Iran News live: US-Seeblockade beginnt am Dienstag – Iran reagiert mit Spott

Wichtige Updates

Trump: USA wollen Schutzmacht in der Straße von Hormus werden 

Ölpreise ziehen deutlich an

US-Militär erklärt Angriffe auf Iran vorerst für beendet

US-Militär greift weitere Ziele im Iran an

Oskar Schulz

US-Militär: Haben neue Angriffe auf den Iran begonnen

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um 16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese Angriffe würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es.

US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor bereits weitere Angriffe seines Landes auf den Iran angekündigt. Man werde das Land heute Abend hart treffen – genau wie morgen, sagte er am Montagnachmittag (Ortszeit) in einem Radiointerview. Der Iran könne nichts dagegen tun, hob er hervor. 

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

US-Armee soll iranische Häfen ab Dienstag blockieren – Araghtschi macht sich lustig

Die US-Armee beginnt die erneute Blockade iranischer Häfen nach eigenen Angaben am Dienstagabend. Die US-Streitkräfte würden die Blockade ab dem 14. Juli um 22.00 Uhr wieder aufnahmen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor diese Maßnahme sowie eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormus transportierten Güter angekündigt.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump lustig gemacht. Wer für eine sichere Durchfahrt von Handelsschiffen sorge, „sollte entschädigt werden“, erklärte Araghtschi in Onlinediensten. „20 Prozent sind natürlich zu viel – wir werden fair sein“, fügte er hinzu.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Trump kündigt „Rede an die Nation“ für Donnerstag an

US-Präsident Donald Trump hat eine „Rede an die Nation“ angekündigt. Er werde die Ansprache am Donnerstagabend um 21.00 Uhr (Freitagfrüh 03.00 Uhr MESZ) halten, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Hintergrund ist die erneute militärische Eskalation mit dem Iran.

Trump hatte zuvor eine erneute Blockade iranischer Häfen durch das US-Militär in der Straße von Hormus angekündigt. Zudem wollen die USA nach seinen Angaben von Frachtschiffen eine Gebühr für Durchfahrten durch die Meerenge erheben. Die Ölpreise schossen danach erneut in die Höhe.

Der Präsident hatte sich letztmals am 1. April mit einer Fernsehansprache an die Nation gerichtet. Darin hatte er angekündigt, den Iran binnen Wochen „in die Steinzeit“ zurückbomben zu wollen. Danach werde der Krieg ein schnelles Ende finden, sagte er. 

Louisa Thönig

Louisa Thönig

Großbritannien will iranische Revolutionsgarden de facto verbieten

Die britische Regierung will die iranischen Revolutionsgarden und eine weitere, mit dem Iran in Verbindung stehende Gruppe als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen und damit de facto verbieten. „Wer diese Gruppen unterstützt oder ihnen hilft, muss künftig mit einer Haftstrafe von bis zu 14 Jahren rechnen“, erklärte Premierminister Keir Starmer zu dem entsprechenden Gesetzentwurf, der in dieser Woche ins Parlament eingebracht werden soll.

Die Revolutionsgarden sind eine Art ideologisch geprägte Armee neben dem regulären iranischen Militär. Die Truppe gilt als besonders loyal zur geistlichen Führung und soll die Islamische Republik gegen alle Angriffe aus dem In- und Ausland verteidigen. Im Krieg mit den USA und Israel werden die meisten iranischen Attacken auf Golfstaaten den Revolutionsgarden zugeschrieben. Die EU hatte die Revolutionsgarden Anfang des Jahres verboten.

Neben den Revolutionsgarden will die britische Regierung auch die Gruppe Islamic Movement of Companions of the Right (IMCR) als Bedrohung für die nationale Sicherheit einstufen. Die mit dem Iran verbundene Gruppe hatte sich zuletzt zu mehreren Angriffen auf jüdische Einrichtungen in Großbritannien bekannt. Ihre Aktivitäten gingen „mit Bedrohungen für Leib und Leben“ einher, erklärte das britische Innenministerium.

Mit der geplanten Einstufung sollen die britischen Behörden einfacher gegen die beiden Organisationen vorgehen können. Dieser Schritt stärke die Fähigkeit der Regierung, Bedrohungen durch ausländische Mächte entgegenzuwirken, darunter „Spionage, ausländische Einmischung in unsere Demokratie, Sabotage und physische Angriffe“, teilte das Innenministerium mit.

Louisa Thönig

Louisa Thönig

Trump: USA wollen Schutzmacht in der Straße von Hormus werden 

Die Vereinigten Staaten wollen die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen und für deren Schutz bezahlt werden. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an. Gleichzeitig stellte er eine erneute Seeblockade gegen Schiffe in Aussicht, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen.  Für alle anderen Frachtschiffe würden die USA ab sofort eine Abgabe von „20 Prozent auf alle transportierten Güter“ erheben, ergänzte Trump.

„Wir übernehmen die Kontrolle über die Meerenge“, sagte er dem Sender Fox News. Die USA würden künftig als Schutzmacht auftreten: „Wir werden der Wächter der Meerenge“, erklärte der Präsident weiter. Dafür wolle Washington bezahlt werden. Die Vereinigten Staaten könnten sich dann als eine Art „Schutzengel“ der wichtigen Handelsroute betrachten.

Iran lehnt US-Kontrolle über Straße von Hormus ab

Aus Teheran kam umgehend eine scharfe Zurückweisung. Der Iran werde nicht akzeptieren, dass die Vereinigten Staaten in der Straße von Hormus eingreifen oder dort die Kontrolle übernehmen. Ein solches Vorgehen werde man „unter keinen Umständen zulassen“, erklärte die iranische Seite.

Louisa Thönig

Louisa Thönig

Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt.

Daniel Weidmann

Daniel Weidmann

Wadephul fordert die USA und den Iran zu direkten Verhandlungen auf

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die USA und den Iran nach einer neuen Angriffswelle in der Nacht zum Montag zu direkten Verhandlungen aufgefordert. Beide Seiten müssten „jetzt sehr schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren“ und „endlich effektive bilaterale Verhandlungen aufnehmen“, sagte Wadephul am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel. Wadephul forderte den Iran auf, seine Angriffe in der Straße von Hormus zu stoppen. „Jeder Angriff ist ungerechtfertigt“, sagte der Bundesaußenminister. „Diese Welt braucht endlich eine frei passierbare Straße von Hormus“, forderte er angesichts der steigenden Ölpreise infolge der neuen Angriffe.

Daniel Weidmann

Daniel Weidmann

Iran sieht sich nicht mehr an Rahmenabkommen gebunden

Der Iran sieht sich nach eigenen Angaben bei Verstößen der USA gegen das Mitte Juni zwischen beiden Ländern geschlossene Rahmenabkommen nicht mehr an die Vereinbarung gebunden. „Jedes Mal, wenn die andere Seite ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, haben wir unsere ebenfalls nicht eingehalten“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Montag vor Journalisten in Teheran. „Wir werden weiterhin so vorgehen“, warnte er.

Daniel Weidmann

Daniel Weidmann

Ölpreise ziehen deutlich an

Die Ölpreise haben am Montag nach einer weiteren Angriffswelle des US-Militärs deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September legte im frühen Handel zuletzt um 4,46 Prozent auf 79,40 Dollar zu. 

Daniel Weidmann

Daniel Weidmann

Jordanien meldet Raketenangriffe aus dem Iran – Attacken auch in Kuwait

Jordanien ist in der Nacht zu Montag erneut vom Iran aus angegriffen worden. Die jordanische Armee teilte mit, sie habe vier iranische Raketen abgeschossen, „die von iranischem Gebiet aus in den jordanischen Luftraum eingedrungen waren“. Auch Kuwaits Streitkräfte erklärten laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna, sie fingen derzeit „feindliche Luftziele“ im Luftraum des Golfstaats ab.  

Eileen Wagner

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fällt auf Fünfwochentief

Nachdem Teheran die Straße von Hormus erneut für geschlossen erklärt hatte, ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge deutlich zurückgegangen. Nach Daten des Analysehauses Kpler passierten am Sonntag nur sechs Schiffe die Wasserstraße – so wenige wie seit fünf Wochen nicht mehr. Zu den aus dem Golf auslaufenden Tankern gehörten die „Humanity“ mit zwei Millionen Barrel iranischem Öl sowie die „Capetan Andreas“ mit rund 500.000 Barrel kuwaitischer Ölprodukte; zugleich fuhren drei leere Tanker in den Golf ein. Da viele Schiffe beim Passieren ihre Transponder abschalteten, dürfte das tatsächliche Verkehrsaufkommen allerdings nur teilweise erfasst sein. Die zunehmenden Spannungen ließen auch die Ölpreise steigen: Brent und WTI verteuerten sich zeitweise um mehr als vier Prozent.

US-Militär erklärt Angriffe auf Iran vorerst für beendet

Das US-Militär hat seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran nach mehreren Stunden für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren. 

Oskar Schulz

Irans Revolutionsgarden: US-Stützpunkte in der Region angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von Staatsmedien US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte am Montag mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach die Revolutionsgarden einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angegriffen hätten.

Oskar Schulz

US-Militär greift weitere Ziele im Iran an

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Die Streitkräfte hätten um 23:00 deutscher Zeit damit begonnen, weitere Angriffe auf den Iran durchzuführen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten.

US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele im Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, berichteten das "Wall Street Journal" und die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden. 

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