Tierheim Starnberg: Über eine Millionen Euro für neues Katzenhaus

Stand: 03.09.2026, 07:00 Uhr

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Reste des alten Katzenhauses: Das mittlerweile abgerissene Gebäude auf dem Gelände des Starnberger Tierheims stammte aus dem Jahr 1977.

Reste des alten Katzenhauses: Das mittlerweile abgerissene Gebäude auf dem Gelände des Starnberger Tierheims stammte aus dem Jahr 1977. © Tierheim

Das Starnberger Tierheim baut ein neues Katzenhaus für mehr als 50 Katzen. Beim Abriss des alten Gebäudes aus dem Jahr 1977 tauchte asbesthaltiges Material auf.

Starnberg – Nach Jahren der Planung und des Spendensammelns laufen die Arbeiten für das neue Katzenhaus auf dem Gelände des Starnberger Tierheims. Das alte Katzenhaus, eine marode Hütte ohne fließendes Wasser aus dem Jahr 1977, wurde mittlerweile abgerissen. Die Erdarbeiten für das Nachfolgergebäude, in dem mehr als 50 Katzen Platz finden sollen, finden derzeit statt.

Die erste Herausforderung war der stark lehmhaltige und damit instabile Untergrund. Deshalb setzt die beauftragte Baufirma auf eine sogenannte Brunnengründung. Große Betonringe werden eingesetzt, um den Boden zu stabilisieren. Eine Maßnahme, die zusätzliche Kosten verursacht, wie Claudia Bläser, Vorsitzende des Starnberger Tierschutzvereins, gegenüber dem Merkur erklärt. Sie spricht von gut 50.000 Euro Mehrkosten.

Asbest macht Umbau teurer

Nach aktueller Kalkulation – „und wenn beim Bau keine weiteren Herausforderungen auftauchen“ (Bläser) – liegt das Projekt bei 1,05 Millionen Euro. Zu den unvorgesehenen Dingen gehörte die Entwässerung. Dass das Regenwasser des neuen Katzenhauses in einen Teich auf dem Gelände abfließen kann, sei zwar praktisch und relativ günstig. Allein: Die Kapazität des Teiches reicht nicht aus. „Wir müssen einen zweiten bauen, das Loch ist schon gegraben“, berichtet die Vereinsvorsitzende auf Nachfrage. Kosten: 15.000 Euro. Eine weitere Komplikation: Beim Abriss des alten Katzenhauses tauchte asbesthaltiges Material auf, was wiederum die Entsorgung teurer machte.

Spenden und eine Erbschaft finanzieren bisher das Katzenhaus, das im Mai 2027 fertig sein soll. Der Tierschutzverein wartet noch auf eine Antwort der Regierung von Oberbayern zum Förderantrag. Auch die Stadt Starnberg und alle Landkreis-Gemeinden hat das Tierheim um finanzielle Unterstützung gebeten. Eine Zusage für einen kleineren Betrag kam laut Claudia Bläser lediglich aus Weßling. Trotzdem stelle der Verein für 2027 noch mal Anträge bei den Kommunen, sagt Bläser und betont an dieser Stelle: „70 Prozent unserer Katzen sind schließlich Fundtiere – damit sind wir Dienstleister der Gemeinden.“ Letztere sind gesetzlich zuständig für Fundtiere. Sie bezahlen dem Tierheim, das die Aufgabe übernimmt, eine Fundtierpauschale in Höhe von 1,80 Euro pro Einwohner und Jahr.