Es geht los: Der Teilabriss der Bonner Nordbrücke wird vorbereitet

Bevor der eigentliche Abriss der linksrheinischen Vorlandbrücke starten kann, laufen ab heute die Vorbereitungen. Auf dem 660 Meter langen Brückenteil werden die Lärmschutzwände und die Schutzeinrichtungen abgebaut und Asphalt entfernt. Außerdem wird die Baustelle mit Absperrungen und Containern eingerichtet, so die Autobahn GmbH.

Bagger starten im August

Während der Arbeiten sollen Zu- und Abfahrt zur A565 grundsätzlich offen bleiben, gegebenenfalls kann es aber zu kurzzeitigen Sperrungen kommen, so die Autobahn GmbH. Die Römerstraße bleibt weiterhin gesperrt. Und auch die Graurheindorfer Straße soll für ein langes Wochenende gesperrt werden. Das würde die Straßenbahn und Pkw betreffen. Ein Datum dafür steht aber noch nicht fest.

Schnelle Infos für Anwohner

Die Autobahn GmbH möchte die Öffentlichkeit und vor allem die Anwohnenden besser über die nächsten Arbeiten an der Nordbrücke informieren. Deshalb werden jetzt Flyer in die Briefkästen der direkten Anwohner geworfen. Zusätzlich gibt es eine Mailadresse für Bürgeranliegen: [email protected]

Lärm, Staub, Schäden

Der Abriss der Vorlandbrücke wird dreckig und laut. Die Autobahn GmbH möchte das aber möglichst gering halten, weshalb nur tagsüber gearbeitet wird.

Durch die Abrissarbeiten könnte es auch zu Erschütterungen kommen. Um nach dem Abriss auf mögliche Schadenersatzforderungen vorbereitet zu sein, sollen Gutachter deshalb jetzt umliegende Häuser neben der Brücke untersuchen.

Neubau soll in zwei Jahren fertig sein

Sobald die aktuelle Vorlandbrücke abgerissen ist, soll umgehend der Ersatz gebaut werden. Die Autobahn GmbH rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2027. In zwei Jahren soll die neue linksseitige Vorlandbrücke fertig sein.

Lösung für Radfahrer und Fußgänger noch im Sommer

Nordbrücke seit Anfang Juni voll gesperrt

Seit dem 3. Juni ist die Nordbrücke voll gesperrt. Prüfungen hatten strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Schäden keinen Verkehr mehr auf der Brücke zulassen. Am 19. Juni fiel deshalb die Entscheidung, die linksrheinische Vorlandbrücke abzureißen.