Tuspo Grebenstein holt Punkt gegen Aufstiegskandidat Bad Soden

Stand: 17.08.2026, 19:20 Uhr

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Jubel am Spielfeldrand: Nach seinem Tor zum 2:0 beim FSV Wolfhagen lief Ben-Luca Peters (Bildmitte) sofort in Richtung Trainer- und Auswechselbank. Dort wurde sein Premierentreffer lautstark und frenetisch von seinen Mitspielern der SG Calden/Meimbressen gefeiert.

Jubel am Spielfeldrand: Nach seinem Tor zum 2:0 beim FSV Wolfhagen lief Ben-Luca Peters (Bildmitte) sofort in Richtung Trainer- und Auswechselbank. Dort wurde sein Premierentreffer lautstark und frenetisch von seinen Mitspielern der SG Calden/Meimbressen gefeiert. © Foto: Joachim Hofmeister

Das Schlusslicht der Verbandsliga erkämpft ein 1:1 gegen die SG Bad Soden. Für den Aufsteiger ist es nach vier Spieltagen erst der zweite Punkt.

Hofgeismar/Wolfhagen – Kinder lieben bekanntlich Überraschungen, Trainer mögen sie nicht so. Der Fußball-Spieltag lieferte ein prall gefülltes Potpourri an unerwarteten Ergebnissen und Ereignissen. Entsprechend blicken wir dieses Mal nicht auf die Auffälligkeiten, sondern auf die Überraschungen des Wochenendes.

SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha - SV Espenau, Fußball, Kreisoberliga, Saison 2026/27. Trainer Timo Tripp (SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha).

Ungeschlagen: Timo Tripp, Trainer von Altenhasungen/Oelshausen/Istha, beklatscht den Erfolg seines Teams. © Angelo Wiesner

Tuspo Grebenstein

Nach dem 0:3 in Eichenzell und dem 1:5 gegen Calden/Grebenstein schien eine weitere Niederlage für Verbandsliga-Aufsteiger Tuspo Grebenstein unvermeidlich – immerhin schaute am Samstag mit der SG Bad Soden ein Aufstiegskandidat im Sauertal vorbei. Doch der Tuspo überraschte. Ähnlich wie zum Saisonauftakt gegen Barockstadt II überzeugte er vor allem in der Defensive und im Zweikampfverhalten. Der Lohn: ein 1:1. Keine Frage, für den Neuling ist das ein Achtungserfolg. Trotzdem wartet das Schlusslicht auch nach vier Spielen weiter auf den ersten Sieg. Bislang stehen zwei Punkte auf der Habenseite.

SG Calden/Meimbr.

In der vergangenen Saison hatte die SG Calden/Meimbressen in drei Pflichtspielen kein einziges Tor gegen den FSV Wolfhagen geschossen. Am Sonntag überraschte die Truppe von Trainer Tommy Schindewolf und traf gleich doppelt gegen den Nachbarn. Dabei sorgten zwei Einwechselspieler für den Unterschied. Für den 18-jährigen Ben-Luca Peters hätte der Auftritt beim Auswärtsspiel im Liemecke-Stadion kaum besser laufen können. Peters wurde in der 73. Minute eingewechselt und sorgte kurz darauf mit seinem ersten Ballkontakt für die Entscheidung. Mit seinem Treffer zum 2:0 erzielte er sein erstes Tor im Seniorenbereich. Damit war Peters einer von zwei Einwechselspielern, die der Spielgemeinschaft zu drei Punkten verhalfen. Bereits zuvor hatte Fabian Sorger den Führungstreffer erzielt. Nach seinem Tor lief Peters sofort in Richtung Trainer- und Auswechselbank. Dort wurde sein Premierentreffer lautstark und frenetisch gefeiert. Ein besonderer Moment für einen jungen Spieler, der sich im Derby entscheidend in Szene setzen konnte. Am Ende durfte sich Calden/Meimbressen über einen überraschenden Erfolg bei den Wölfen und den Sprung auf Platz fünf freuen.

FSV Dörnberg

Drei Ränge höher steht der FSV Dörnberg. Mit dem 2:1-Erfolg gegen den SV Steinbach feierten die Habichtswalder den dritten Sieg im vierten Spiel und setzten sich damit in der Spitzengruppe fest. Sandro Bätzing und Dilan Kamber erzielten die Treffer für den Zweiten. Gegen den zum Kreis der Titelanwärter zählenden Gegner war der Erfolg im Bergstadion durchaus überraschend. Überraschend ist aber vor allem, wie selbstbewusst Dörnberg bislang auftritt.

SSV Sand

Der SSV Sand will in der Gruppenliga (Gruppe 1) oben mitspielen. Mit drei Siegen zum Auftakt legte er einen perfekten Start hin und untermauerte seine Ambitionen. Umso überraschender kommt die deutliche 1:5-Niederlage im Spitzenspiel bei der FSG Gudensberg daher, die nun die Tabellenführung übernommen hat. Die Sander rangieren nach ihrer ersten Saisonniederlage auf Rang zwei. Der kommende Gegner heißt Mengsberg. Und dort darf aus SSV-Sicht eine Überraschung gern ausbleiben.

SG Altenh./O./Istha

Was für ein Start für Aufsteiger SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha. Auch im dritten Spiel der Kreisoberliga blieb die Mannschaft aus dem Erpetal ungeschlagen. Mit 2:1 bezwang die SG den hoch gehandelten SV Espenau und sorgte so für eine große Überraschung. Der Aufsteiger scheint in der neuen Liga längst angekommen zu sein. Das Team tritt selbstbewusst auf und zeigt, dass es sich vor den etablierten Mannschaften keineswegs verstecken muss. Da stellt sich die Frage: Wie weit kann die Reise gehen? Sollte Altenhasungen/Oelshausen/Istha diesen beeindruckenden Lauf fortsetzen, könnte sogar der Durchmarsch Realität werden. Ein Beispiel gibt es schließlich: Holzhausen schaffte bereits den Sprung von der Kreisliga A in die Gruppenliga. Noch ist es aber viel zu früh, von einem solchen Weg zu sprechen. Doch eines steht fest: Die SG hat einen Traumstart hingelegt und die Konkurrenz dürfte spätestens jetzt hellhörig geworden sein.

SG Elbetal II

Mit auffällig vielen Toren überraschen derzeit die C-Liga-Kicker der SG Elbetal II. Vergangene Woche fegten die Elbetaler erst den TSV Holzhausen II mit 10:2 vom Platz, drei Tage später gewannen sie gegen den SV Mariendorf II gar mit 13:0. Nach drei Spieltagen hat der Spitzenreiter 32 Treffer erzielt. Zum Vergleich: Die zweitstärksten Offensiven kommen auf halb so viele Tore.