Trumps FBI-Chef plant Reise nach Moskau – Bericht vermutet Putins Geheimdienst als Gastgeber

Stand: 21.07.2026, 13:07 Uhr

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FBI-Chef Kash Patel plant laut einem Medienbericht eine Reise nach Moskau und St. Petersburg.

Moskau – FBI-Chef Kash Patel plant offenbar eine Reise nach Russland. Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Behördenleiter soll im Oktober zunächst die russische Hauptstadt Moskau besuchen. Zweck und Gesprächspartner sind bislang unklar. Die Reise ist einem Medienbericht zufolge für den 14. und 15. Oktober vorgesehen.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Als Gastgeber komme der russische Inlandsgeheimdienst FSB infrage. Ob Patel den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder hochrangige Regierungsvertreter trifft, sei offen, wie das US-Magazin Politico unter Berufung auf einen Regierungsbeamten und eine weitere mit den Plänen vertraute Person meldet.

Trumps FBI-Chef plant Reise nach Moskau – Bericht vermutet Putins Geheimdienst als Gastgeber

FBI-Chef Kash Patel plant laut einem Medienbericht eine Reise nach Moskau und St. Petersburg. © © IMAGO / ABACAPRESS / Archivbild

Nach Angaben der beiden anonymen Quellen sind Stationen in Moskau und St. Petersburg geplant. Die Vorbereitungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Wie bei sensiblen Auslandsreisen hochrangiger US-Beamter könnten sich Termine und Ablauf noch ändern.

Besuch in Moskau und St. Petersburg geplant

Das Weiße Haus verwies Fragen an die Bundespolizei. Weder das FBI noch das US-Justizministerium reagierten laut Politico auf Anfragen. Auch das Thema möglicher Gespräche ist nicht bekannt.

Ein Besuch des FBI-Direktors wäre ungewöhnlich. Zuletzt reiste nach öffentlich bekannten Angaben Robert Mueller im Jahr 2013 in seiner damaligen Funktion nach Russland. Später untersuchte er als Sonderermittler Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam von 2016 und Moskau sowie russische Versuche, die US-Wahl zu beeinflussen.

Andere hochrangige Geheimdienstvertreter hielten auch danach Kontakt nach Russland, so der Bericht. Der damalige CIA-Direktor Mike Pompeo erklärte 2018, offene Gesprächskanäle seien etwa bei der Terrorismusbekämpfung nützlich. „Wir verteidigen Amerika bei diesen Begegnungen entschlossen und nehmen kein Blatt vor den Mund“, sagte Pompeo damals.

Patel in der Kritik

Patel beschäftigte sich bereits während Trumps erster Amtszeit intensiv mit Russland. Als Mitarbeiter des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus stellte er Teile der Ermittlungen zur russischen Einmischung in die Wahl von 2016 infrage. Später bezeichnete er die Affäre als „Russiagate-Schwindel“, so Politico.

Fragen löste zudem eine Zahlung von 25.000 Dollar, umgerechnet rund 21.750 Euro, für seine Beteiligung an einem Film aus. Das Projekt sei von einem Unternehmen mit Verbindungen zum Kreml finanziert worden, wie Politico berichtet.

Auch Patels Dienstreisen und die Nutzung staatlicher Ressourcen beschäftigen den Kongress. Demokraten in den Justizausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus untersuchen derzeit, ob er öffentliche Mittel missbraucht habe. Kritisiert wurden unter anderem Reisen zu den Olympischen Winterspielen und die mutmaßliche Nutzung eines Regierungsflugzeugs für private Zwecke.

US-Präsident Trump bemüht sich derweil um engere Kontakte zu Moskau. Er selbst traf den russischen Präsidenten vergangenes Jahr in Alaska.

Seine Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner trafen mehrfach russische Regierungsvertreter und Putin. Ein Durchbruch bei den Gesprächen über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine gelang dabei bislang nicht. Auch ukrainische Vertreter kamen im Februar und März mit den US-Unterhändlern zusammen. Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 gegen den von Russlands Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg. Quellen: Politico, nif/red.