Über dem Eintracht-Umbruch schwebt die Causa Freigang

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"Herausfordernde Situation" für Nationalspielerin Über dem Eintracht-Umbruch schwebt die Causa Freigang

Die Eintracht steckt mitten in einer intensiven Vorbereitung auf die Saison, die für die Frankfurterinnnen in der Bundesliga mit zwei Heimspielen starten wird. Die meisten Personalien sind geklärt, einzig jene der wichtigsten Spielerin ist offen.

Eintracht-Kapitänin Laura Freigang im Testspiel gegen Mainz 05.

Eintracht-Kapitänin Laura Freigang im Testspiel gegen Mainz 05. Bild © IMAGO / HMB-Media

Den Trainingsauftakt von Eintracht Frankfurt hatte sie noch erkältet verpasst, im ersten Testspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz (7:2) aber konnte sie mitmischen. Gemeint ist Laura Freigang, die Vorzeigefußballerinnen des hessischen Erstligisten, das Gesicht des Klubs, die Kapitänin, die in ihrer wohl schwierigsten Karrierephase steckt.

Die zentrale Frage, die über allem schwebt: Darf sie jene überhaupt fortsetzen? Bekanntlich soll Freigang binnen eines Jahres drei Dopingkontrollen verpasst haben, sie selbst spricht von einem Missverständnis, der Deutsche Fußball-Bund prüft den Fall. Der Ausgang? Offen. Tiefergehende Infos sind weder vom DFB noch von der Eintracht zu erhalten. Auch nicht über einen möglichen Zeithorizont.

Videobeitrag Niko Arnautis

Niko Arnautis beim Trainingsauftakt Bild © IMAGO / HMB-Media

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"Wir bereiten uns auf jede Situation vor"

"In erster Linie versuche ich, den Menschen zu sehen. Wir haben da einen jungen Menschen, der in einer herausfordernden Situation ist. Von unserer Seite aus versuchen wir so gut wie möglich, Laura persönlich zu unterstützen“, sagte Eintracht-Sportdirektorin Babett Peter dieser Tage in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau, wich weiteren Fragen aber aus. Nur noch so viel: "Wir bereiten uns auf jede Situation vor und versuchen, für alle Szenarien gut aufgestellt zu sein. Das ist mein, das ist unser Job." Freigang trainiert natürlich weiterhin mit dem Team, gehört fest zum Kader, was sich erst ändern würde, sollte sich eine andere Situation ergeben. Bleibt also spannend.

Ohnehin erlebt der Tabellendritte der vergangenen Saison einen Umbruch. Mal wieder. Acht Spielerinnen haben den Verein verlassen, darunter absolute Unterschiedsspielerinnen wie Elisa Senß, Nicole Anyomi oder Geraldine Reuteler. Fünf Neue sind im Gegenzug bisher gekommen. "Natürlich haben wir versucht, unsere Top-Spielerinnen zu halten", so Sportdirektorin Peter in einem vereinseigenen Interview, auch schmerze der eine oder andere Abgang. Aber: "Wir müssen damit umgehen, wenn Entscheidungen mal nicht pro Eintracht ausfallen."

Transfermarkt ist längst international

Das Marktumfeld hat sich verändert, längst werden Spielerinnen nicht mehr nur innerhalb der Bundesliga, sondern europaweit transferiert. Senß ging zu Real Madrid, Reuteler zum FC Arsenal, Anyomi zu London City Lionesses. Eine neue Frauenfußball-Welt, an die es sich anzupassen gilt. Oder wie Peter es formuliert: "Wir müssen da mitgehen." Sich bei eigenen Neuzugängen nur auf den deutschen Markt zu reduzieren, ergebe daher ebenfalls keinen Sinn.

Stürmerin Danique Tolhoek etwa kam von Ajax Amsterdam, als wichtigster Transfer gilt die Schwedin Hanna Bennison von Real Madrid. Die 23-Jährige soll im zentralen Mittelfeld künftig das Team führen. Ebenfalls verpflichtet wurden mit Larissa Mühlhaus (Werder Bremen) und Paulina Krumbiegel (Juventus Turin) zwei deutsche Nationalspielerinnen, zudem noch Jamilla Rankin (TSG Hoffenheim). "Ich bin mit den Transfers zufrieden", sagt Peter zusammenfassend.

Eine Mittelfeldspielerin soll noch kommen

Einzig im Mittelfeld wird noch nach einer weiteren Verstärkung gesucht, vor allem nach einer für die Breite des Kaders, der erneut einer Dreifachbelastung ausgesetzt sein wird. Hinten wie vorne fühlen sich die Frankfurterinnen dagegen gut aufgestellt. Die Entwicklung in der Causa Freigang könnte da natürlich noch einmal etwas verändern.

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Zwei Heimspiele zum Start

Die Eintracht startet zwischen dem 21. und 24. August mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln in die Bundesliga-Saison. Eine Woche später tritt das Team von Trainer Niko Arnautis ebenfalls vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Nürnberg an. Das erste Aufwärtsspiel findet anschließend bei Union Berlin statt. Gegen den amtierenden Meister aus München sind die Hessinnen am sechsten Spieltag (2. bis 4. Oktober) im eigenen Stadion gefordert. Das Jahr 2026 endet mit dem letzten Hinrundenspieltag, der zwischen dem 18. und 21. Dezember ausgetragen wird. Die Eintracht ist daheim gegen den SC Freiburg gefordert. Nach der Winterpause geht es vom 15. bis 18. Januar weiter. Das Saisonfinale steigt am 23. Mai. Die genauen zeitlichen Ansetzungen folgen noch. Hier finden Sie den gesamten Spielplan.

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