Überraschung zum Auftakt: KSV Hessen II gewinnt beim Titelkandidaten FC Gießen
Stand: 02.08.2026, 21:41 Uhr
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Der KSV Hessen Kassel II ist mit einer Überraschung in die Saison gestartet. Der Aufsteiger gewann beim Titelkandidaten FC Gießen.
Gießen – Was für ein Paukenschlag! Tradition traf auf Tradition. Das Treffen endete mit einem Husarenritt des Aufsteigers aus Nordhessen: Im altehrwürdigen Gießener Waldstadion hat die Zweitvertretung des Regionalligisten KSV Hessen Kassel am ersten Spieltag in der Fußball-Hessenliga beim ehemaligen Regionalligisten FC Gießen einen 2:0-Sieg eingefahren.
„Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs. Wir mussten sehr diszipliniert verteidigen und leiden. Unser Ziel war es, die Null zu halten und die Chancen, die sich beim Umschaltspiel bieten, auch zu nutzen. Unser Plan ist zu 100 Prozent aufgegangen“, sagte Kassels Trainer Danny Overkamp nach dem Spiel. Für den FC Gießen war es indes ein Tag zum Vergessen. Denn: Neben der Auftaktpleite drohen den Schützlingen von Ex-Profi Michael Fink noch ein Abzug von fünf Punkten und eine Geldstrafe, aufgrund des Einsatzes von nicht spielberichtigen Akteuren in einem Testspiel.
Zur Partie: Jon Mogge, der Neuzugang, der vom Ligakonkurrenten CSC 03 Kassel gekommen war, stand natürlich in der Kasseler Startelf – und war einer der Aktivposten. Sieben Minuten waren gerade einmal auf der Uhr: Dann wurde Phil Parker Pagna in Szene gesetzt. Der Spieler mit der Nummer Neun behielt die Nerven und ließ FCG-Keeper Kritsana Garn Pummarrin keine Abwehrchance.
KSV Hessen II: Mogge legt noch vor der Pause nach
Das gab Selbstvertrauen. Die Nordhessen setzten über Leon Hofert, Pagna und den Regionalliga-erprobten Mogge immer wieder Nadelstiche. Ohne Konzept und Plan rannten hingegen die Hausherren an. Auch ohne Ertrag, weil die KSV-Abwehr um Tim Hornig, Ludger Kersting und Co. die Konzentration hoch hielt. Was anzubrennen drohte, löschte der überragende Keeper Luke Schneider.
Dann Minute 42 – und der zweite Nackenschlag für den FCG: Nach einem Querpass von Hofert musste Mogge das Spielgerät nur noch über die Torlinie drücken. Es stand 2:0 für Kassel – und es roch in Gießen nach einer kleinen Sensation. Nach dem Seitenwechsel wuchs beim Aufsteiger das Selbstvertrauen von Minute zu Minute, während aufseiten der Hausherren bei den vielen Möglichkeiten, die sie hatten, Durchschlagskraft und die letzte Konsequenz fehlten.
Und dann war Schluss. Exakt um 15.56 Uhr war die erste kleine Sensation im neuen Spieljahr 2026/2027 perfekt. Fazit: Starke Junglöwen schweben auf Wolke sieben. Der FC Gießen erwischte einen rabenschwarzen Samstagnachmittag. (Herbert Lenz)