Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj warnt vor Raketen-Problem – Russlands Wirtschaft unter Dauerfeuer

Stand: 21.08.2026, 09:02 Uhr

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Selenskyj pocht auf Unterstützung bei Raketen-Abwehr. Ein russisches Flugzeug könnte in Finnlands Luftraum eingedrungen sein. 

Update, 8:52 Uhr: Drohnen haben im aktuellen Ukraine-Krieg die russische Stadt Perm angegriffen, in der sich die Ölraffinerie Lukoil-Permneftorgsintes befindet. In der Stadt sind Luftabwehrsysteme im Einsatz, Sirenen sind zu hören. Das berichten das Ministerium für territoriale Sicherheit der Region Perm sowie die Telegram-Kanäle Astra, Exilenova+ und Supernova+.

Russischen Telegram-Kanälen zufolge gilt die Ölraffinerie in Perm als Ziel des Angriffs. Die Stadt liegt mehr als 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Örtliche Behörden erklärten, die Luftabwehr reagiere auf die unbemannten Flugobjekte. Astra berichtete zudem, dass der Flughafen Bolschoje Sawino Starts und Landungen ausgesetzt habe. In ganz Perm seien Sirenen zu hören, in einigen Stadtteilen wurden laute Explosionen gemeldet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 8:04 Uhr: In der Nacht vom 20. auf den 21. August griff Russland die Ukraine mit 135 Angriffsdrohnen der Typen Shahed und Gerbera sowie Attrappen-Drohnen vom Typ Parodija an. Das teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Nach ersten Angaben hatten die ukrainischen Luftverteidigungskräfte bis 8 Uhr morgens 107 Shahed-, Gerbera- und andere Drohnentypen im Norden, Süden und Osten des Landes abgeschossen oder elektronisch abgewehrt.

An 16 Orten wurden Einschläge von 27 Drohnen registriert, an drei weiteren Orten fielen Trümmerteile abgeschossener Flugobjekte. An der Abwehr des Angriffs waren Kampfflugzeuge, Flugabwehrraketeneinheiten, Einheiten der elektronischen Kriegsführung, unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt. Der Angriff dauerte zum Zeitpunkt der Meldung noch an, da sich mehrere russische Drohnen weiterhin im Luftraum befanden.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj prangert Raketen-Problem an

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt angespannt. Und die kommende Zeit könnte Schwachstellen in der ukrainischen Armee offenlegen. Denn ballistische Raketen bleiben das größte ungelöste Problem der ukrainischen Luftverteidigung. Deswegen hat sich Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mit drängenden Worten an seine westlichen Partner gewandt und seine Forderung nach zusätzlichen Patriot-Luftverteidigungsraketen erneuert.

Offensive an der Ukraine-Front: Kiews Truppen schießen eine Hirmars-Rakete ab.

Offensive an der Ukraine-Front: Kiews Truppen schießen eine Hirmars-Rakete ab. (Archivbild) © Dan Bashakov/dpa

„Leider stellen ballistische Raketen derzeit die größte Herausforderung dar. Zwar konnten etwa 90 % der Marschflugkörper bei diesem Angriff abgefangen werden, doch die Situation bei ballistischen Raketen ist deutlich schlechter“, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg. Zugleich kündigte er an, die Kapazitäten für Langstreckenangriffe weiter auszubauen: „Wir werden auf diesen russischen Angriff reagieren, wie wir auf andere russische Angriffe reagieren – unsere Antwort wird vollständig gerechtfertigt und weitreichend sein.“

Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Angriffe verdeutlichen Raketen-Problem

Zwar gelang es der Ukraine beim massiven russischen Angriff auf Kiew in der Nacht vom 19. auf den 20. August etwa 90 Prozent der eingesetzten Marschflugkörper abzufangen, doch bei ballistischen Raketen sehe die Lage deutlich schlechter aus. Der kombinierte Angriff im aktuellen Ukraine-Krieg umfasste ballistische und Marschflugkörper sowie Kampfdrohnen. Dabei kamen nach aktuellen Angaben 17 Menschen ums Leben, 42 wurden verletzt. Mehr als 200 Objekte wurden beschädigt, darunter 86 Wohngebäude, ein Kinderkrankenhaus sowie weitere zivile und kommerzielle Einrichtungen.

Russische Streitkräfte setzten ihre Angriffe auf die Hauptstadt auch am Abend des 20. August fort: Im Bezirk Holosiivskyi traf eine Drohne ein Geschäftszentrum. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte die Attacken im aktuellen Ukraine-Krieg und meldete kurz darauf einen weiteren Brand in demselben Bezirk, ausgelöst durch herabfallende Drohnenteile auf ein Nichtwohngebäude. Zudem warnte Klitschko, dass Bewohner der Bezirke Desnianskyi und Dniprovskyi mit Unterbrechungen der Warmwasserversorgung rechnen müssten. Besonders besorgniserregend: Laut Klitschko wurde am Nachmittag des 20. August erstmals seit mehreren Monaten gezielt eine kritische Infrastruktureinrichtung der Hauptstadt angegriffen.

Abseits des Ukraine-Kriegs: Zwischenfall an NATO-Grenze

Parallel zu den Angriffen auf die Ukraine sorgte ein Zwischenfall im NATO-Gebiet für Aufsehen. Ein russisches Militärflugzeug soll am 20. August den finnischen Luftraum über dem westlichen Golf von Finnland verletzt haben. Das finnische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall und leitete eine Untersuchung ein, die vom Grenzschutz geführt wird. Über den Flugzeugtyp, die Dauer des Eindringens oder den genauen Flugweg wurden zunächst keine Informationen veröffentlicht.

Verteidigungsminister Antti Hakkanen kündigte an, dass weitere Details im Laufe der Ermittlungen folgen würden. Es ist nicht der erste derartige Vorfall: Bereits am 27. Mai war ein russisches Militärflugzeug verdächtig nahe an den finnischen Luftraum herangeflogen. Finnlands Luftwaffe reagierte damals mit einem Einsatzflug. NATO-Staaten beschreiben solche Annäherungen als „Provokationen“, die darauf abzielten, die Luftverteidigung der Allianz zu testen. Rumänien entsandte am selben Tag F-16-Jets gegen eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne nahe dem Neptun-Tiefseegasprojekt im Schwarzen Meer – ein weiteres Zeichen für die anhaltende Eskalation entlang der NATO-Ostflanke.

Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Verluste steigen

Die anhaltende Intensität des aktuellen Ukraine-Kriegs spiegelt sich auch in den aktuellen Verlustzahlen wider, die der ukrainische Generalstab auf Facebook veröffentlicht hat. Demnach hat die Armee von Wladimir Putin im Verlauf des vergangenen Tages 1390 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Für den Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 21. August 2026 belaufen sich die gesamten Verluste im Ukraine-Krieg auf rund 1.474.030 Soldaten. Hinzu kommen 12.286 zerstörte Panzer, 25.170 gepanzerte Kampffahrzeuge, 48.318 Artilleriesysteme sowie 472.849 auf operativer und taktischer Ebene eingesetzte Drohnen. Derweil weitet die Ukraine auch die Angriffe auf Russlands Wildberries massiv aus. (fbu mit Agenturen)