Sommerhitze: Schäden in der Landwirtschaft von fast 60 Millionen Franken.
Trockenheit und Hagel Sommerhitze verursachte schwere Schäden in der Landwirtschaft
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- Die historische Dürre und Hagelschlag im Sommer haben grosse Schäden in der Landwirtschaft verursacht.
- Bis Ende September schätzt der Agrarversicherer Schweizer Hagel die Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen auf 59.2 Millionen Franken.
- Zudem hatte der Hagelschlag Ende August allein im Kanton Zürich 20'000 Meldungen von Schäden an Gebäuden verursacht. Über 100'000 Fahrzeuge wurden schweizweit beschädigt.
Von April bis August herrschten in der Schweiz eine Dürreperiode und mehrere Hitzewellen. Dann kamen Ende August noch heftige Gewitter mit Hagel dazu. Dies wirkte sich auf die landwirtschaftliche Produktion aus. Sommerkulturen wie Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Futterwiesen waren vor allem von der Trockenheit stark betroffen. Auch die Viehzucht litt unter Futtermangel, wie die Schweizerische Hagelversicherungsgesellschaft SH Group (Schweizer Hagel) mitteilte.
Die Hitze und Trockenheit hat den Zuckerrüben auf einem Acker in Satigny GE stark zugesetzt.
KEYSTONE / Salvatore Di Nolfi
Bis zum 21. September verzeichnete die SH Group 5800 Schadenmeldungen an landwirtschaftlichen Kulturen. Die Gesamtsumme der versicherten Schäden dürfte sich auf 59.2 Millionen Franken belaufen. Hagel ist für fast die Hälfte aller Schäden verantwortlich, während die Dürre 45 Prozent ausmacht.
Schwerer Hagelschlag Ende August
Der Schweizerische Versicherungsverbands (SVV) schätzt die privat versicherten Schäden des schweren Hagel- und Sturmereignisses von Ende August auf knapp eine Milliarde Franken. Die teils golfballgrossen Hagelkörner und schwere Sturmböen haben dabei mehr als 100'000 Fahrzeuge beschädigt, was mehr als 80 Prozent der gesamten Schadensumme ausmacht.
Hagelzug vom 28. August
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Am Morgen des 28. August hat eine heftige Gewitterfront mit Hagel vom Jura bis in die Ostschweiz grosse Schäden verursacht. Die Zahl der Schadenmeldungen stieg auf über 20'000. Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) spricht vom grössten Einzelereignis in ihrer Geschichte.
Die Schäden reichen von kleineren Beschädigungen an Fassaden, Fenstern und Storen bis hin zu schwer beschädigten Dächern, Gebäudehüllen und zerstörten Solaranlagen. Die einzelnen Schadensummen bewegen sich mehrheitlich im vierstelligen Bereich, aber einzelne Grossschäden belaufen sich auf über eine Million Franken.
Weitere rund zehn Prozent der geschätzten Schadensumme entfallen auf Elementarschäden, die über den Schweizer Elementarschadenpool gedeckt sind. Diesem gehören die wichtigsten in der Schweiz tätigen Privatversicherer an. Die übrigen Schäden betreffen weitere Versicherungszweige, darunter Betriebsunterbruch- und andere Zusatzversicherungen.
Anpassung der Hagelversicherung
In der Landwirtschaft gilt die Dürre als «systemisches Risiko», was traditionelle Versicherungsmodelle auf die Probe stellt, insbesondere wenn ganze Regionen betroffen sind. Deshalb prüft Hagel Schweiz, wie sie ihre Versicherungsangebote künftig anpassen könnte.
Um diesen Wandel zu unterstützen, hat die SH Group die Initiative «Hageladapt» ins Leben gerufen, die Projekte seiner Versicherten und Partnerorganisationen zur Anpassung an den Klimawandel finanziell fördert. Die Hilfe zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben zu stärken und konzentriert sich auf nachhaltige Bewässerungssysteme sowie Schulungen zur regenerativen Landwirtschaft.
SRF 4 News, 23.9.2026, 21:30 Uhr ; sda/kurn;bils