Bayern-Legende legt sich beim Ballon d‘Or fest und übergeht Harry Kane

Thomas Müller kürt seine Ballon-d‘Or-Favoriten und übergeht Harry Kane

Stand: 04.10.2026, 19:06 Uhr

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Wer gewinnt den Ballon d’Or 2026? Thomas Müller hat zwei klare Favoriten, von denen einer beim FC Bayern spielt. Bei seiner Erklärung wählt Müller einen magischen Ansatz.

Vancouver – Thomas Müller hat gesprochen – und er macht gleich zwei Namen stark: Michael Olise und Kylian Mbappe. In seinem Newsletter legt sich der frühere Bayern-Profi auf seine Favoriten für den Ballon d‘Or 2026 fest. „Für mich gibt es zwei Kandidaten, die mich mit ihrer individuellen Performance am meisten begeistert haben, und das sind Michael Olise und sein kongenialer Partner bei der WM Kylian Mbappe“, schreibt Müller.

Thomas Müller

Thomas Müller sieht bei der Frage nach dem Ballon-d‘or-Sieger 2026 Bayern-Star Michael Olise vorne mit dabei. © picture alliance/dpa | Felix Hörhager/Franck Fife

Damit schiebt er, ähnlich wie Max Eberl, einen aktuellen Bayern-Star ganz nach vorne in der Weltfußballer-Debatte. Was Müller an Olise besonders fasziniert: die Distanzschüsse. „Ist zwar nichts Neues, wie er die Dinger von außerhalb des Sechzehners verwandelt, und dennoch immer wieder eine Schau.“ Der 24-Jährige hat in der Saison 2025/26 tatsächlich geliefert: 53 Scorerpunkte in 57 Spielen, dazu sieben WM-Vorlagen – ein neuer Assist-Rekord bei Weltmeisterschaften.

Thomas Müller legt sich für Ballon d’Or 2026 auf zwei Spieler fest

Mbappe zog bei der WM mit. Zehn Tore, vier Vorlagen – und mit 22 WM-Treffern insgesamt ist er neuer Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften. Müller bringt es auf den Punkt: „Im Detail schaffen sie es, mit ihrer Finesse und Power effizient zu sein und das Ganze auch noch ultraleicht aussehen zu lassen. Das ist für mich das Material für einen Weltfußballer. Es braucht einfach einen Schuss Magie“, so Müller, der seinen Vertrag mit den Vancouver Whitecaps erst jüngst verlängerte.

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Doch nicht jeder sieht das so. Die Buchmacher sehen Bayern-Star Harry Kane ganz oben. Der Stürmer traf in der Saison 61-mal in 51 Pflichtspielen, wettbewerbsübergreifend sogar 72-mal, holte mit dem FC Bayern das Double und kassierte den Goldenen Schuh als Europas bester Torjäger. Auch Rodri meldet Ansprüche an: Der Spanier führte sein Land als Kapitän zum WM-Titel und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Und dann ist da noch Toni Kroos – mit einer Außenseitermeinung. Auf Instagram votierte der frühere Nationalspieler für PSG-Star Khvicha Kvaratskhelia. „Kvara wird‘s wahrscheinlich nicht, aber für mich die recht klare Eins!“, schrieb Kroos. Rodri, Messi, Bellingham und Mbappe? Hätten eine „überschaubare Saison“ gespielt oder seien in einer „unbedeutenden Liga“ aktiv, so Kroos.

Kvaratskhelia holte mit PSG die Champions League und die Meisterschaft, traf in der Königsklasse zehnmal und legte siebenmal auf. Sein Problem: Georgien verpasste die WM, er blieb beim Turnier außen vor. Müllers Maßstab bleibt trotzdem der prägnanteste: Rekorde und Tore reichen – aber am Ende braucht es eben auch diesen Schuss Magie. (fpt)