The Blood of Dawnwalker: „Der perfekte Weg zum Scheitern“ – diese Denkweise will das Studio vermeiden

Wenige Wochen vor der Veröffentlichung von „The Blood of Dawnwalker“ sprachen die Entwickler von Rebel Wolves über ihre Erwartungshaltung. Dabei erklärte Game Director Konrad Tomaszkiewicz, warum sich Studios, denen es ausschließlich um möglichst hohe Verkaufszahlen geht, selbst schaden.

The Blood of Dawnwalker: Männlicher Charakter mit leuchtenden Augen, einer Krallenhand und Schwert. Blutige Male auf dem Arm, vor feurig-rotem Himmel mit leuchtendem Ring.

Wie die Entwickler von Rebel Wolves kürzlich bekannt gaben, erreichte „The Blood of Dawnwalker“ den Gold-Status und wird somit wie geplant Anfang September erscheinen.

Im Interview mit Radio Times sprach Konrad Tomaszkiewicz, der Co-Gründer von Rebel Wolves und Game Director von „The Blood of Dawnwalker“, über die bevorstehende Veröffentlichung des Rollenspiels und die Erwartungshaltung der Entwickler.

Auch wenn ein Studio natürlich von den Verkaufszahlen seiner Spiele lebt, ging es Rebel Wolves bei den Arbeiten an „The Blood of Dawnwalker“ nicht ausschließlich darum, möglichst viele Exemplare zu verkaufen, wie Tomaszkiewicz betonte.

„Wir wollen unsere Spiele nicht in Millionen verkaufter Exemplare messen“, sagt er. „Ich meine, man braucht natürlich Geld, um den nächsten Teil erstellen zu können. Aber wir wollen uns diese Herausforderungen schaffen, um unsere künstlerischen und kreativen Bedürfnisse zu erfüllen.“

Erfolg wird nicht nur an Verkaufszahlen gemessen

Das eigentliche Ziel des Studios bestand laut dem Game Director darin, eine positive Resonanz unter den Spielern hervorzurufen. „Ich würde es lieber daran messen, was die Fans über das Spiel denken und an der Energie, die entsteht, wenn sie das Spiel mögen. Wenn möglich, vielleicht auch an einigen Auszeichnungen für uns, die für uns als Künstler Erfolge darstellen würden“, fügte Tomaszkiewicz hinzu.

Dass die Verkaufszahlen bei der Entwicklung von „The Blood of Dawnwalker“ eine zweitrangige Rolle spielten, liege unter anderem daran, dass Tomaszkiewicz davon überzeugt ist, dass gute Verkaufszahlen automatisch folgen, wenn ein Studio ein hochwertiges oder innovatives Spiel veröffentlicht.



Gleichzeitig warnte er andere Studios und Entwickler davor, ihre Spiele von Anfang an so zu konzipieren, dass sie auf möglichst hohe Verkaufszahlen abzielen. Dadurch verlieren Spiele nicht nur ihren Charakter, sondern eine solche Vorgehensweise sei zudem der perfekte Weg zum Scheitern, wie der Game Director meint.

„Wenn du während der Entwicklung des Spiels über Verkaufszahlen nachdenkst und versuchst, das Spiel so zu machen, dass es zu den Verkaufszahlen passt, wird es von Anfang an scheitern“, sagt er mit Nachdruck.

Rebel Wolves setzt auf spielerische Freiheit

„The Blood of Dawnwalker“ erscheint am 3. September 2026 für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Spielerisch setzt das Team von Rebel Wolves auf ein Rollenspiel, das bewusst andere Wege geht als die Konkurrenz.

Beispielsweise verzichtet „The Blood of Dawnwalker“ auf eine klassische Hauptkampagne und überlässt den Spielern die Wahl, welchen Missionen und Herausforderungen sie sich stellen möchten.

Wenn die Spieler dies möchten, wäre es sogar möglich, direkt zu Beginn des Abenteuers oder nach ein paar erfolgreich abgeschlossenen Quests den finalen Endboss unmittelbar herauszufordern.



„Du spielst Coen, einen jungen Mann, der sich in einen Dämmerblut verwandelt hat und für immer an der Grenze zwischen der Welt des Tages und dem Reich der Nacht wandelt. Kämpfe für deine Menschlichkeit oder nutze die gefährlichen Kräfte, um deine Familie zu retten. Wie auch immer du dich entscheidest: Ist deine Seele das Leben derer wert, die du liebst“, führen die Entwickler zur Handlung aus.

Neben der 69,99 Euro teuren Standard Edition erscheint das Rollenspiel in der Eclipse Edition. Diese kostet 79,99 Euro und umfasst zusätzliche digitale Extras wie den Soundtrack oder einen Comic zum Spiel.

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