HSV-Frauen verzweifeln nach Blitzstart in Stuttgart

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Tränen bei Fehlschützin: HSV-Frauen verzweifeln trotz „unglaublichem Schuss“

Annaleen Boehler war nach der HSV-Niederlage in Stuttgart enttäuscht. Eine Kollegin von ihr weinte sogar.
Witters

Die HSV-Frauen führen früh beim VfB Stuttgart, doch ein verschossener Elfmeter und ein spätes Gegentor sorgen für die erste Niederlage der neuen Bundesliga-Saison.

Bitterer Dämpfer für die HSV-Frauen am 2. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison: Nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg zum Auftakt verlor das Team von Trainer Rodolfo Cardoso am Samstag mit 1:2 beim VfB Stuttgart – trotz früher Führung. Ein Fehlschuss vom Punkt wurde den Hamburgerinnen zum Verhängnis.

Es war ein Blitzstart, den der HSV im Gazi-Stadion auf der Waldau schaffte. Camilla Linberg legte nach gerade einmal zwei Minuten mit der Hacke ab auf Paulina Bartz – und die traf aus rund 16 Metern mit links zum 1:0 in den rechten Winkel (2.). „Was ein unfassbarer Schuss“, urteilte DAZN-Kommentator Simon Sterzer. „Das ist ein Klasse-Tor.“ Eines, das dem HSV zunächst Auftrieb gab.

Bartz bringt den HSV in Führung – Linberg verschießt Elfmeter

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Nach einem Konter über Melina Krüger und Melanie Brunnthaler wurde Nikola Karczewska, die Torschützin aus der Vorwoche, im gegnerischen Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter schoss Linberg allerdings an die Latte (7.). Wenig später scheiterte Brunnthaler nach einer Ecke per Kopfball (9.) an VfB-Keeperin Laura Giuliani, die in diesem Sommer von der AC Mailand gekommen war. Der HSV schaffte es nicht, die Italienerin früh ein zweites Mal zu bezwingen – und das rächte sich.

Stuttgarts Stürmerin Nicole Billa köpfte zunächst freistehend drüber (10.), aber ein weiterer schöner VfB-Spielzug führte zum Ausgleich: Reena Wichmann drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (12.). Hatte der HSV zu Beginn noch viele Räume gefunden und erfolgreich bespielt, ging die Kontrolle anschließend zunehmend verloren. Die Gastgeberinnen hatten nach dem 1:1 immer besseren Zugriff. Maximiliane Rall scheiterte an der stark reagierenden Kinga Szemik im Hamburger Tor (38.), nachdem die auffällige HSV-Flügelspielerin Krüger per Volley-Abschluss zu hoch gezielt hatte (27.).

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Billa trifft zum Stuttgarter Sieg – HSV-Kapitänin Machtens hadert

Die zweite Hälfte war ereignisärmer. Hamburgs Jokerin Carla Morich schoss nach einem Eckball vorbei (74.), auf der gegenüberliegenden Seite musste Szemik zwei VfB-Fernschüsse über die Latte lenken (77./84.). Doch bei einem Standard war die polnische Torhüterin geschlagen: Eine Bogenlampe landete auf dem Kopf von Billa, die zum Stuttgarter Sieg traf (84.).

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Nach dem Abpfiff brach Elfmeter-Fehlschützin Linberg noch auf dem Platz in Tränen aus und musste getröstet werden. Die HSV-Niederlage ging angesichts von drei zu neun Schüssen aufs Tor unter dem Strich in Ordnung – mit einer frühen 2:0-Führung im Rücken wäre sie aber womöglich nicht zustande gekommen. „Sehr bitter, dass wir den Elfmeter nicht reingemacht haben, um direkt mit einem 2:0 ins Spiel zu starten“, haderte Hamburgs eingewechselte Kapitänin Pauline Machtens bei DAZN. „Wir haben phasenweise die Kontrolle über das Spiel verloren und Stuttgart wieder hereinkommen lassen. Das 1:2 ist sehr ärgerlich.“

Ein Punkt aus zwei Spielen – was muss besser werden? „Wir müssen defensiv insgesamt ein wenig kompakter stehen, da sind wir teilweise zu weit auseinander mit unseren Ketten“, meinte Machtens. „Nächste Woche gegen Leipzig muss das auf jeden Fall besser werden.“ RB kommt am kommenden Samstag (12 Uhr) in den Volkspark.