Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen: Super-El-Niño dreht auf – massives Wetter-Chaos droht

Super-El-Niño dreht auf – und könnte für erhebliches Wetter-Chaos sorgen

Stand: 08.08.2026, 06:28 Uhr

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El Niño dreht auf, und die Weltwetterorganisation WMO schlägt Alarm. Der Pazifik heizt sich auf, Rekordtemperaturen drohen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Es passiert wieder, und diesmal richtig. Über dem äquatorialen Pazifik gewinnt El Niño rasant an Kraft, und die Fachleute rechnen damit, dass sich das Phänomen zwischen August und Oktober zu einem starken Ereignis auswächst. Die Wassertemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik klettern immer weiter nach oben.

Die Wassertemperaturen im Pazifik.

Im zentralen und östlichen Pazifik schießen die Wassertemperaturen an der Oberfläche in die Höhe. © METEORED/ www.daswetter.com

In den entscheidenden Überwachungsgebieten könnten die Abweichungen sogar mehr als drei Grad über dem Normalwert liegen. Für die Wetterwelt ist das ein Alarmsignal: Wenn der größte Ozean der Erde derart aus dem Takt gerät, bleibt kaum ein Kontinent verschont.

Rekord-Hitze und Regenfälle: Diese Regionen trifft es hart

Und El Niño kommt nicht allein. Gleichzeitig baut sich über dem Indischen Ozean eine positive Dipol-Phase auf, dazu gesellen sich ungewöhnlich warme Wassermassen im tropischen Atlantik. Diese Mischung kann die gesamte Luftzirkulation auf dem Planeten durcheinanderwirbeln.

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Die Folgen sind absehbar: In weiten Teilen der Welt steigt die Wahrscheinlichkeit für Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt, von Afrika über Südeuropa bis nach Ostasien und Südamerika. Beim Regen zeichnet sich ein zweigeteiltes Bild ab. Während der Süden Europas und Teile Zentralasiens nassere Zeiten erwarten, droht dem Norden eher trockenere Witterung. Genau solche Muster sorgen erfahrungsgemäß für Schlagzeilen.

Warum wir uns jetzt schon warm anziehen sollten

Was bedeutet das nun konkret? El Niño ist zwar ein völlig natürliches Phänomen, trifft aber auf einen Planeten, der ohnehin schon Rekordwerte bei der Erwärmung schreibt. Genau diese Kombination kann Hitzewellen anheizen, gewaltige Waldbrände begünstigen und Überschwemmungen häufiger machen.

Sicher ist trotzdem nichts: Solche Prognosen sind Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten, und die Auswirkungen schwanken von Region zu Region stark. Wer die kommenden Monate im Blick behält, ist klar im Vorteil. Denn eines steht fest: Langweilig wird dieser Wetterwinter mit Sicherheit nicht.