Stierlin und Baro treffen: Hallescher FC jubelt in Berlin

Fußball | Regionalliga

Stand: 29.08.2026 16:25 Uhr

Der Hallesche FC hat seine durchwachsene Bilanz zum Saisonstart aufgebessert. Bei Hertha BSC II präsentiert sich die Schröder-Elf besonders nach der Pause überlegen und nimmt drei verdiente Punkte mit aus der Hauptstadt.

von Sebastian Bondrea

Aufatmen in der Saalestadt. Durch das 2:0 (1:0) bei Hertha BSC II hält der HFC den Anschluss ans obere Tabellendrittel und bringt damit eine ereignisreiche Woche zu einem versöhnlichen Ende.

Ende

29.08.2026 14:00 Uhr

0:2(0:1)

Aufstellung

Hertha BSC Berlin II

K. Heide - E. Adetokunbo-Adelenu (75. K. Canpolat), F. Brekalo, M. Kourouma, S. Weiland - B. Mamuzah Lum, S. Ogbaidze, S. Telib (75. D. Schopper) - N. Hildebrandt (68. M. Schößler), L. Kannewurf (55. T. Akoto), J. Ndi

Hallescher FC

L. Bendel - B. Halili, V. Kastull, N. Landgraf (46. Bocar Baro) - L. Becker, M. Hauptmann, M. Kulke, N. Stierlin (68. P. Schmedemann) - J. Damelang (89. O. Atilgan), F. Hartmann (62. F. Langhammer), S. Ratifo (62. L. Ehrlich)

Tore

  • 0:1 N. Stierlin (34.)
  • 0:2 Bocar Baro (71.)

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, Regionalliga Nordost (M)

Ergebnisse und Tabelle

Den Saisonstart hatte sich der HFC sicherlich anders ausgemalt. Nur ein Sieg stand beim Team von Robert Schröder vor der Partie auf der Habenseite, dazu drei Remis und eine Niederlage. Mut machte allerdings der Auftritt im DFB-Pokal gegen Schalke 04 am vergangenen Montag, als Halle dem Bundesligisten einen großen Kampf bot und erst nach Verlängerung unterlag. Diesen Schwung wollten die Saalestädter gegen die seit drei Spielen ungeschlagene Hertha mit in den Ligaalltag nehmen.

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Stierlin schlägt mitten in Herthas Drangphase zu

Nach dem obligatorischen Protest gegen die Aufstiegsreform, diesmal garniert mit einigen Tennisbällen, ging das Spiel dann los – und die Anfangsphase gehörte klar den Gästen. Die Berliner standen komplett in der Defensive, während Halle früh das Kommando übernahm. Die erste gute Gelegenheit hatte Fabrice Hartmann, dessen Distanzschuss Konstantin Heide an die Latte lenkte (17.). Anschließend wurde die Hertha mutiger. Vor allem Jelani Ndi machte auf seiner rechten offensiven Seite mächtig Alarm. In der 28. Minute scheiterte er aus halbrechter Position am starken Reflex von Luca Bendel, der auch beim Nachschuss eines Berliners zur Stelle war und die Null für den HFC festhielt.

Hallescher FC

Mitten in die beste Phase der Berliner hinein schlug Halle dann eiskalt zu: Niklas Landgraf fand per Flanke Niclas Stierlin am zweiten Pfosten, der keine Probleme mit der Verarbeitung hatte und zum 1:0 einnickte (35.). Anschließend passierte nicht mehr viel, und so ging es nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte mit dem knappen Vorsprung für den HFC in die Kabinen.

HFC übernimmt nach der Pause das Kommando

Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Mannschaften zunächst etwas, um wieder Fahrt aufzunehmen. Die erste Torannäherung gehörte Stanley Ratifo, dessen Abschluss aus der Drehung am Gehäuse vorbeitrudelte (49.). Wenig später wurde es auf der anderen Seite gefährlich: Nach einer Ecke fiel der Ball Mustafa Kourouma vor die Füße, dessen Abschluss aber zu unplatziert war (56.). Anschließend übernahm der HFC zunehmend das Kommando. Erneut war es Ratifo, der nach Zuspiel von Marius Hauptmann aus acht Metern knapp neben den Pfosten schoss (58.).

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Robert Schröder reagierte und brachte mit Bocar Baro und Osman Atilgan zwei frische Offensivkräfte. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte: Kourouma kam im eigenen Sechzehner gegen Baro zu spät und brachte den Joker zu Fall. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte den fälligen Elfmeter ganz sicher ins rechte Eck zum 2:0 (71.).

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Auch die Hertha wechselte anschließend offensiv, fand gegen die starke Defensive der Hallenser aber kaum noch ein Durchkommen. Stattdessen ließ der HFC auf der anderen Seite einige Möglichkeiten liegen, die Partie endgültig zu entscheiden. Für Aufregung sorgte kurz vor Schluss noch eine äußerst harte Doppelbestrafung: Lennard Becker (Foulspiel) und Boris Mamuzah Lum (Schubser) sahen jeweils die Rote Karte (88.). Am verdienten Auswärtssieg änderte das nichts mehr. Halle spielte den Vorsprung in der Schlussphase souverän herunter und darf damit den zweiten Liga-Dreier bejubeln.

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Hallescher FC - Aktuelle Meldungen

Der Hallesche FC spielt nach dem Abstieg 2024 in der Regionalliga. Heimspielstätte ist das Leuna-Chemie-Stadion. Der HFC wird aktuell trainiert vom gebürtigen Erfurter Robert Schröder.

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