Trump-Regierung warnt: Kennedy Center könnte abgerissen werden

Stand: 26.08.2026, 20:00 Uhr

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Die US-Regierung warnt: Ohne Sanierung könnte das Kennedy Center abgerissen werden. Vor Gericht streitet Joyce Beatty über Trumps Namen am Kulturzentrum.

Washington – Das Kennedy Center in Washington könnte nach Darstellung der Trump-Regierung ohne eine grundlegende Sanierung so stark verfallen, dass das Gebäude am Ende abgerissen werden müsste. Im Rechtsstreit um den Namen von US-Präsident Donald Trump auf dem traditionsreichen Kulturzentrum verschärft das Justizministerium damit den Ton deutlich.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Offizielle Pläne für einen Abriss des knapp 55 Jahre alten Kennedy Centers gibt es nicht. Regierungsanwälte argumentieren jedoch, das Gebäude könne ohne Trumps Unterstützung finanziell und baulich nicht gerettet werden. Die Warnung geht aus einem vor Gericht eingereichten Schriftsatz hervor, über den mehrere US-Medien am Dienstagabend (25. August) berichteten.

Trump-Regierung warnt: Kennedy Center könnte abgerissen werden

Trumps Regierung warnt: Ohne Sanierung könnte das Kennedy Center abgerissen werden. © © IMAGO / UPI Photo / Symbolbild

Der Zustand des Gebäudes sei so schlecht, dass es ohne die geplante Renovierung weiter verfallen werde und schließlich „abgerissen werden müsste“, heißt es in einem Schriftsatz, den die Regierung am 24. August im laufenden Rechtsstreit eingereicht hat.

Regierung zeichnet drastisches Bild vom Kennedy Center

Darin legen die Regierungsanwälte ihre Argumente gegen den Antrag der demokratischen Abgeordneten Joyce Beatty dar, Trumps Namen vom Kennedy Center fernzuhalten.

Der Kongress hat für die Sanierung 258 Millionen Dollar, umgerechnet rund 222 Millionen Euro, bereitgestellt. Zusätzlich möchte Trump nach Angaben der Regierung mindestens 100 Millionen Dollar an privaten Spenden einwerben. Ohne diese Unterstützung könne das Projekt nicht finanziert werden.

Die Regierung beschreibt das Kennedy Center in der Gerichtsakte als baulich unsicher und finanziell schwer angeschlagen. Es verliere seit Jahren hohe Millionenbeträge. Künftig könnten die jährlichen Verluste demnach auf mehr als 100 Millionen Dollar steigen.

„Ohne die Trump-Regierung und Präsident Trump kann das Center weder baulich noch finanziell überleben“, heißt es in dem Schriftsatz. Würde eine sichtbare Würdigung Trumps verhindert, könnten Spender abspringen und die Sanierung ins Stocken geraten.

Streit um Trumps Namen geht vor Gericht weiter

Hinter dem Konflikt steht die geplante Umbenennung des Gebäudes. Der Verwaltungsrat beschloss am 13. August, Trump erneut auf der Fassade zu nennen. Vorgesehen ist unter anderem der Zusatz „Restored and Renovated by President Donald J. Trump“. Auch das Gelände soll „President Donald J. Trump Plaza“ heißen.

Die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty aus Ohio versucht, diese Änderungen gerichtlich zu stoppen. In einem Schriftsatz vom 20. August bezeichnete sie den Beschluss als „atemberaubenden Akt des Widerstands“ gegen ein früheres Gerichtsurteil.

Ein Bundesrichter hatte bereits entschieden, dass nur der Kongress den Namen des Kennedy Centers ändern könne. Trumps Name musste deshalb im Juni von der Fassade entfernt werden.

Für Donnerstag, den 27. August, wurde nun eine gerichtliche Anhörung angesetzt. Dabei soll geklärt werden, ob Trumps Name dauerhaft von Gebäude und Gelände ferngehalten werden muss. Quellen: U.S. District Court for the District of Columbia, USA Today, CBS News, NBC News, nif/red.