Tennisprofi Nick Kyrgios wegen Kokain gesperrt – er attackierte noch Sinner für Doping-Test

Stand: 20.08.2026, 13:38 Uhr

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Der Tennis-Star Nick Kyrgios wurde nach einer positiver Probe suspendiert.

Der Tennis-Star Nick Kyrgios wurde nach einer positiven Dopingprobe suspendiert. © picture alliance/dpa | Marijan Murat

Der australische Tennisstar Nick Kyrgios wurde nach einem positiven Dopingtest beim ATP-Turnier auf Mallorca vorläufig suspendiert. Im Blut des 31-Jährigen wurde ein Kokain-Metabolit nachgewiesen.

Palma – Die Tenniswelt wird von einem weiteren großen Skandal erschüttert: Der australische Tennisspieler Nick Kyrgios wurde von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) mit sofortiger Wirkung vorläufig suspendiert. Grund dafür ist ein positiver Dopingtest beim ATP-250-Turnier auf Mallorca am 22. Juni, wie France 24 berichtete. Die Sperre trat am 4. August in Kraft.

Ein von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditiertes Labor bestätigte am 17. Juli 2026 das Vorhandensein von Benzoylecgonin, einem Abbauprodukt von Kokain, berichtet Leggo online. Kyrgios reagierte mit einer öffentlichen Entschuldigung und übernahm die volle Verantwortung für den Vorfall, berichtet mako. Er sprach von der enormen körperlichen und mentalen Belastung durch seine Verletzungen der letzten Jahre und kündigte an, sich einen Monat lang von den sozialen Medien zurückzuziehen, um an seinem Comeback zu arbeiten.

Heftige Kritik und alte Tweets holen Kyrgios ein

Die Reaktionen auf die Nachricht waren in der Tenniswelt äußerst heftig. Dies liegt unter anderem an Kyrgios' eigener Vergangenheit: Der Australier hatte sich in den letzten Jahren wiederholt öffentlich über seine gesperrten Kollegen geäußert und betont, dass er selbst ein „sauberer“ Athlet sei, berichtet mako.

Der portugiesische Tennisjournalist José Morgado merkte an, dass viele von Kyrgios' früheren Aussagen angesichts seiner aktuellen Sperre überholt seien. Der Australier steht besonders in der Kritik, weil er vor zwei Jahren den italienischen Tennisstar Jannik Sinner im Zuge dessen Dopingaffäre scharf kritisierte, berichtet Leggo online. Sinner selbst hat sich zu dem Vorfall noch nicht geäußert.

Mögliche Strafmilderung bei Verwendung außerhalb des Wettkampfs

Die ITIA stellte fest, dass es sich bei der gefundenen Substanz um ein Stimulans handelt, das auf der Dopingliste der WADA steht, berichtet Leggo online. Sollte sich herausstellen, dass die Substanz außerhalb des Wettkampfs verwendet wurde, könnten mildere Strafen verhängt werden.

Für den Wimbledon-Finalisten von 2022, dessen Karriere bereits von Verletzungen und Kontroversen auf dem Platz überschattet wurde, stellt die Sperre einen weiteren schweren Rückschlag dar, berichtet France 24.