Tarifstreit: Warnstreik bei Saarbahn für Samstag abgesagt – GDL hält Aufruf für Sonntag aufrecht
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Tarifstreit Warnstreik bei Saarbahn für Samstag abgesagt – GDL hält Aufruf für Sonntag aufrecht
Update | Saarbrücken · Die Warnstreik-Welle mit kurzfristigen Aufrufen der Lokführer-Gewerkschaft GDL geht weiter. Doch nach Angaben der Saarbahn-Geschäftsleitung soll am Samstag kein Ausstand sein. Was das für den Fahrplan bedeutet.
15.08.2026 , 08:10 Uhr
Tarifstreit bei der Saarbahn zwischen Arbeitgebern und GDL: Warnstreik droht weiterhin. (Archivaufnahme)
Foto: BeckerBredel
Update von Samstag, 15. August 7.15 Uhr: Der Warnstreik bei der Saarbahn ist für Samstag, 15. August, zuerst einmal ausgesetzt. Das teilt ein Sprecher des kommunalen Verkehrsbetriebs in Saarbrücken mit. Demnach habe die Arbeitnehmerseite ihren Aufruf in der Nacht zurückgenommen. Allerdings halte sich die Gewerkschaft offen, die 80 Lokführer am Sonntag zum Ausstand aufzurufen. Diese Ankündigung bleibe bis auf Weiteres aufrecht. Eine genaue Zeit stehe noch aus. Das sagt Bezirksvorsitzender Nico Rebenack auf SZ-Anfrage.
Der Fahrplan bei der Saarbahn am Samstag
Für den Fahrplan am Samstag bedeutet dies, dass die Saarbahn zwischen Lebach und Saargemünd nach gewohntem Fahrplan unterwegs sein soll, heißt es von der Unternehmensleitung. Gleichzeitig sollen die Ersatzbusse fahren, die seit einigen Tagen schon im Einsatz sind. GDL und Arbeitgeber streiten seit Wochen über einen neuen Tarifvertrag für die Lokführer. Dabei ist bislang keine Einigung in Sicht. Es kommt daher immer wieder zu kurzfristigen Ausfällen.
Update von Freitag, 14. August, 14.59 Uhr: Nach dem angekündigten Streik-Ende durch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will die Saarbahn GmbH in Saarbrücken am Freitag, 14. August, um 18 Uhr zum Normalbetrieb zurückkehren. Das teilt dessen Sprecherin Sabine Ramge-Wein der SZ mit. Bis dahin bleibe es beim Notfall-Plan mit Ersatzbussen und gekürztem Schienenverkehr zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd. Danach werde auch Lebach wieder angefahren. Die GDL teilte zuvor mit, dass der am Freitagmorgen begonnene 14. Ausstand um 15.30 Uhr beendet werde.
GDL kündigt weitere Streiks am Wochenende bei der Saarbahn an
Update von Freitag, 14. August, 14.48 Uhr: Der am Freitagmorgen, 14. August, ausgerufene Warnstreik bei der Saarbahn soll gegen 15.30 Uhr beendet werden. Das teilt Bezirksvorsitzender Nico Rebenack der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf SZ-Anfrage mit. Ungeachtet dessen sollen am Wochenende die 80 Lokführer des kommunalen Verkehrsbetriebs in Saarbrücken erneut zum Ausstand aufgerufen werden. Die genauen Zeiten gibt die Gewerkschaft erst kurzfristig bekannt.
Update von Freitag, 14. August, 12.15 Uhr: Streik bei der Saarbahn auch am Wochenende möglich: Das hat Bezirksvorsitzender Nico Rebenack der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf SZ-Anfrage bestätigt. Allerdings habe die Arbeitnehmerseite der Geschäftsführung des kommunalen Verkehrsbetriebs in Saarbrücken noch keinen genauen Zeitpunkt genannt.
Ersatzverkehr bei der Saarbahn zum Warnstreik
Schon am Freitag, 14. August, rief die GDL die 80 Lokführer zum Ausstand auf. Es war die 14. zumeist kurzfristige Streikankündigung. Das Unternehmen reagiert darauf wie zuletzt auch mit Ersatzbussen und eingeschränktem Linienverkehr der Saarbahn auf der Schiene. Ein Ende der Arbeitsniederlegung ist noch nicht bekannt.
Update von Freitag, 14. August, 9.15 Uhr: Nach der Streik-Ankündigung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Saarbahn-Leitung in Saarbrücken reagiert. Die Arbeitnehmer-Seite ruft an diesem Freitag, 14. August, ab 11 Uhr zum Ausstand auf. Das Ende ist noch nicht bekannt.
Notfall-Fahrplan der Saarbahn beim Warnstreik
Die Saarbahn verkehre bereits seit dem Morgen nach dem Notfall-Fahrplan. Das bedeutet: Züge sind nur zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd unterwegs. Lebach wird nicht erreicht. Dieses Konzept soll gegen 16.30 Uhr enden, teilt ein Unternehmenssprecher mit. Je nach Streik-Ende soll danach nach Möglichkeit die Bahn wieder regulär unterwegs sein. Nach Angaben des kommunalen Verkehrsbetriebs sollen auch Samstag und Sonntag die 80 Lokführer streiken.
Erstmeldung von Freitag, 14. August, 8.25 Uhr: Neuer Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken: Zum 14. Mal ruft die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zum Ausstand auf. Demnach sollen die Züge an diesem Freitag, 14. August, ab 11 Uhr stillstehen.
GDL ruft zu weiterem Warnstreik bei der Saarbahn auf
Die Gewerkschaft sehe sich dazu gezwungen, den Arbeitskampf fortzusetzen, teilt GDL-Bezirksvorsitzender Nico Rebenack mit. Dabei spricht er von „anhaltender Verweigerungshaltung des Arbeitgebers“. Es werde deswegen weitere kürzere Streikintervalle geben. Auch noch kurzfristigere Ankündigungen könnten möglich sein. Wann der aktuelle Arbeitskampf beendet werden soll, lässt Rebenack offen.
Zuletzt hielt der kommunale Verkehrsbetrieb mit Notfahrplänen dagegen. Ersatzbusse entlang der betroffenen Saarbahn-Linie zwischen Lebach und Saargemünd sollten Verbindungen sicherstellen. Auch einzelne Züge waren unterwegs. Diese allerdings verkehrten nur verkürzt zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd.
Arbeitgeber sehen Lokführer-Gewerkschaft nicht mehr als Tarifpartner an
Die Saarbahn-Geschäftsführung und der Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) lehnen einen eigenständigen Tarifvertrag für die 80 Lokführer ab. Gleichzeitig ließ die Arbeitgeberseite unmissverständlich erkennen, dass sie an der Tarifpartnerschaft mit der GDL nicht länger festhalten wollen. Sie streben eine Übernahme des mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) vereinbarten Abkommens für das Gesamtunternehmen an.
Dies lehnt die GDL von Grund auf ab. Gleichzeitig verweist Rebenack auf die geringe Zustimmung der Verdi-Mitglieder für diesen Tarifabschluss. Dieser habe bei gerade mal 45 Prozent gelegen. Außerdem gebe es ähnliche Abschlüsse mit der GDL, wie für Saarbrücken gefordert, schon bei anderen kommunalen Verkehrsbetrieben in Deutschland. Saarbahn-Leitung und KAV lehnten dies bislang aber als nicht finanzierbar ab. (nfo)
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