Tagesgeld-Zinsen: Einige Banken garantieren Konditionen bis zu ein Jahr

Sanduhr Münzen

Ein Tagesgeldkonto mit langer Zinsgarantie verspricht Planbarkeit und Sicherheit.© Getty Images/iStockphoto | Bet_Noire

Bis zu 4,0 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld sind derzeit für Neukundinnen und Neukunden bei einem Bankenwechsel drin, wie unser Tagesgeld-Vergleich zeigt. Auf den ersten Blick klingt das attraktiv. Doch viele dieser Angebote haben einen entscheidenden Haken: Die hohen Zinsen gelten oft nur für wenige Monate. Danach zahlen die Banken meist nur noch den variablen Zinssatz für Bestandskunden – und der liegt in manchen Fällen sogar unter einem Prozent. Für Sparerinnen und Sparer bedeutet das: Entweder sie geben sich mit deutlich geringeren Erträgen zufrieden oder sie wechseln erneut die Bank.

Dabei gibt es auch Angebote, die mehr Planungssicherheit bieten. Wer nicht alle paar Monate ein neues Tagesgeldkonto eröffnen möchte, sollte auf Konten mit längerer Zinsgarantie oder einem vergleichsweise hohen Bestandskundenzins achten. Je nach Anlagedauer kann das sogar die bessere Rendite bringen, auch wenn der beworbene Aktionszins zunächst etwas niedriger ausfällt. Ein genauer Blick in die Bedingungen ist allerdings Pflicht, um das passende Tagesgeldkonto zu finden.

Tagesgeld-Zinsen im Vergleich: Angebote mit langer Zinsbindung

Viele Banken beschränken die Aktionszinsen auf einen Zeitraum von drei oder vier Monaten. Aktuell ist mit der Norisbank* in unserem Tagesgeld-Vergleich ein Tagesgeld-Angebot mit 4,0 Prozent p. a. (per annum / pro Jahr) vorn, bei dem der Zinssatz bis zum 31. Dezember 2026 garantiert ist, also immerhin noch rund fünf Monate. Voraussetzung ist allerdings die Eröffnung eines Girokontos. Es gibt aber auch Angebote mit längerer Zinsbindung und ohne Nebenbedingungen. In einigen Fällen müssen Sparerinnen und Sparer dabei nur auf wenig Rendite verzichten:

Bank of Scotland: Tagesgeld-Zinsen bis zu ein Jahr lang sicher

Die längste Zinsgarantie bietet aktuell die Bank of Scotland – zumindest, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) mitspielt. Denn die Direktbank zahlt neuen Kundinnen und Kunden nur 3,0 Prozent Zinsen, solange der Leitzins bei mindestens 1,25 Prozent (aktuell: 2,25 Prozent) liegt. Dann gelten die Konditionen für bis zu ein Jahr.

  • Zinssatz Neukunden: 3,0 Prozent p. a. für bis zu 12 Monate
  • Basiszinssatz: 1,25 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 50.000 Euro
  • Zinsauszahlung: jährlich zum 31. Dezember
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Deutschland
  • Sonderbedingungen: Zinssatz gilt für bis zu ein Jahr, aber nur solange der Leitzins über 1,25 Prozent liegt

>> Angebot der Bank of Scotland* hier checken

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BBVA-Girokonto: 3,5 Prozent Zinsen mit hohem Anschlusszins

Bei der BBVA handelt es sich um ein großes spanisches Geldhaus mit Direktbank-Ableger für Deutschland. Entsprechend gilt die gesetzliche Einlagensicherung Spaniens, die gemäß EU-Standard 100.000 Euro je Kunde abdeckt. Zinsen gibt es hier auf das kostenlose Girokonto. Neben der langen Garantie erhalten Sparerinnen und Sparer auch einen hohen variablen Anschlusszins von bis zu 2,75 Prozent p. a. – je nach Nutzung des Kontos.

  • Zinssatz Neukunden: 3,5 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: bis zu 2,75 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 500.000 Euro
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Spanien

>> Aktion der BBVA* hier checken

Suresse Direkt Bank: 3,5 Prozent Tagesgeld-Zinsen für ein halbes Jahr

Den gleichen Aktionszinssatz wie die BBVA bietet die Suresse Direkt Bank. Mit 2,05 liegt der Anschlusszins zwar etwas darunter, aber immer noch auf hohem Niveau. Aufpassen müssen Sparerinnen und Sparer bei der Steuer: Diese führt die Santander-Tochter nicht automatisch ab. Das müssen Kundinnen und Kunden über die jährliche Steuererklärung erledigen.

  • Zinssatz Neukunden: 3,5 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 2,05 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Spanien
  • Besonderheiten: Bank zahlt Zinsen brutto aus, Versteuerung über Steuererklärung

>> Angebot der Suresse Direkt Bank* hier checken

Postbank: 3,2 Prozent Tagesgeld-Zinsen für sechs Monate

Auch die Postbank wirbt aktuell mit einer Tagesgeld-Aktion. 3,2 p. a. über sechs Monate gibt es bei der Deutsche Bank-Tocher. Das Angebot gilt für Neu- und Bestandskunden, ist aber an einige Voraussetzungen geknüpft: Der Anlagebetrag muss über 2500 Euro liegen und darf nicht von Konten oder Depots der Deutsche Bank AG (Marke Deutsche Bank und Marke Postbank) stammen. Das Geld muss außerdem bis spätestens 10. August eingehen. Die Aktionszinsen bezahlt die Bank dann vom 15. August 2026 bis 14. Februar 2027.

  • Zinssatz Neukunden: 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 0,75 Prozent p. a.
  • Mindest- / Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 2500 Euro / 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: quartalsweise
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Deutschland
  • Sonderbedingungen: Einzahlung von Neugeld bis 10. August

>> Angebot der Postbank* hier checken

VW Bank: 3,1 Prozent Zinsen aufs Tagesgeldkonto für sechs Monate

Ein Tagesgeldkonto ohne Haken und Ösen gibt es bei der VW Bank. Hier erhalten neue Kundinnen und Kunden nach der jüngsten Zinserhöhung 3,1 Prozent p. a. über sechs Monate ohne Beitragsgrenze oder Nebenbedingungen. Mehr Details bietet der Check des Angebots.

  • Zinssatz Neukunden: 3,1 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 1 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde

>> Aktion der VW Bank* hier checken

Online-Sparkasse 1822direkt mit 2,8 Prozent Tagesgeld-Zinsen

Die 1822direkt ist eine Tochter der Sparkasse. Hier können alle Sparerinnen und Sparer ein Tagesgeldkonto eröffnen, die nicht Kundinnen und Kunden der Frankfurter Sparkasse sind.

  • Zinssatz Neukunden: 2,8 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 0,6 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: jährlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde

>> Aktion der 1822direkt* hier checken

Norisbank: Tagesgeldkonto mit 4 Prozent Zinsen bis Ende Dezember

Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und setzt bei ihrem Aktionszins die Eröffnung eines Girokontos voraus. Sparerinnen und Sparer müssen außerdem den Kontowechselservice nutzen und mindestens drei Zahlungsverbindungen auf das neue Konto umstellen. Und es gibt noch eine dritte Bedingung: Das angelegte auf dem Tagesgeldkonto darf nicht von Konten und Depots der Deutsche Bank-Gruppe (Postbank, Deutsche Bank, DWS, Norisbank, BHW Bausparkasse) stammen. Wer sich daran hält, erhält bis zum 31. Dezember 2026 den Aktionszins und eine Prämie in Höhe von 120 Euro. Weitere Details bietet der Check des Angebots.

  • Zinssatz Neukunden: 4 Prozent p. a. bis 31. Dezember 2026
  • Basiszinssatz: 0,75 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: quartalsweise
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Deutschland
  • Sonderbedingungen: Eröffnung eines Girokontos erforderlich

>> Angebot der Norisbank* hier checken

Hohe variable Tagesgeld-Zinsen sind eine Alternative

Scalable Capital

Beim Neo-Broker Scalable Capital gibt es aktuell 2,5 Prozent Zinsen.© Leonie Asendorpf/dpa | Leonie Asendorpf

Einige Banken bezahlen statt besonderen Aktionszinsen für Neukunden einen hohen variablen Zinssatz, der auch bei Bestandskunden greift. Bei den besten Angeboten liegt dieser circa auf Niveau des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB). Zeitweise bieten einige Anbieter auch mal mehr. Allerdings gilt auch hier: das Kleingedruckte lesen.

Scalable Capital: 2,5 Prozent Zinsen beim Neo-Broker

Der deutsche Neo-Broker liegt mit einem variablen Zinssatz von 2,5 Prozent einen halben Prozentpunkt über dem aktuellen EZB-Leitzins. Wichtig zu wissen: Im kostenlosen Modell Free Broker behält sich Scalable Capital vor, das Ersparte anteilig in einen Geldmarktfonds zu investieren. Das lässt sich nur durch die Buchung der Trading-Flatrate Prime+ für 4,99 Euro monatlich verhindern. Den Unterschied zum klassischen Tagesgeldkonto erklärt der Artikel „Tagesgeld oder Geldmarkt-ETF?“.

  • Variabler Zinssatz: 2,5 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde und Partnerbank, Geldmarktfonds Teil des Sondervermögens

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Trade Republic: 2,25 Prozent Zinsen aufs nicht investierte Guthaben

Der Berliner Broker verspricht, den EZB-Leitzins vollumfänglich an seine Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Entsprechend bezahlt Trade Republic aktuell 2 Prozent p. a. auf das Girokonto, das gleichzeitig das Verrechnungskonto fürs Depot ist. Wie Scalable Capital greift auch Trade Republic auf Geldmarktfonds zurück. Die Verteilung des Guthabens können Sparende in der App zwar einsehen, aber nicht beeinflussen. Mehr zum Zins-Angebot von Trade Republic lesen Sie in einem separaten Artikel.

  • Variabler Zinssatz: 2,25 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde und Partnerbank, Geldmarktfonds Teil des Sondervermögens

>> Aktion von Trade Republic* hier checken

Etoro: 3,55 Prozent Tagesgeld-Zinsen mit einigen Besonderheiten

Aktuell bietet der Neo-Broker Etoro die höchsten variablen Zinsen: Auf dem Verrechnungskonto gibt es 3,55 Prozent p. a. – deutlich mehr als bei Trade Republic und Scalable Capital. Dabei gilt es jedoch einen wichtigen Punkt zu beachten: Das Konto ist in US-Dollar geführt. Euro-Einzahlungen werden gegen eine Gebühr von 1,5 Prozent in US-Dollar gewechselt und erst dann verzinst.

Neben den Gebühren entstehen auch Wechselkursrisiken. In der Praxis heißt das: Steigt der Euro gegenüber dem US-Dollar, kann der Auszahlungsbetrag trotz hoher Zinsen geringer ausfallen als zum Zeitpunkt der Einzahlung. Umgekehrt ist auch ein positiver Effekt möglich. Für die Rücküberweisung fällt zudem eine feste Gebühr von 5 US-Dollar an.

  • Variabler Zinssatz: 3,55 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 20.000 Euro über den Investor Compensation Fund (ICF), bei Einzahlungen bei Partnerbanken bis zu 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung des jeweiligen Landes

>> Mehr zu der Aktion bei Etoro* erfahren

Tagesgeld: Weitere Angebote im Vergleich

Neben den genannten Angeboten gibt es noch viele weitere Tagesgeld-Aktionen bei anderen Banken. Weitere Details liefert der Tagesgeld-Vergleich. Im Rechner unten lassen sich die besten Angebote für die jeweils geplante Anlagedauer herausfiltern.

Tagesgeld-Angebote: Effektiver Jahreszins hilft bei der Auswahl

Wer ein Tagesgeldkonto mit sechs- statt dreimonatigem Garantiezins wählt, muss theoretisch nur zweimal statt viermal pro Jahr sein Erspartes umziehen. Der Aufwand für die eigene Finanzverwaltung reduziert sich also erheblich. Und das ist nicht der einzige Vorteil: Bei einer Anlagedauer von einem Jahr kann ein Tagesgeldkonto mit langer Zinsgarantie sogar ertragsstärker sein. Das zeigt der effektive Jahreszins, der aus Standard- und Aktionszins einen Durchschnitt für zwölf Monate bildet.

Einige Rechenbeispiele: Die ING* bietet beispielsweise aktuell einen Aktionszins von 3,2 Prozent p. a. für vier Monate, anschließend greift der variable Standardzins von 0,75 Prozent. Der effektive Jahreszins beträgt somit 1,57 Prozent. Bei der VW Bank bekommen Sparende hingegen 3,1 Prozent p. a. fürs erste halbe Jahr und ein Prozent für die restlichen sechs Monate. Das ergibt einen effektiven Jahreszins von 2,05 Prozent.

Die ING-DiBa AG ist eine Direktbank und ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, die international tätig ist.

Das Tagesgeld-Angebot der ING bietet nur ger inge variable Zinsen, das rächt sich auf Jahressicht.© picture alliance / Hauke-Christian Dittrich | Hauke-Christian Dittrich

Bei der BBVA sind sogar rund 3,16 Prozent möglich, weil der bestmögliche Anschlusszins nach einem halben Jahr mit bis zu 2,75 Prozent sehr hoch ausfällt. Um den zu erhalten, müssen Kundinnen und Kunden aber entweder einen monatlichen Geldeingang von 900 Euro oder Umsätze von 1500 Euro über die Debitkarte der Bank erreichen. Ansonsten gewährt die BBVA 2,25 Prozent, was einen immer noch hohen effektiven Jahreszins von rund 2,86 Prozent bedeutet. Ebenfalls stark ist der Wert bei der Bank Of Scotland mit 3,0 Prozent – wenn der Leitzins bei mindestens 1,25 Prozent bleibt. Für die Angebote der Postbank und der 1822direkt liegt der effektive Jahreszins bei 1,98 beziehungsweise 1,7 Prozent.

Die beiden Broker mit ihren variablen Zinssätzen können da durchaus mithalten. Falls der Leitzins bei 2,25 Prozent bleibt und Trade Republic ihn wie versprochen weitergibt, stünde der effektive Jahreszins bei 2,25 Prozent. Bei Scalable Capital wären es mit den aktuellen Konditionen sogar 2,5 Prozent. Eine mögliche Wiederanlage im Anlagezeitraum ausgezahlter Zinsen ist in den Werten nicht berücksichtigt, hat bei kurzen Anlagezeiträumen aber auch keinen entscheidenden Einfluss. Weitere Angebote, die sich für langfristig orientierte Sparerinnen und Sparer lohnen, finden Sie im Artikel „Tagesgeld für ein Jahr: Wo Sparer jetzt die besten Zinsen bekommen“.

Tagesgeld mit deutscher Einlagensicherung kann Vorteile haben

Neben dem Zinssatz und der Zinsgarantie sollten Sparende auch auf die Einlagensicherung schauen. Banken im EU-Raum müssen Mitglied eines Sicherungsfonds sein, der im Insolvenzfall bis zu 100.000 Euro je Bankkunde ersetzt. Trotz dieser europaweiten Regelung sind die Sicherungssysteme aber national organisiert. Wer Wert auf eine besonders hohe Sicherheit legt, kann ein Tagesgeld-Angebot mit deutscher Einlagensicherung wählen. Aufgrund der sehr hohen Bonität Deutschlands (AAA) ist die Chance größer als in finanziell schwächeren Ländern, dass der Staat hilft, wenn der Sicherungsfonds an seine Grenzen stößt.

Unter den oben genannten Angeboten sind die Norisbank, Postbank, 1822direkt und VW Bank Mitglieder des deutschen Schutzschirms. Bei Scalable Capital und Trade Republic kommt es hingegen darauf an, bei welcher Partnerbank die Broker die Einlagen parken. Darauf haben Kundinnen und Kunden keinen Einfluss. Außerdem kann das Geld hier auch in einem Geldmarktfonds landen, für den ganz andere Regeln gelten. Mehr dazu im Artikel „Tagesgeld oder Geldmarkt-ETF?“.

Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso können Kredite eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Verbraucher sollten ihre finanzielle Situation sorgfältig prüfen und alle Kosten gründlich durchrechnen. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten und ersetzen keine fachliche Beratung.

Fazit: Bei Tagesgeld-Angeboten kann sich eine lange Zinsgarantie lohnen

Wer bereit ist, alle drei Monaten mit seinem Ersparten von einer Bank zu nächsten zu pilgern, kann sich bei der Zinsjagd stets auf die höchsten Aktionszinsen stürzen. Alle anderen Sparerinnen und Sparer sollten auch nach der Zinsgarantie schauen. Mit den richtigen Angeboten sind deutlich weniger Kontenwechsel nötig, ohne auf viel Rendite zu verzichten. Auf Jahressicht bieten einige Langzeit-Deals sogar höhere Erträge als so manches Angebot mit sehr hohen Aktionszinsen.

Eine weitere Alternative sind Tagesgeldkonten mit einem hohen variablen Zinssatz. So lange Sparerinnen und Sparer mit diesem zufrieden sind, ist kein Wechsel nötig. Und beim effektiven Jahreszins können die Angebote sogar mithalten. Hier müssen Kundinnen und Kunden allerdings den Zinssatz ihres Anbieters im Blick behalten. Insbesondere nach Leitzinssenkungen der EZB können sich die Konditionen schnell verschlechtern.