Sieben Republikaner stimmen gegen den Iran-Krieg: Warum Trumps Gegner im Kongress zahlreicher werden

Trump unter Druck: Immer mehr Republikaner wollen den Iran-Krieg beenden

Stand: 18.09.2026, 14:00 Uhr

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US-Präsident Donald Trump (Symbolbild).

US-Präsident Donald Trump (Symbolbild). © Handout White House/Imago

Sieben Republikaner stimmen mit den Demokraten für ein Ende des Iran-Kriegs. Doch die Maßnahme ist nicht bindend – und der Einsatz kostet Milliarden. Eine Analyse.

Washington, D.C. – Das Repräsentantenhaus verabschiedete am Dienstag eine weitgehend symbolische Maßnahme. Sie soll den Krieg gegen Iran beenden. Zugleich ist sie der jüngste parteiübergreifende Versuch, Trumps Befugnisse als Oberbefehlshaber zu beschränken.

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Das Repräsentantenhaus stimmte mit 220 zu 204 Stimmen dafür. Zuvor hatte es in diesem Sommer ähnliche Vorstöße gegeben. Sieben Republikaner unterstützten die Maßnahme gemeinsam mit den Demokraten. Damit stellten sich so viele Abgeordnete aus den Reihen der Republikaner wie nie zuvor öffentlich gegen den Krieg.

Die Abgeordneten Zach Nunn und Mariannette Miller-Meeks aus Iowa sowie Nancy Mace aus South Carolina schlossen sich vier Republikanern an. Diese hatten bereits für frühere Maßnahmen gestimmt: Tom Barrett aus Michigan, Warren Davidson aus Ohio, Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania und Thomas Massie aus Kentucky.

Der Demokrat Seth Moulton aus Massachusetts brachte die Maßnahme ein. Sie weist die Regierung an, „die US-Streitkräfte aus den Feindseligkeiten gegen die Islamische Republik Iran abzuziehen“. Nur Truppen, die amerikanische oder verbündete Stützpunkte im Nahen Osten schützen, sind davon ausgenommen.

Demokraten setzen auf Abstimmungen über Kriegsvollmachten

Die Abstimmung zeigt die Strategie der Demokraten. Seit Monaten erzwingen sie Abstimmungen über Resolutionen zu Kriegsvollmachten. Damit wollen die Demokraten zeigen, dass die Republikaner den unpopulären Konflikt unterstützen. Nach sieben Monaten erschüttert er die globalen Energiemärkte und hat die Präzisionswaffenvorräte des Pentagons aufgebraucht.

Das überparteiliche Congressional Budget Office veröffentlichte am Dienstag einen Bericht. Danach kostete der Krieg bis Juli rund 38 Milliarden Dollar. Je nach Intensität der Kämpfe könnten monatlich weitere 2 bis 3 Milliarden Dollar hinzukommen.

Das Pentagon beantwortete die Informationsanfragen des Congressional Budget Office nicht. Zuvor hatte das Ministerium die Kriegskosten bis Ende September auf 37,5 Milliarden Dollar geschätzt. Diese Summe berücksichtigt jedoch nicht die erheblichen Schäden an US-Stützpunkten in der gesamten Region. Der Iran griff diese Stützpunkte an.

Streit über rechtliche Wirkung

Im Juni verabschiedeten Repräsentantenhaus und Senat eine ähnliche Maßnahme. Darin forderten sie Trump auf, den Krieg gegen Iran zu beenden. Das Weiße Haus erklärte jedoch, die Maßnahme sei rechtlich nicht bindend. Die Parteien streiten darüber, ob die Maßnahme Gesetzeskraft besitzt. Im Juli stimmte das Repräsentantenhaus erneut dafür, Trumps Befugnisse zu beschränken. Eine ähnliche Maßnahme scheiterte jedoch im Senat.

Das U.S. Central Command überwacht die amerikanischen Militäroperationen in der Region. Weiterhin unterhält es im Nahen Osten eine Präsenz von etwa 50.000 Soldaten.

Die Trump-Regierung hatte im Juni mit Teheran eine Waffenruhe vereinbart. Nach deren Zusammenbruch griff das Kommando Iran wiederholt an.

Zum Autor:

Noah Robertson kam 2025 zu The Washington Post und berichtet über die zentralen Ausschüsse des Kongresses für nationale Sicherheit. Zuvor berichtete er über das Pentagon und die amerikanische Politik – von der Waffenkontrolle bis zur Polizeiarbeit.

Dieser Artikel war zuerst am 18. September 2026 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.