Steuerreform: CDU-Arbeitnehmerflügel fordert größere Entlastungen bei Steuerreform
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CDA-Chef Dennis Radtke hält die geplante Steuerreform für nicht ausreichend. Um mehr Erleichterungen zu finanzieren, schlägt er Einsparungen bei der Mütterrente vor.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,
eca
- September 2026, 1:33 Uhr
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1 KommentareDer Arbeitnehmerflügel der CDU hat stärkere Erleichterungen für Bürgerinnen und Bürger bei der geplanten Steuerreform gefordert. »Die Pläne bleiben leider weit hinter dem zurück, was zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen nötig wäre«, sagte Dennis Radtke, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der Rheinischen Post. »Wir brauchen nicht nur mikroskopische Entlastungen, die man bestenfalls erahnen kann.« Durch die Steuerreform müsse mindestens die kalte Progression 2027 ausgeglichen werden.
Um die Entlastungen zu finanzieren, schlägt Radtke unter anderem vor, auf die Erhöhung der Mütterrente zu verzichten. Ein Verzicht auf die dritte Stufe der Mütterrente würde ihm zufolge fünf Milliarden einsparen. »Ich bin überzeugt, dass bei den Subventionen und Finanzhilfen des Bundes noch deutlich mehr zu holen ist«, sagte Radtke. Er verwies auf den Subventionsbericht, wonach sich die staatlichen Hilfen für einzelne Branchen oder Unternehmen auf rund 78 Milliarden im Jahr beliefen.
Radtke plädierte außerdem für eine Reform der Erbschaftsteuer. »Eine Unternehmensnachfolge darf nicht Arbeitsplätze gefährden oder Betriebe zum Verkauf zwingen«, sagte er. Zudem wandte er sich gegen geplante Kürzungen beim Wohngeld.
Das Bundeskabinett hatte vergangene Woche die Einkommensteuerreform der schwarz-roten Koalition auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht Entlastungen vor, die ab 2028 jährlich zehn Milliarden Euro ausmachen sollen. Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen und Familien mit Kindern.