Trockenheit legt explosives Material frei: Platzverbot für Nussensee in Bad Ischl
Salzkammergut
Trockenheit legt explosives Material frei: Platzverbot für Nussensee in Bad Ischl
Im stark ausgetrockneten Nussensee wurden Munition, Zünd- und Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt
Bad Ischl – Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden hat ein Platzverbot für den Nussensee in Bad Ischl erlassen, nachdem Samstagabend ein 35-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden im stark ausgetrockneten See Kriegsrelikte entdeckt hatte. Es handelte sich um Zugzünder aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Entminungsdienst untersuchte das Gebiet. Durch die anhaltende Trockenheit ist der Wasserstand des Nussensees tief abgesunken.
Am Sonntag wurde mit der Räumung des Sees begonnen. Dabei wurden insgesamt rund 200 kg Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial sichergestellt. Außerdem konnten auch zwei Stück 1-Kilo-TNT-Sprengsätze freigelegt und durch den Entminungsdienst gesichert werden. Aufgrund der hohen Gefährdungslage durch die aufgefundenen Kriegsrelikte für Touristen, Badegäste und Anrainer weitete die Bezirkshauptmannschaft das Platzverbot auf den gesamten Uferbereich sowie den angrenzenden Wanderweg rund um den Nussensee aus. Es handelt sich um ein beliebtes Spazier- und Ausflugsgebiet in Bad Ischl. (APA, 27.7.2026)
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