Sterne des Sports: Drei Sieger aus dem Isarwinkel – Bekannter Schauspieler ist Schirmherr
Stand: 26.09.2026, 18:00 Uhr
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Die Eishockeyfreunde Lenggries holten beim Stern des Sports in Bronze den ersten Platz. Nun fahren sie zum bayernweiten Entscheid um den Silbernen Stern.
Bad Tölz – „Völlig platt“, zeigte sich Alfred Schalch, Vorsitzender der Eishockeyfreunde Lenggries, als er am Mittwochabend im Tölzer Kurhaus den „Stern des Sports in Bronze“ überreicht bekam. Als „Oscar des Breitensports“ bezeichnete dann auch Manfred Gasteiger, Vorstandssprecher der Raiffeisenbank im Oberland, die Auszeichnung, die alljährlich an Sportvereine der Region vergeben wird. Der Bewerb belohnt Vereine oder einzelne Abteilungen, die über den Sport hinaus mit herausragenden Projekten Verantwortung übernehmen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Dabei sahnt heuer der Isarwinkel gleich dreifach ab.
98 eingereichte Projekte aus 42 Spaten
Mit 98 eingereichten Projekten aus 42 Sparten regionaler Vereine aus 16 Gemeinden erzielte die Raiffeisenbank im Oberland erneut einen Bundesrekord bei den Bewerbungen um den „Stern des Sports“ in Bronze. Dabei wird jede Bewerbung von dem Geldinstitut mit 250 Euro belohnt. Keine andere genossenschaftliche Bank in Deutschland verzeichnete mehr Einreichungen. „Wir sind darauf von Herzen stolz“, freute sich Gasteiger. „In diesem Jahr haben wir fast 100 Bewerbungen erhalten. Das entspricht 40 Prozent aller Einreichungen bayernweit. Mit dieser Auszeichnung möchten wir genau das würdigen und zugleich Danke sagen — für den Einsatz, die Zeit und das Herzblut, mit dem unsere Region jeden Tag ein Stück stärker und lebenswerter gemacht wird.“
Auch der Rahmen im Tölzer Kurhaus konnte sich sehen lassen. BR-Moderator Roman Roell führte durch die Veranstaltung. Der Reichersbeurer Schauspieler Klaus Steinbacher, der in der Beckenbauer-Dokumentation, die Rolle des „jungen Kaisers“ spielte, hatte die Schirmherrschaft übernommen. Er bestätigte, dass für ihn alleine das Lesen der Bewerbungen schon „Bock auf die Zukunft“ gemacht habe. Und für den atemberaubenden sportlichen Showteil sorgten Mitglieder der überaus erfolgreichen Rock’n’Roll-Freunde Hausham mit Veronika Megyesi und Christian Gartmeier, den amtierenden Europameistern, an der Spitze.
Zusammenarbeit mit Lebenshilfe
Der mit 500 Euro dotierte dritte Platz ging an den Lenggrieser Skiclub für sein Projekt „Andere reden, wir machen“. In enger Zusammenarbeit mit der regionalen Lebenshilfe wird hier seit Jahren behinderten Menschen die Möglichkeit gegeben, an Sportveranstaltungen des Vereins teilzunehmen – etwa bei den Bewerben zur Raiffeisen-Oberland-Challenge oder beim Hohenburger Schlosslauf. Zudem wurde im zurückliegenden Winter für die körperlich und geistig eingeschränkten Sportler ein Langlauftag angeboten.
Für die Skiabteilung im SC Reichersbeuern nahmen Emma Maier und Martin Dörfler den Scheck über 750 Euro entgegen. Dies war die Prämie für das Projekt „DigiTrain – Revolution im Nachwuchs-Skitraining“, das auf Platz zwei gewählt worden war. Da es bislang keinen strukturierten digitalen Übungskatalog für den alpinen Skisport gegeben hatte, entwickelte der Verein in Eigenregie eine webbasierte Online-Bibliothek, die zudem kontinuierlich erweitert wird. Darin bündeln Trainer ihr Fachwissen und dokumentieren die Übungen in anschaulichen Videos für fünf verschiedene Altersgruppen.
Lenggrieser Eishockeyfreunde bekommen Stern für Sommerfest
Zum ersten Mal hatten sich Eishockeyfreunde Lenggries um den Stern des Sports beworben, obwohl sie bereits seit 33 Jahren zusammen mit dem Trachtenverein „Hirschbachtaler“ jährlich ein Sommerfest für die Bewohner des Lenggrieser Hauses der Senioren veranstalten. „Jung und Alt miteinand“, so der Projektname, wurde nun mit 1000 Euro belohnt. „Da wird gemeinsam getanzt und Musik gespielt, und es werden alle Bewohner mit selbst gebackenen Kuchen und Grillspezialitäten verköstigt“, führte Schalch aus: „Eine tolle Veranstaltung, wo alle immer wieder den ganzen Tag ein Lächeln im Gesicht haben.“
Mit ihrem „Stern des Sports in Bronze“ fahren die Eishockeyfreunde nun zum bayernweiten Entscheid um den Silbernen Stern. Die Sieger dort bekommen dann die Möglichkeit, in Berlin um den Goldenen Stern zu kämpfen.
Gasteiger hatte noch einen Wunsch für den Bewerb 2027: „Da möchte ich noch die 100 knacken. Bitte motiviert so viele wie möglich und macht mit.“