Tank-Tipps bei steigenden Spritpreisen: Wie reagieren Autofahrer auf Mehrbelastung?

Stand: 29.08.2026, 07:00 Uhr

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Umfrage Spritpreise Aral-Tankstelle Sauerlach

Beim Sprit gibt’s nur eine Richtung: nach oben. Das Foto zeigt die Preise an der Aral-Tankstelle in Sauerlach am 24. August. © Volker Camehn

Nach Ende des Tankrabatts kosten Benzin und Diesel im Landkreis wieder deutlich mehr. Eine Sauerlacherin hat eine ungewöhnliche Strategie entwickelt, um die Mehrbelastung zu verkraften.

Landkreis – Tanken kostet derzeit so richtig viel Geld: Die Preise für Benzin und Diesel sind nach Beendigung des zweimonatigen Tankrabatts am 30. Juni wieder kräftig gestiegen und steigen wohl erstmal weiter. In Sauerlach etwa kostete der Liter Diesel am Montag, 24. August, 2,24 Euro, Super E10 2,09 Euro und Super 2,15 Euro. Was also tun? Wir haben uns umgehört, wie Autofahrer mit der Mehrbelastung umgehen und welche Maßnahmen sie ergreifen, um Sprit und damit Kosten zu sparen.

Im Energiesparmodus

Jochen Kahl, Höhenkirchen-Siegertsbrunn: „Ich fahre günstige Tankstellen an und nutze Zeiten, in denen die Kraftstoffpreise verhältnismäßig niedrig sind. Ich lasse mein Auto im Energiesparmodus laufen, das senkt den Verbrauch spürbar. Vorteilhaft ist es auch, zum Beispiel Freunde zu Ausflügen mitzunehmen, damit das Auto sinnvoll ausgelastet wird. Den ÖPNV nutze ich eher selten, da ich häufig Termine habe, bei denen ich spontan mobil sein muss.“

Mehr Radfahren

Ursula Schall, Sauerlach: „Ich versuche schon, weniger zu fahren. Hier in Sauerlach bin ich sowieso mehr mit dem Radl unterwegs. Aber ich fahre eh nie Vollgas und ein Tempolimit würde mir auch nichts ausmachen. Abgesehen davon: Richtig schnell kann man ja nirgends mehr fahren, schon wegen der vielen Baustellen.“

Der richtige Zeitpunkt

Heidi Fröhlich, Arget: „Mein Polo ist eh sparsam, und ich war nie eine Raserin. Ich fahre eher defensiv, da hält sich der Spritverbrauch in Grenzen. Mittlerweile habe ich auch mehr Zeit, weil ich im Ruhestand bin. Ich fahre mehr E-Bike und muss so weniger tanken. Ich wundere mich aber, dass die Preise an den Tankstellen so unterschiedlich hoch sind. Grundsätzlich versuche ich immer, einen günstigen Zeitpunkt fürs Tanken zu erwischen, zum Beispiel am Donnerstagnachmittag.“

Die Firma zahlt‘s

Fabian Wagner, Holzkirchen: „Ich fahre ein Firmenauto, das ich auch privat nutzen darf – ich zahle nichts fürs Benzin, die höheren Preise belasten mich also nicht. Privat besitze ich auch einen Wagen, den fährt aber überwiegend meine Frau. Die Strecken, die sie zurücklegt, sind allerdings überschaubar. Was mir jedoch auffällt: Ich bin viel im Großraum München unterwegs und ich habe den Eindruck, dass nicht weniger Auto gefahren wird – eher mehr.“

Maximal für 50 Euro

Birgit Baumhammel, Sauerlach: „Im Ernst: Ich tanke nur noch für maximal 50 Euro, dann belastet das meinen Geldbeutel nicht sofort so sehr. Zudem versuche ich, da zu tanken, wo es günstig ist, und ich fahre maximal 120 Stundenkilometer. Und ich plane meine Strecken inzwischen bewusster, versuche also, verschiedene Termine auf einer Route zusammenzulegen. Das war mir früher nicht so wichtig. Mit dem Zug fahre ich eher selten, weil ich meistens jede Menge Materialien für meine Malerei mitnehme.“

Spartipps fürs Autofahren

Rechtzeitig hochschalten und bei niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten, rät der ADAC. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe gibt es hierfür den Eco-Modus. Wichtig: „Häufiges Beschleunigen und Bremsen kostet Energie und damit Sprit.“

Vorausschauend fahren, an einer roten Ampel nicht abrupt bremsen, sondern frühzeitig vom Gas gehen.

Kurze Strecken vermeiden: Ein kalter Motor verbraucht am meisten Sprit. Kein Warmlaufenlassen des Motors im Stand: Das ist verboten, kostet Energie und schädigt den Motor, so der ADAC.

Im Leerlauf Motor aus – zumindest wenn die Wartezeit länger als 20 Sekunden dauert (etwa an Bahnübergängen).

Gewicht reduzieren: Alles, was im Auto mitgeführt wird, kostet Kraftstoff. Und: „Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger erhöhen den Verbrauch signifikant“, warnt der Autoclub.

Luftdruck kontrollieren: Zu wenig Luft in den Reifen kostet Sprit und damit Geld.