Tennis: Tschechin Linda Noskova gewinnt Finale von Wimbledon

Linda Noskova hat gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Die 21-Jährige ist die dritte tschechische Wimbledon-Siegerin seit 2023.

Quelle: DIE ZEIT, SID,

mmh

  1. Juli 2026, 19:56 Uhr

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Linda Noskova setzte die Erfolgsstory ihres Landes im All England Club fort. © Matthew Stockman/​Getty Images

Die tschechische Tennisspielerin Linda Noskova hat das Finale von Wimbledon gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert. Die 21-Jährige gewann gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova in einem dramatischen Match 6:2, 5:7, 6:3. Seit der Einführung des Profitennis 1968 war es das erste Endspiel bei einem der vier großen Turniere, bei dem sich zwei tschechische Spielerinnen gegenübergestanden.

Noskova setzte damit die Erfolgsstory ihres Landes im All England Club fort. Seit 2023 ist sie die dritte Tschechin, die das bedeutendste Tennisturnier des Jahres gewann. Vor drei Jahren hatte Marketa Vondrousova triumphiert, zwölf Monate später jubelte dann Barbora Krejcikova. In Wimbledon folgt Noskova nun auf die Polin Iga Swiatek, die sich 2025 ihren ersten Titel im Londoner Südwesten gesichert hatte. Mit ihrem ersten Major-Triumph darf sich Noskova nun über ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro freuen. In der Weltrangliste steht sie am Montag auf Platz sieben.

Muchova verpasste derweil in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale erneut den großen Erfolg. 2023 hatte sie das Endspiel bei den French Open verloren. Die 29-Jährige, die sich in den Wochen vor Wimbledon in Bad Homburg durchgesetzt hatte, erhielt ein Preisgeld von rund 2,11 Millionen Euro und klettert im Ranking von Platz neun auf Rang sechs.

Partie dreht sich kurzzeitig im zweiten Satz

In einer zunächst einseitigen Partie machte Noskova von Beginn an Druck, nach einem ersten Break lag sie schnell 3:1 vorne. Nach nur 31 Minuten ließ sie ein zweites folgen und schnappte sich den ersten Durchgang. In Satz zwei führte Noskova bereits mit 5:2 – vergab dann aber fünf Matchbälle und gab den Durchgang noch ab. Erst in Satz drei fand sie wieder zu ihrem Spiel.

Am Sonntag steht Alexander Zverev fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open in seinem ersten Wimbledonfinale. Für seinen zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander muss er gegen den italienischen Tennisprofi Jannik Sinner gewinnen. Gegen jenen hatte Zverev die letzten neun Spiele alle verloren. Zverev wäre der erste männliche Sieger aus Deutschland seit Michael Stich 1991.