Tödlicher Fahrerflucht-Unfall in Kärnten: Lenker ausgeforscht

Bezirk Völkermarkt

Tödlicher Fahrerflucht-Unfall in Kärnten: Lenker ausgeforscht

Der Pensionist gestand, den 20-Jährigen überrollt zu haben. Danach sei er im Schock davongefahren. Unfallfahrzeug war wohl ein Kleintransporter der Freiwilligen Feuerwehr

Klagenfurt – Nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht in Kärnten vor zwei Wochen, bei dem ein 20-jähriger Fußgänger getötet worden war, hat die Polizei einen Verdächtigen ausgeforscht. Der Pensionist gab an, dass der 20-Jährige auf der Straße gelegen sei und er diesen überrollt habe. Danach sei er im Schock davongefahren. Die Ermittlungen der Polizei laufen aber weiter und drehen sich um die Frage, ob noch ein zweites Fahrzeug beteiligt war, hieß es in einer Aussendung.

Zu dem Unfall war es in der Nacht auf 9. August, kurz vor 4.30 Uhr, in Globasnitz (Bezirk Völkermarkt) gekommen. Der 20-jährige Mann aus Bleiburg war nach dem Besuch eines Feuerwehrfestes zu Fuß auf der Bleiburger Straße (B81) unterwegs, als er auf Höhe der Ortschaft Traundorf von einem Fahrzeug tödlich verletzt wurde. Ein Anrainer hörte den Unfall und leistete gemeinsam mit einer nachkommenden Pkw-Lenkerin Erste Hilfe. Der Unfalllenker war schon vor dem Eintreffen der beiden Zeugen von der Unfallstelle geflüchtet. Trotz Reanimationsmaßnahmen durch eine First Responderin und einen Notarzt starb der 20-Jährige noch an der Unfallstelle.

Verdächtiger leugnete zuerst

Bei der Polizei waren seitdem zahlreiche Hinweise auf das mögliche Unfallfahrzeug eingegangen. Im Lauf der Ermittlungen war am (gestrigen) Montag auch ein Mannschaftsfahrzeug einer Freiwilligen Feuerwehr aus dem Bezirk Völkermarkt überprüft worden. Der Kleintransporter war – dem ersten Anschein nach – nicht beschädigt, am Unterboden sicherte die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes aber schließlich Gewebeteile. "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", so die Polizei, handelt es sich dabei um menschliches Gewebe, eine Untersuchung läuft.

Der infrage kommende Lenker, ein Pensionist aus dem Bezirk Völkermarkt, wurde ausgeforscht und einvernommen. Erst leugnete der Mann noch, dann gestand er aber, in der Unfallnacht einen reglosen menschlichen Körper, der mitten auf der Straße gelegen sei, mit dem Fahrzeug überrollt zu haben. Danach sei er "völlig geschockt" weggefahren, etwas später aber zurückgekehrt und habe bei der Absicherung der Unfallstelle geholfen. Hinweise darauf, dass der Lenker alkoholisiert war, lagen vorerst keine vor, hieß es von der Polizei. Weitere Details, wie zum Alter des Verdächtigen, wurden nicht bekanntgegeben.

Damit waren die Ermittlungen aber noch nicht beendet: Gemeinsam mit den zuständigen Sachverständigen soll noch geklärt werden, ob auch noch weitere Fahrzeuge am Unfall beteiligt gewesen sein könnten. Dazu werden Metallteile, die am Unfallort gefunden wurden, eingehend untersucht. Auch eine ausführliche Einvernahme des Pensionisten soll noch stattfinden. (APA, 25.8.2026)

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