Toto Wolff: Q2-Fehler von Kimi Antonelli war "nicht gut"

(Motorsport-Total.com) - Beim Großen Preis von Bahrain in Sepang startet WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli von Position drei. Trotzdem ist der 20-Jährige durch einen kleinen Fehler in Q2 negativ aufgefallen, den auch sein Teamchef Toto Wolff nach der Session kritisiert. "Ja, das war nicht gut", so seine Worte bei Sky Sports F1.

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Kimi Antonelli blieb im Qualifying von Sepang nicht fehlerlos Zoom

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In Q2 gelang Kimi Antonelli eine Zeit von 1:35.075, mit der er sich problemlos für das Q3 hätte qualifizieren können. Allerdings wurde ihm diese Runde aufgrund von Tracklimits gestrichen, da der Mercedes-Pilot die Streckenbegrenzung am Ausgang von Kurve 6 überschritten hatte.

Das Problem? Antonelli musste nochmal auf die Strecke, um sich für Q3 zu qualifizieren, und hatte für das Top-10-Segment nur noch einen Satz frischer Soft-Reifen zur Verfügung.

Folglich konnte Antonelli in Q3 nur eine einzige gezeitete Runde absolvieren. Zwar gelang dem WM-Führenden nur die viertbeste Zeit, doch dank einer Startplatzstrafe für Isack Hadjar wird der Mercedes-Fahrer von Position drei in den Grand Prix gehen.

"In Q2 wirst du schon durchkommen", erklärt Wolff bei Sky Sports F1. "Du verlierst also gerade dann einen Satz [Reifen], wenn es im Qualifying eh schon so eng zugeht und wir im Rückstand sind. Das ist nicht gut."

Dennoch zeigt sich Antonelli nach dem Qualifying alles andere als niedergeschlagen und betont: "Es war viel besser, als ich erwartet hatte. Gerade dann, wenn du nur einen Satz Reifen nutzen kannst, ist das echt nicht einfach."

"Natürlich habe ich bei den Tracklimits einen Fehler gemacht", gesteht Antonelli. "Ich bin mit Untersteuern von der Strecke abgekommen. Und hätte ich ein sauberes Qualifying abgeliefert, dann hätte ich am Ende P2 oder vielleicht P3 holen können."

"Aber", so Antonelli, "P1 war nicht möglich. Max [Verstappen] war für uns heute einfach viel zu schnell."

Mercedes-Probleme in Sepang

Schon am Freitag hatten die Silberpfeile beim Comeback von Sepang zu kämpfen. Dabei ist der W17 mit einem großen Upgrade-Paket nach Malaysia gereist. Und nachdem sich Antonell in FT3 die Bestzeit gesichert hatte, zählte Mercedes weiterhin zu den Favoriten. Stattdessen stehen im Qualifying Platz vier für Antonelli und Platz acht für George Russell zu Buche.

"Diese Strecke ist echt nicht gut für uns", erklärt Antonelli. "Der Asphalt ist so rau und es ist so enorm heiß, dass die Reifen nach zwei Kurven nicht mehr im Arbeitsfenster sind. Du rutschst also nur herum und das macht es für uns wirklich schwer, unser Paket zu verstehen."

Trotz seiner komfortablen WM-Führung ist es nicht der erste Fehler des jungen Mercedes-Piloten in dieser Saison. Neben seinem Crash in FT3 vor dem Grand Prix von Australien hat sich Antonelli im Lauf der Saison einige kleinere Schnitzer geleistet.

Nicht zuletzt beim Überschreiten der Streckenbegrenzung war Antonelli des Öfteren aufgefallen. Seinen persönlichen Tiefpunkt erlebte der WM-Spitzenreiter in Baku, als er, so seine Worte, "wie eine Oma" auf dem Stadtkurs unterwegs war.

Nichtsdestotrotz zeigt sich Antonelli in Sepang optimistisch: "Weißt du, wir haben morgen eine riesige Chance, gute Punkte einzufahren und hoffentlich sogar um den Sieg zu kämpfen. Dafür werde ich mein Bestes geben."

Laut Antonelli ist die Rennpace auf dem Ausweichkurs für den Grand Prix von Bahrain deutlich entscheidender, als mögliche Sorgen im Qualifying. Zudem könnte der hohe Reifenverschleiß die Strategie zum zentralen Faktor werden lassen.

"Bei diesem Rennen werden wir wirklich attackieren, denn der Undercut ist hier unfassbar mächtig", erläutert der WM-Spitzenreiter.

"Wenn sich die Chance bietet, dann sollten wir einen Undercut versuchen, um unsere Chancen zu maximieren. Morgen wird es zwei, vielleicht sogar drei Stopps geben, das wissen wir noch nicht genau. Was wir aber wissen, ist, dass es da draußen brutal heiß werden wird."