TV-Gelder 2026/27: So viele Millionen kassieren Bayern, BVB und Co. durch den neuen Schlüssel

Die 36 Profiklubs der 1. und 2. Bundesliga erhalten ab der Saison 2026/27 durchschnittlich 1,121 Milliarden Euro pro Jahr. Während Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen kräftig zulegen, knackt der FC Bayern die 92-Millionen-Euro-Marke. Wer profitiert am meisten von den neuen TV-Milliarden? Die offizielle Liste zeigt alle Gewinner und Verlierer.
Neue Verteilung bringt Millionenplus
Die Verteilung der TV-Gelder für die Saison 2026/27 steht fest. Nach Informationen von Sport Bild erhalten die 36 Profiklubs aus der 1. und 2. Bundesliga im Schnitt 1,121 Milliarden Euro pro Saison aus den nationalen Medienrechten. Das hat die „Bundesliga“ (bisher DFL) den Vereinen mitgeteilt.An der Spitze der Bundesliga liegt erneut der FC Bayern München mit 92,3 Millionen Euro, während der VfL Wolfsburg trotz Abstiegs die Rangliste der 2. Bundesliga mit 24,1 Millionen Euro anführt. Grundlage ist erstmals das neue Vier-Säulen-Modell, das die Erlöse nach Sockelbetrag, Leistung, Nachwuchs und Interesse verteilt.
FC Bayern baut Vorsprung aus
Mit 92.306.774 Euro erhält der FC Bayern München die höchste Ausschüttung aller deutschen Profiklubs. Dahinter folgen Borussia Dortmund mit 83.726.917 Euro, Bayer Leverkusen mit 81.333.331 Euro, Eintracht Frankfurt mit 77.122.161 Euro und RB Leipzig mit 72.859.030 Euro. Gegenüber der Saison 2025/26 (Quelle: kicker.de) legen alle fünf Klubs zu. Bayern verbessert sich um rund 8,9 Millionen Euro, Dortmund um 7,7 Millionen Euro, Frankfurt um 7,5 Millionen Euro, Leverkusen um 5,8 Millionen Euro und Leipzig um rund 4,8 Millionen Euro. Damit baut insbesondere Bayern seinen finanziellen Vorsprung weiter aus.
Ausschüttungen steigen deutlich
Hinter den Top fünf folgen SC Freiburg (71,8 Millionen Euro), VfB Stuttgart (66,0 Millionen Euro), TSG Hoffenheim (62,0 Millionen Euro), 1. FSV Mainz 05 (61,3 Millionen Euro) und 1. FC Union Berlin (59,6 Millionen Euro). Am Tabellenende liegen die beiden Aufsteiger FC Schalke 04 mit 35,7 Millionen Euro und SV Elversberg mit 31,2 Millionen Euro. Ein Vergleich zur Vorsaison ist für Auf- und Absteiger nur eingeschränkt möglich, da sich die Ligazugehörigkeit verändert hat.
Wolfsburg absoluter Krösus der 2. Liga
In der 2. Bundesliga führt der VfL Wolfsburg die Verteilung mit 24.137.975 Euro an. Nach dem Abstieg erhalten die Niedersachsen deutlich mehr TV-Geld als die Konkurrenz. Es folgen der 1. FC Heidenheim mit 21.665.100 Euro, der FC St. Pauli mit 20.262.094 Euro, der VfL Bochum mit 18.614.008 Euro und Hertha BSC mit 16.878.803 Euro. Auffällig ist, dass die ersten vier Plätze ausschließlich von ehemaligen Bundesligisten belegt werden. Dahinter folgen SV Darmstadt 98 und Holstein Kiel, die ebenfalls noch über der Marke von 14 Millionen Euro liegen.
Neues Verteilungsmodell entscheidet
Erstmals gilt das neue Vier-Säulen-Modell. 50 Prozent der TV-Erlöse werden als Sockelbetrag gleichmäßig an alle Klubs einer Liga verteilt. Die übrigen 50 Prozent fließen nach Leistung (43 Prozent), Nachwuchs (4 Prozent) und Interesse (3 Prozent). Die Leistungssäule berücksichtigt eine Fünf- und Zehnjahreswertung, wobei die jüngste Saison am stärksten gewichtet wird. Nachwuchs und Interesse basieren auf den Einsatzzeiten junger deutscher Spieler, Ausbildungsleistungen sowie Reichweite, Mitgliederzahlen und Faninteresse. Insgesamt gehen 80 Prozent der nationalen TV-Einnahmen an die Bundesliga und 20 Prozent an die 2. Bundesliga.
TV-Gelder bieten Wettbewerbsvorteile
Die neuen Ausschüttungen zeigen erneut die finanziellen Unterschiede im deutschen Profifußball. Zwischen Bayern München mit 92,3 Millionen Euro und Aufsteiger SV Elversberg mit 31,2 Millionen Euro liegt eine Differenz von mehr als 61 Millionen Euro. Auch in der 2. Bundesliga fällt der Abstand deutlich aus: Spitzenreiter VfL Wolfsburg erhält mehr als das Dreifache der Ausschüttung von Energie Cottbus. Die TV-Gelder bleiben damit einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren für die Kaderplanung und Wettbewerbsfähigkeit der Klubs.
TV-Gelder 2026/27 – Bundesliga
- FC Bayern München: 92.306.774 Euro
- Borussia Dortmund: 83.726.917 Euro
- Bayer Leverkusen: 81.333.331 Euro
- Eintracht Frankfurt: 77.122.161 Euro
- RB Leipzig: 72.859.030 Euro
- SC Freiburg: 71.837.500 Euro
- VfB Stuttgart: 66.001.941 Euro
- TSG Hoffenheim: 62.045.254 Euro
- 1. FSV Mainz 05: 61.302.880 Euro
- 1. FC Union Berlin: 59.620.972 Euro
- Borussia Mönchengladbach: 52.339.720 Euro
- FC Augsburg: 52.052.245 Euro
- 1. FC Köln: 47.988.022 Euro
- SV Werder Bremen: 47.574.284 Euro
- Hamburger SV: 40.050.187 Euro
- SC Paderborn 07: 37.224.459 Euro
- FC Schalke 04: 35.708.626 Euro
- SV Elversberg: 31.174.826 Euro
TV-Gelder 2026/27 – 2. Bundesliga
- VfL Wolfsburg: 24.137.975 Euro
- 1. FC Heidenheim 1846: 21.665.100 Euro
- FC St. Pauli: 20.262.094 Euro
- VfL Bochum 1848: 18.614.008 Euro
- Hertha BSC: 16.878.803 Euro
- SV Darmstadt 98: 15.255.195 Euro
- Holstein Kiel: 14.904.116 Euro
- Karlsruher SC: 13.204.889 Euro
- Hannover 96: 13.189.457 Euro
- 1. FC Nürnberg: 12.803.819 Euro
- SpVgg Greuther Fürth: 12.104.043 Euro
- 1. FC Kaiserslautern: 10.875.734 Euro
- 1. FC Magdeburg: 9.832.225 Euro
- Eintracht Braunschweig: 9.115.182 Euro
- DSC Arminia Bielefeld: 9.077.322 Euro
- SG Dynamo Dresden: 8.864.462 Euro
- VfL Osnabrück: 7.907.030 Euro
- FC Energie Cottbus: 7.479.397 Euro
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