Tesla: Abgelehnter Bewerber verschickt Schweineaugen - Golem.de

Nach einer Jobabsage bei Tesla hat der abgelehnte Bewerber mit Terror gedroht und Schweineaugen verschickt.

Gigafactory Berlin (Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images)

Gigafactory Berlin Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images

Nachdem sich der 41-jährige Mann aus Tuttlingen im Jahr 2022 mehrfach bei Tesla beworben und eine Absage erhalten hatte, schrieb er dem Autobauer und fälschte dabei die Unterschrift von Elon Musk(öffnet im neuen Fenster).

Daraufhin eskalierte die Situation. Der Mann begann, bei der Polizei wiederholt Terror- und Bombenanschläge auf Tesla-Standorte anzudrohen. Eine dieser Drohungen fiel in den Zeitraum, in dem der damalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide besuchte. Der Minister musste kurzfristig in Sicherheit gebracht werden.

Außerdem verschickte der Mann Pakete mit Schweineaugen, die teilweise bereits verwest waren. Die Empfänger waren Tesla-Mitarbeiter in höheren Positionen, verschiedene Niederlassungen des Unternehmens sowie weitere Adressaten.

Angeklagter kam nicht zur Verhandlung

Zur Hauptverhandlung im Juli 2026 erschien der Angeklagte offenbar nicht, nur sein Anwalt war anwesend. Das Amtsgericht Tuttlingen erließ daraufhin einen Strafbefehl mit 260 Tagessätzen zu je 50 Euro, was insgesamt 13.000 Euro ergab. Der Mann legte Einspruch ein, was eine erneute Verhandlung zur Folge hatte. Bei diesem Termin fehlte er wieder unentschuldigt. Das Gericht verwarf den Einspruch daraufhin. Der Strafbefehl dürfte damit rechtskräftig werden.

Das Tesla-Werk in Grünheide, in dem Fahrzeuge vom Typ Model Y produziert werden, war in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Protesten und Angriffen. Allerdings ist der vorliegende Fall eher als Einzeltat eines enttäuschten Bewerbers einzuordnen und nicht im Kontext der größeren Protestbewegungen gegen die Fabrik zu sehen.