Tödliche Schlägerei nach Konzert in der Schweiz: 27-jähriger Deutscher stirbt auf Aftershow-Party
Stand: 26.10.2026, 21:04 Uhr
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Nach einem Konzert einer Rockband in der Schweiz wird ein 27-jähriger Deutscher bei einer Schlägerei tödlich verletzt. Die Band meldet sich zu Wort.
Tuggen – Nach einem Konzert der saarländischen Band Krawallbrüder ist ein 27-jähriger Deutscher bei einer Schlägerei gestorben. Die Tat ereignete sich laut Schweizer Medien in Tuggen im Kanton Schwyz. Ein 42-jähriger Schweizer wurde festgenommen. Laut der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz soll der Streit mutmaßlich mit gezeigten Hitlergrüßen zusammenhängen. „Mutmaßlich deshalb, weil mehrere der anwesenden Personen den Hitlergruß gezeigt haben“, so die Staatsanwaltschaft. Die genauen Hintergründe sind noch ungeklärt.
Streit auf der Afterparty
Der Vorfall ereignete sich laut dpa in der Nacht auf den 18. Oktober. Bei einer Afterparty nach dem Auftritt der Band habe es einen Streit zwischen mehreren Personen gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz mit. Der Staatsanwaltschaft zufolge war eine Gruppe von fünf bis zehn Personen beteiligt, so Blick.
Der 27-Jährige starb an schweren Verletzungen; laut 20 Minuten lag er nach dem Schlag regungslos am Boden und starb später im Krankenhaus. Die Schweizer Polizei bestätigte die Schlägerei und die Festnahme des 42‑Jährigen. Untersuchungshaft für den Mann sei demnach beantragt.
Störer schon während des Konzerts
Die Band Krawallbrüder schrieb auf Instagram, während des Konzerts seien vier Besucher aufgefallen, die Kleidung mit der Aufschrift „Blood & Honour Zürich“ trugen. Im Laufe der Show habe es aggressive Handlungen und politische Äußerungen gegeben. Die Security habe die vier Personen aus der Halle verwiesen. Laut 20 Minuten kehrten dieselben Personen aber später in den Konzertsaal zurück. Ob der Verdächtige zu den Störern während des Konzerts gehörte, ist unklar. Nach Berichten der Band ereignete sich die Schlägerei aber erst während der Afterparty, als die Musiker und die Crew nicht mehr vor Ort waren.
Verdächtiger soll „Blood & Honour“ angehört haben
Die Zeitung SonntagsBlick erklärte, der Verdächtige soll langjähriges Mitglied des rechtsextremen Netzwerks „Blood & Honour“ sein. Das Netzwerk ist in Deutschland seit 2000 verboten. Die Staatsanwaltschaft machte dazu keine Angaben und erklärte, der genaue Tatablauf und die Hintergründe der beteiligten Personen seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Auch zur Herkunft des 27-Jährigen wurde nichts mitgeteilt.
Band distanziert sich
Die Krawallbrüder erklärten, sie distanzierten sich nach wie vor von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, neonazistischen Ideologien und jedem Extremismus. Die Störer aus dem rechten Lager seien während des Konzerts „umgehend und fachgerecht entsorgt“ worden, schrieb die Band auf Instagram. „Wir sind in Gedanken bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen“, hieß es. (mit Material der dpa)