St. Marien in Dudweiler: Dudweiler Kirchturm wird aufwendig saniert

St. Marien in Dudweiler Dudweiler Kirchturm wird aufwendig saniert

Dudweiler · Der Turm von St. Marien ist dringend sanierungsbedürftig. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt dafür 50.000 Euro. Was bis Sommer 2027 alles erneuert wird.

06.09.2026 , 13:15 Uhr

 Der Turm der Kirche St. Marien in Dudweiler muss dringend saniert werden.

Der Turm der Kirche St. Marien in Dudweiler muss dringend saniert werden.

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz//Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Nina Probst

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Seit 1985 setzt sie sich für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Knapp 600 Projekte werden im Jahr gefördert, insgesamt 7.500 Denkmale wurden bisher bundesweit unterstützt. Im Saarland sind es über 80 Denkmale, die die DSD bisher bedacht hat.

50.000 Förderung für die Sanierung

Gerade ist mit der Kirche St. Marien in Dudweiler ein weiteres hinzugekommen. Denn der Turm des Gotteshauses in der Kleinen Kirchenstraße muss dringend saniert werden. Für diese Natursteinarbeiten hat der DSD-Ortskurator Professor Markus Otto der Gemeinde einen Fördervertrag über 50.000 Euro überreicht. Das Geld stammt aus zahlreichen Spenden sowie Erträgen der Lotterie Glücksspirale.

Was genau an dem Turm gemacht werden muss, erklärt Architekt Oliver Brünjes. Das Kirchenkreuz muss erneuert werden. Die Strebepfeiler und das Geläut werden instand gesetzt. Eine abgestürzte Kreuzblume wird neu hergestellt und oben aufgesetzt. Das Mauerwerk wird neu verfugt und die Kirchenuhr bekommt ein frisches Ziffernblatt. „Wenn wir fertig sind, haben wir den Turm von ganz oben bis ganz unten, was die Natursteinarbeiten betrifft und das gesamte Ambiente, wieder auf Vordermann gebracht“, so der Architekt. Nachdem die Sanierungsarbeiten an der oberen Hälfte des Turms abgeschlossen wurden, fließt die Förderung jetzt in den zweiten Bauabschnitt.

Bauarbeiten bis Sommer 2027

Im Januar des vergangenen Jahres wurde der Turm eingerüstet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer 2027 abgeschlossen sein. Eine Zeit, in der auch keine Gottesdienste stattfinden können, erklärt Pastor Peter Serf, denn das Gerüst blockiert den Haupteingang. Der Nebeneingang bleibt ebenfalls geschlossen, da die Gefahr zu groß ist, dass Steine vom Seitenschiff abbrechen könnten.

St. Marien ist eine dreischiffige Hallenkirche ohne Querhaus, mit Vieleckchor und Westturm. Sie wurde im neugotischen Stil nach Plänen des Saarlouiser Architekten Carl Friedrich Müller in den Jahren 1864 bis 1866 errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Kirchenbau stark beschädigt und erst in den 70er- und 80er-Jahren umfangreich restauriert.

Besonderheiten der katholischen Pfarrkirche sind die 20 Buntglasfenster des Glasmalers Jacques le Chevalier aus Fontenay-aux-Roses aus dem Jahr 1957. Im Chorraum befindet sich ein 5,10 Meter breites Relief aus dem Jahr 1931, lebensgroße Figuren stellen die Szene des Abendmahls dar. (nid/ evy)