„Star Wars“: Lukes Hand mit Lichtschwert bringt 3,75 Millionen US-Dollar

Mark Hamills Lichtschwert aus dem Film „Das Imperium schlägt zurück“ ist am Mittwoch für 3,75 Millionen US-Dollar versteigert worden, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions mit. Laut Heritage handelt es sich um einen Rekord für eine am Set verwendete „Star Wars“-Requisite.

Das Mindestgebot für die Requisite hatte bei 1 Million US-Dollar gelegen, am Ende zahlte der Käufer fast das Vierfache. Wer geboten hat, verrät Heritage in einer Mitteilung nicht. Versteigert wurde das Lichtschwert mitsamt Handrequisite im Rahmen der Hollywood & Entertainment Signature Auction, die noch bis Freitag läuft.

Das Lichtschwert selbst ist eine umgebaute Blitzeinheit des Kameraherstellers Graflex. Verkauft wurde es zusammen mit der Effektvorrichtung für Luke Skywalkers abgetrennte Hand, die aus einem Abguss von Mark Hamills eigener Hand entstand. Die beiden Props wurden in der Kult-Szene auf Bespin verwendet, in der Vader Luke zuerst die Hand absäbelt und kurz darauf ein unangenehmes Vater-Sohn-Gespräch führen muss.

Beide Teile stammen laut Heritage direkt von Stuart Freeborn, der als Maskenbildner an der Original-Trilogie arbeitete und unter anderem Yoda gestaltete. Freeborn starb 2013. Das Lichtschwert aus der privaten Sammlung wurde nach Angaben des Auktionshauses nun zum ersten Mal öffentlich angeboten.

Luke triumphiert über Vader

Abgetrennte Hand hält ein Lichtschwert, darunter ein abgetrennter Armstumpf.

Die Requisitenhand von Luke Skywalker mit seinem Lichtschwert erzielte bei einer Auktion einen Rekordpreis.

(Bild: Heritage Auctions)

Heritage unterteilt versteigerte „Star Wars“-Gegenstände in mehrere Kategorien. Zwei „Star Wars“-Rekorde hielt das Auktionshaus bereits: 2023 verkaufte Heritage das Modell eines X-Wing-Jägers aus „Krieg der Sterne“ für 3,135 Millionen US-Dollar, das teuerste Filmmodell der Reihe. Das Originalgemälde für ein Kinoplakat von Tom Jung brachte später 3,875 Millionen US-Dollar und wurde zum teuersten Artwork.

Den Rekord für „Star Wars“-Filmrequisiten hielt die Konkurrenz: Im September 2025 versteigerte das Auktionshaus Propstore Darth Vaders Lichtschwert für 3,654 Millionen US-Dollar, wie The Hill berichtete. Es galt seither als teuerste „Star Wars“-Requisite der Auktionsgeschichte. Lukes Lichtschwert übertrifft diesen Wert nun für Heritage um 96.000 US-Dollar.

Millionen für Sammlerstücke

Heritage macht regelmäßig Schlagzeilen mit neuen Bestmarken, die dem Auktionshaus mediale Aufmerksamkeit bescheren. Erst im Juni versteigerte es eine versiegelte Kopie von „Super Mario Bros.“ für 3 Millionen US-Dollar – das teuerste Videospiel, das jemals bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde.

Dass bei solchen Preisen nicht nur Sammelleidenschaft, sondern auch Spekulation im Spiel sein kann, zeigte sich 2024 an einem anderen „Star Wars“-Objekt. Eine 9,5 Zentimeter große Boba-Fett-Actionfigur aus dem Jahr 1979 wurde bei Heritage für 525.000 US-Dollar zum damals teuersten Spielzeug der Welt. Der unbekannte Gewinner der Versteigerung bot sie unmittelbar danach über dasselbe Auktionshaus für 787.500 US-Dollar wieder an.

(dahe)