Starkes Gerüst für viele Ideen: Heimatverein Alberode will „e. V.“ werden
Stand: 09.08.2026, 05:52 Uhr
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Der Verein für Heimatpflege und Naturschutz Alberode besteht seit 1993. Jetzt möchte er als gemeinnütziger und eingetragener Verein seine Ideen verwirklichen.
Alberode – Wer nach Alberode kommt, der bestaunt sofort den 2019 neu gestalteten Ortseingang. Auf der anderen Straßenseite lädt eine Bank zum Verweilen ein, und, wer hinter ihr abbiegt, der gelangt zur Grillhütte. Gemeinsam haben alle drei, dass in ihnen die Arbeit des Vereins für Heimatpflege und Naturschutz Alberode steckt.
Seine Handschrift prägt den Ortsteil der Gemeinde Meißner seit 1993 mit Nistkästen, Bepflanzungen und der Verschönerung und Pflege des Ortes sowie zum Schutz der Natur. Nach zwei Jahren der Pause beginnt für den Verein ein neuer Abschnitt. Einstimmig haben die 13 anwesenden Mitglieder am Dienstagabend (4. August) beschlossen, dass die Eintragung in das Vereinsregister, mit der der Verein zum „eingetragenen Verein“ wird, und die Gemeinnützigkeit beim Finanzamt beantragt werden.
Dorfabend soll zurückkehren
„Wir fangen jetzt eigentlich nach den zwei Jahren ganz neu an“, sagt die erste Vorsitzende Friederike Akbary. Sie erklärt, wieso sich der Verein nach knapp 33 Jahren der Vereinsgeschichte zu beiden Schritten entschieden hat. Anfang Juni hatte der Verein bei der Jahreshauptversammlung für die Jahre 2023 bis 2025 einen neuen Vorstand gewählt. Er besteht nun neben der ersten Vorsitzenden aus dem zweiten Vorsitzenden Michael Hartrumpf, Kassiererin Rosemarie Stöber und Schriftführer Stefan Potsch sowie den Beisitzern Jens Dietrich, Marco Renke, Dietmar Vorwold, Florian Göpel und Saskia Eichhorn. Klar sei gewesen, dass, wenn ein neuer Vorstand da ist, dieser auch abgesichert sein soll.
Dass die Mitglieder motiviert und ein Team mit gutem Miteinander sind, war bei der Versammlung spürbar. Neben den einstimmigen Beschlüssen der neuen Satzung und des Anmeldeformulars stand eine Veranstaltung auf der Tagesordnung. Eingeladen wurde der Verein zur Feier des 40-jährigen Bestehens des Besucherbergwerks Grube Gustav. Fest stand: Der Alberöder Verein möchte Kontakt zu anderen Vereinen der Gemeinde herstellen, freut sich auf die Teilnahme.
Das Zusammenleben im Ort soll mit einem Format gestärkt werden, das vor der Coronapandemie regelmäßig stattgefunden hat. Zum Spielen, Schnuddeln und Kontakteknüpfen sollen die Dorfabende in der Grillhütte wieder einladen. Eine Gruppe, die sich darum kümmern möchte, gibt es laut Ortsvorsteher Florian Göpel bereits: „Das Gerüst steht schon.“ Selbst während der zweijährigen Pause hat der Verein mit der Ausrichtung des Osterfeuers, bei dem es Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr gab, zum gesellschaftlichen Leben im Ort beigetragen.
Aktuell planen die Mitglieder den nächsten Arbeitseinsatz für die Grillhütte, für deren Vermietung der Verein zuständig ist. Anfragen habe es nun eine Zeit lang nicht gegeben. Umso mehr freuen sich die Mitglieder über Anfragen an den Hüttenwart Nicolas Schroeter, Tel. 0 15 25/9 42 99 61.
Ein Drittel des Ortes im Verein
Beschlossen haben die Anwesenden, dass bald ein Anmeldeformular in jedem Briefkasten zu finden sein soll. Gewählt wurde der Weg, um auch Einwohner zu erreichen, die weder E-Mail noch Whatsapp nutzen. Für die Anmeldung soll das Formular bei Friederike Akbary abgegeben werden. Wichtig sei, dass auch diejenigen, die bereits Mitglieder waren, das mit dem Ausfüllen erneut bestätigen müssen. Festgelegt wurde ein Jahresbeitrag von 10 Euro.
Bislang hat der Verein 41 Mitglieder gezählt, was bei 120 Einwohnern (inklusive der Bewohner des Gutes Mönchhof) rund einem Drittel entspricht. „Die Beteiligung im Dorf ist auch sehr groß“, bestätigt Göpel mit Blick auf Einsätze für den Ort. Zehn Prozent der Einwohner seien schnell erreicht, wenn Hilfe gebraucht werde.
Jetzt freue sich der Verein laut der ersten Vorsitzenden besonders darauf, den sozialen Kontakt innerhalb des Dorfes wieder zu aktivieren und sich für Alberode einzusetzen. Auch Ideen zum im Namen verankerten Naturschutz haben die Mitglieder. Friederike Akbary sagt: „Es gibt ganz schön viel zu tun.“ Dabei lächelt sie. (Eden Sophie Rimbach)