Director’s Cut fand künstlerische Anerkennung.