Zufrieden trotz EM-Aus? Sprint-Star Gina Lückenkemper sorgt mit Tränen-Auftritt für Irritation

Sprint-Star Gina Lückenkemper weint nach EM-Debakel im TV

Stand: 10.08.2026, 22:14 Uhr

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Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham scheiterte Sprint-Star Gina Lückenkemper früh. Mit Tränen in den Augen erklärte sie das Aus.

Birmingham – Gina Lückenkemper hat das 100-Meter-Finale bei der Leichtathletik-EM in Birmingham verpasst. Die 29-jährige Sprinterin, die schon bei der Deutschen Meisterschaft enttäuschte, wurde im Halbfinale am Montag Fünfte – und brach danach im ARD-Interview in Tränen aus. Hinter dem Scheitern steckt eine monatelange Leidensgeschichte. Die Europameisterin von 2022 wusste genau, wieso es diesmal nicht fürs Finale reichen wollte.

Im ARD-Interview zeigte sich Sprint-Star Gina Lückenkemper sichtlich emotional.

Sprint-Star Gina Lückenkemper hat bei der EM ihr großes Ziel verpasst. © ARD

Anfang Juli wurde Lückenkemper am Hinterkopf von einer Zecke gebissen. Das Tier fraß sich rund 24 Stunden in die Kopfhaut. Die Folgen waren gravierend für die Sportlerin. Die beste Sprinterin Deutschlands sagte gegenüber der Bild: „Es ist immer noch nicht komplett überstanden. Gerade in puncto Nervensystem merke ich es noch.“ Dass sie bei dieser EM keine Hauptrolle spielen konnte, ist für sie daher in Ordnung.

Sprint-Star Gina Lückenkemper weint nach EM-Aus im TV

Wochenlang hatte sie mit extremer Erschöpfung gekämpft. Ihr Körper konnte sich kaum vom Training erholen. Auf der Bahn zeigte sich das deutlich: „Ich war im Startblock orientierungslos. Das System hat durch den Zeckenbiss einen kleinen Treffer kassiert.“ Mit neuroathletischen Übungen und gezielter Mobilisierung der betroffenen Stelle versuchte sie, die Koordination wiederherzustellen.

Im Halbfinale lief Lückenkemper 11,28 Sekunden – das reichte nur für Platz fünf. Auch Rebekka Haase verpasste das Finale. Sie wurde Siebte in 11,36 Sekunden. Lückenkempers Saisonbestleistung liegt bei 11,21 Sekunden – fast drei Zehntel unter ihrer persönlichen Bestmarke von 10,93 Sekunden. Im Interview nach dem Rennen konnte sie die Tränen nicht zurückhalten.

Sie weinte jedoch nicht vor Enttäuschung, sondern verriet: „Die Tränchen sind aus Dankbarkeit. Es ist im Sport so. Es geht so schnell auf und ab. Hier auf der Bahn zu stehen, ist alles andere als selbstverständlich. Das bleibt etwas ganz Besonderes. Ich bin einfach nur zufrieden, das sind eher Tränen des Glücks gerade.“ Mit der 4 × 100-Meter-Staffel der Damen bleibt eine weitere Chance auf eine Medaille. (is)