SSV-II-Trainer widerspricht deutlich: „Von Erpressung kann keine Rede sein“
Stand: 22.10.2026, 07:32 Uhr
Kommentare

Nach der Abmeldung der SSV-Reserve meldet sich Trainer Baris Subasi zu Wort. Er weist Erpressungsvorwürfe zurück und kritisiert die Vereinsführung.
Hamm – Anfang der Woche hatte er noch nichts sagen wollen. Jetzt aber hat Trainer Baris Subasi zur Abmeldung der zweiten Mannschaft des SSV Hamm Stellung genommen und sich gegen die Äußerungen des Vorsitzenden Sascha Raulf gewehrt. „Wir stehen zu unserer Entscheidung, die Mannschaft vorzeitig abzumelden“, erklärt der Coach des Fußball-C-Ligisten. „Sie war das Ergebnis der Gesamtsituation und insbesondere des aus unserer Sicht fehlenden Vertrauens und der fehlenden Unterstützung – nicht das Ergebnis einer Erpressung des Vereins.“
SSV Hamm: Subasi wehrt sich gegen Raulfs Vorwürfe
Bereits Ende August habe er sich mit den Verantwortlichen des SVE Heessen zusammengesetzt und darüber gesprochen, ab der kommenden Saison als dritte Mannschaft im Marienstadion aufzulaufen. Dies sei Anfang Oktober dem SSV-Vorstand mitgeteilt worden. „Gleichzeitig haben wir darum gebeten, uns im Sommer ohne Ablöse wechseln zu lassen“, so Subasi. Dies wurde durch Raulf abgelehnt. Gleichzeitig sei von SSV-Seite laut Subasi angeboten worden, „die Hinrunde zu Ende zu spielen und uns anschließend abzumelden. Dadurch hätten wir die Ablösefrage umgehen können. Da dies die von Vereinsseite aufgezeigte Lösung war, haben wir dieser Vorgehensweise zunächst zugestimmt.“
![[Foto: © Andreas Rother] --> Hamm: Mutter von Baris Subasi ist vor einem Jahr an Krebs verloren: Sohn startet Spendenaktion für Kinderhospizdienst.](https://www.wa.de/assets/images/44/564/44564177-foto-andreas-rother-gt-hamm-mutter-von-baris-subasi-ist-vor-einem-jahr-an-krebs-verloren-sohn-startet-spendenaktion-fuer-kinderhospizdienst-R3BG.jpg)
Daher wehrt sich Subasi dagegen, der entstandene Eindruck, „wir hätten den Verein mit einem sechsmonatigen Nichtantreten erpresst, entspricht nicht dem tatsächlichen Gesprächsverlauf. Eine Drohung, sechs Monate nicht mehr anzutreten, hat es von unserer Seite nicht gegeben.“
Die spätere vorzeitige Abmeldung der Mannschaft hätte vielmehr einen anderen Hintergrund gehabt. „Vielmehr entstand bei uns zunehmend der Eindruck, dass die notwendige Unterstützung und Kommunikation seitens des Vereins nicht mehr vorhanden war“, stellt Subasi klar.