Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Reaktion auf „anti-russische Maßnahmen“ an

Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Reaktion auf „anti-russische Maßnahmen“ an

Live-Blog Kreml: Deutschland geht Weg der Eskalation +++ EU: Außenminister beraten zu Sprengstoff-Drohne in Leipzig +++ Dreiertreffen von Putin, Trump und Xi bei Apec-Gipfel möglich +++ Der Newsblog.

Moskaus Außenamtssprecherin Maria Sacharowa: Reaktion auf Berlin. Foto: Pavel Bednyakov/AP/dpa

Kreml: Deutschland geht Weg der Eskalation

Der Kreml hat Deutschland angesichts der angedrohten Sanktionen im Fall der nicht gezündeten Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle einen Eskalationskurs vorgeworfen. Es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. „Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden“, sagte Peskow. 

Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin warf Deutschland vor, die Vorwürfe auch nicht durch Argumente belegt zu haben. „Dass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich“, sagte Peskow. Russland hatte stets bestritten, etwas mit der Leipziger Drohne zu tun zu haben. Moskau verwies vielmehr auf Kiew, das mit Stimmungsmache gegen Russland einen echten Nutzen ziehe aus dem hybriden Angriff.

EU: Außenminister beraten zu Sprengstoff-Drohne in Leipzig

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul will an diesem Mittwoch seine EU-Kollegen über die bisherigen Erkenntnisse zum mutmaßlichen russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle informieren. Nach Angaben von EU-Diplomaten wird erwartet, dass es dann auch erste Beratungen zu einer möglichen europäischen Reaktion geben wird. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte am Dienstag, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, wie man sie davon abschrecken könne, noch weiterzugehen.

Die Gespräche sollen bei einem informellen EU-Außenministertreffen in Irland geführt werden. Bei diesem wird zudem auch die weitere Unterstützung der Ukraine eine zentrale Rolle spielen. Konkret geht es neben der Luftverteidigung um die Vorbereitung auf den kommenden Winter und den Schutz der Energieversorgung, um ukrainische Getreideexporte sowie um die Finanzierung weiterer Hilfen und die mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte.

Russland: Dreiertreffen von Putin, Trump und Xi bei Apec-Gipfel möglich

Der russische Präsident Wladimir Putin, sein US-Kollege Donald Trump und das chinesische Staatsoberhaupt Xi Jinping kommen der Regierung in Moskau zufolge beim nächsten Apec-Gipfel möglicherweise zu einem Dreiertreffen zusammen. „Darüber wurde gesprochen, ja“, sagt der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, im russischen Staatsfernsehen. Alle drei Staatschefs werden zu dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft erwartet. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses liegt zunächst nicht vor.

Estland: Russland ist Bedrohung für ganz Europa

Der gescheiterte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen zeigt nach Ansicht der estnischen Regierung, dass Russland eine Bedrohung für ganz Europa darstellt. „Dies bestätigt einmal mehr, dass Russland bereit ist, Attacken mit möglichen Opfern auf europäischem Boden und weit jenseits seiner Grenzen durchzuführen“, teilte Außenminister Margus Tshakna in Tallinn mit. Der Vorfall sei Teil eines umfassenderen Musters russischer Provokationen, die darauf abzielen, den Westen einzuschüchtern und ihn dazu zu zwingen, die Unterstützung für die Ukraine zurückzuziehen. 

Regierungschef Kristen Michal schrieb auf der Plattform X: „Wir verurteilen diesen rücksichtslosen Akt aufs Schärfste. Russland hat seine hybriden Angriffe in Europa auf ein neues und gefährliches Niveau gehoben“. Estland unterstütze alle von Deutschland ergriffenen Gegenmaßnahmen und sei bereit, gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen. Die Antwort müsse mehr Unterstützung für die Ukraine und mehr Druck auf Russland sein, betonte er. Die Regierungen der beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Litauen äußerten sich ähnlich und bekundeten ihre Solidarität mit Deutschland. 

Deutschland wird als Reaktion auf Leipzig Militärhilfe für Ukraine verstärken

Die Bundesregierung wird als Reaktion auf den mutmaßlich russischen Anschlag auf den Flughafen Leipzig neben Sanktionen auch die militärische Hilfe für die Ukraine verstärken. Im September werde man der Ukraine weitere Luftabwehrraketen des Typs Iris-T sowie „zeitnah“ auch mehrere tausend Angriffsdrohnen liefern, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. 

Berlin werde zudem die Zusammenarbeit der Geheimdienste mit Kiew weiter verstärken. „Die Ukraine war in den letzten Monaten maßgeblich dank deutscher Hilfe militärisch sehr erfolgreich“, hieß es. Russland habe darauf keine strategische Antwort. Der Strategieersatz für Moskau sei Eskalation, sowohl mit militärischen Schlägen in der Ukraine als auch durch verstärkte hybride Attacken. „Wir müssen uns auf weitere, auch eskalierende hybride Angriffe Russlands einstellen.“

Rutte zu Leipziger Drohne: „Die Beweise sind eindeutig“

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die von Deutschland geplanten Maßnahmen wegen des Sprengstoffdrohnenfunds auf dem Flughafen Leipzig/Halle begrüßt. „Die Beweise sind eindeutig“, teilte der Niederländer mit. Die Nato stehe nach dem russischen hybriden Angriff in voller Solidarität an der Seite Deutschlands.

„Russlands Versuche, uns einzuschüchtern, unsere Einheit zu untergraben und unsere Bereitschaft zur Unterstützung der Ukraine zu schwächen, sind vergeblich und werden scheitern“, erklärte er. Die Unterstützung für die Ukraine sei ebenso unerschütterlich wie der Einsatz für die kollektive Verteidigung der Nato.

Die Nato werde ihre Fähigkeit weiter stärken, alle Verbündeten gegen jede Bedrohung abzuschrecken und zu verteidigen - auch gegen bösartige Handlungen wie jene in Leipzig und andernorts im Bündnisgebiet.

Russland kündigt Reaktion auf Sanktionen an

Russland wird auf Deutschlands Strafmaßnahmen nach dem misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle „spiegelbildlich“ reagieren. Die Antwort werde ausfallen wie bei früheren einseitigen und ungerechten Sanktionen, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Deutschen Presse-Agentur in Moskau mit.

Moskau mache Deutschland verantwortlich für die Beteiligung an Terroranschlägen gegen russische Bürger, erklärte Sacharowa. Deutschland ist der größte Unterstützer der Ukraine. „Berlin sponsert den Terrorismus“, sagte sie mit Blick auf die Waffenlieferungen und Milliardenhilfe Deutschlands an die Ukraine.

In Moskau wurde mit Blick auf eine Schließung des Russischen Hauses in Berlin bereits mehrfach diskutiert, dass im Gegenzug dann das Goethe-Institut seine Arbeit einstellen müsse. Russland hatte eine Beteiligung an dem Drohnen-Vorfall bestritten und behauptet, es handle sich um eine Provokation, die „ausschließlich den Zielen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse dient“.

Wagenknecht: Merz führt uns näher an Krieg mit Russland

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht übt scharfe Kritik an Maßnahmen gegen Russland wegen des gescheiterten Drohnenanschlags von Leipzig. „Selbst wenn Russland dahinterstehen sollte, ist eine Drohne, die keinerlei Schaden angerichtet hat, kein Grund, eine brandgefährliche Eskalation anzuheizen“, sagte Wagenknecht. Dies könne in einem Krieg mit Russland enden.

Die Russland zugeschriebenen Drohnen seien nicht explodiert, fügte sie hinzu. Die Bundesregierung habe nicht auf den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines reagiert, der von der Ukraine ausgegangen sei. Wagenknecht wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, die Lage mit Russland zu eskalieren: „Merz führt uns immer näher an einen Krieg mit Russland.“

Von der Leyen betont Solidarität der EU mit Deutschland

Nach Drohnen-Attacke am Flughafen Leipzig sichert die EU-Kommission Deutschland ihre volle Solidarität zu. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilt auf der Plattform X nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz mit, die Staatengemeinschaft bleibe angesichts dieses eskalierenden und schwerwiegenden Vorgehens Russlands geeint. Hybride Angriffe würden nicht ohne klare Antwort bleiben. Das Thema werde morgen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte besprochen. Zudem bereiteten die Außenminister unter irischer Ratspräsidentschaft weitere Schritte vor, darunter auch zusätzliche Sanktionen.

Wadephul: Generalkonsulat und Russisches Haus werden geschlossen

Das Verhältnis zu Moskau verschlechtere sich durch den Angriff weiter, sagt nun Außenminister Wadephul. Deutschland gehe daher gegen Russland vor und stimme sich dabei mit den EU- und Nato-Partnern ab. Die Sicherheit im Land werde weiter gestärkt.

Der Außenminister kündigt an, dass das russische Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin geschlossen und neue Personen auf die EU-Sanktionslisten gesetzt werden sollen. Damit wäre die russische Botschaft in Berlin die einzige verbleibende diplomatische Vertretung Moskaus. Das Russische Haus an der Berliner Friedrichstraße ist offiziell ein Kulturzentrum, gilt aber als Ausgangspunkt russischer Spionage in Deutschland. Der sieben Stockwerke hohe Betonklotz steht seit 1984 an der Friedrichstraße. Damals war er das größte sowjetische Auslandskulturinstitut. Betrieben wird es von Rossotrudnitschestwo, der staatlichen Agentur für kulturelle Zusammenarbeit. Sie untersteht dem Außenministerium in Moskau. In dem Gebäude gibt es Ausstellungsräume, Konzertsaal, Kino, Buchladen und eine Filiale der russischen Post. Das Programm umfasst Weltkriegsgedenken, Filmvorführungen oder Kurse für Russisch, Ballett und Zeichnen.

Einreisekontrollen für Russen sollen verstärkt und die Schattenflotte weiter unter Druck gesetzt werden, sagt Wadephul weiter. Der russische Botschafter werde dazu einbestellt.

Wir befinden uns nicht im Krieg. Aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung. Alexander Dobrindt (CSU)

„Russland hat den Angriff zu verantworten“

Bei dem „hybriden Angriff“ in Leipzig seien Tatmittel verwendet worden, die so auch bei anderen russischen Angriffen zum Einsatz gekommen seien. Ein hohes Maß an technischer Expertise und ein hoher Tataufwand seien klar erkennbar. Die Ausführung sei aber „Low-Level-Agenten“ zuzuordnen. Das füge sich in das bekannte Muster „russischer hybrider Aktionen“. Geheimdienstliche Erkenntnisse bestätigten dies und zeigten, dass die Beteiligten im Auftrag Russlands gehandelt hätten.

„Die Bundesregierung kommt deshalb zu dem Schluss, dass Russland den hybriden Angriff am 4. August in Leipzig zu verantworten hat“, sagt Dobrindt. Man gehe von weiteren Angriffen aus – auch mit der Bereitschaft zu größeren Schäden.

Dobrindt: Angriffe „klar“ durch Russland

Dobrindt spricht zu Beginn von einem „hybriden Angriff“ und berichtet von Beratungen im Bundeskabinett und dem Nationalen Sicherheitsrat unter Leitung von Bundeskanzler Merz (CDU). Die Sicherheitsbehörden beobachteten in den vergangenen Monaten verstärkt Angriffe auf die Infrastruktur, Rüstungsunternehmen und Ukrainehilfen – „klar“ durch Russland.

Dabei fänden sich immer wieder vergleichbare Vorgehensweisen: Ausspähungen, Sabotage, Spionage, Desinformation und Anschlagsvorbereitungen seien das Ziel, sagt Dobrindt. Deshalb seien die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland erhöht worden.

Putin: Russland und Iran halten Wirtschaftsbeziehungen aufrecht

Der russische Präsident Wladimir Putin trifft den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei einer Veranstaltung der Shanghai Cooperation Organization in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Er erklärt dabei der Agentur Tass zufolge zu, Russland und der Iran würden ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen trotz des gegenwärtigen militärischen und politischen Umfelds aufrechterhalten.

Kallas nennt Russland in Zusammenhang mit Sprengstoff-Drohne

Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutet vieles darauf hin, dass Russland etwas mit der am Leipziger Flughafen gefundenen Sprengstoff-Drohne zu tun hat. Sie stelle diese Verbindung her, aber es sei letztlich an den Deutschen zu sagen, was hinter dem Vorfall stecke, sagte sie am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens. Dann könne auch darüber gesprochen werden, was die EU zusätzlich tun könne.

Kallas sagte, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, was man dagegen tue, um sie davon abzuschrecken, noch weiterzugehen.

Bundesregierung will Drohnenanschlag offenbar Russland zuschreiben

Die Bundesregierung will den mutmaßlichen Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle offenbar einem russischen Geheimdienst zurechnen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) wollen noch am Dienstag über den Fall informieren. Das erfuhr das Handelsblatt aus Sicherheitskreisen.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. 

Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Die Erkenntnisse der Ermittler haben sich offenbar so weit verdichtet, dass eine staatliche russische Beteiligung angenommen wird. Wadephul soll für den gemeinsamen Auftritt eine Dienstreise unterbrechen. Das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu der möglichen Zuschreibung.

Die mit rund 600 Gramm Sprengstoff bestückte Drohne war in der Nacht zum 5. August in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs entdeckt worden. Sie sollte den bisherigen Erkenntnissen zufolge die Maschine treffen, der Zünder versagte jedoch. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts, eine Sprengstoffexplosion versucht und gefährlich in den Luftverkehr eingegriffen zu haben.

Russland droht mit „vernichtender“ Antwort bei Eskalation in Ostseeregion

Russland droht mit einer „vernichtenden“ Reaktion auf feindselige Handlungen in der Ostseeregion. Bei einer weiteren Eskalation der militärpolitischen Lage werde die Antwort an die Urheber „leichtsinniger antirussischer Aktionen“ entschlossen ausfallen, sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. „Und sie müssen wissen: Diese wird für sie vernichtend sein.“

Russland fliegt erneut Luftangriffe auf Kiew - Zwölf Tote

Bei neuen russischen Luftangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind am Dienstag nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Es war der sechste Tag in Folge mit intensiven Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt. Am Morgen waren dort weitere Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Nach Angaben von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko wurden zudem tagsüber bei einem Drohnenangriff auf ein Hochhaus drei Menschen verletzt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, russische Drohnen und ballistische Raketen hätten gezielt Wohngebiete und die Bahninfrastruktur ins Visier genommen.

In Kiew selbst kamen bei den nächtlichen Angriffen acht Menschen ums Leben. Bei Raketeneinschlägen in einem Depot und anderen Einrichtungen der staatlichen Bahngesellschaft Ukrzaliznytsia wurden sechs Mitarbeiter getötet, wie Bahnchef Oleksandr Perzowskyj mitteilte. In Boryspil nahe Kiew starben nach Angaben von Gouverneur Tymur Tkatschenko vier Menschen, als ein Wohnhaus getroffen wurde, 13 weitere Personen wurden verletzt.

Ukraine: 54 Schiffe der russischen Schattenflotte angegriffen

Die Ukraine hat im August 54 Schiffe von Russlands sogenannter Schattenflotte angegriffen, wie der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert Browdi, mitteilt. Unter dem Druck von Sanktionen nutzt Russland eine Flotte aus älteren Schiffen, die oft unter der Flagge anderer Staaten fahren und so ihre Herkunft verschleiern.

S&P Global: Russlands Industrie schrumpft erstmals seit drei Monaten

Die russische Industrie ist im August erstmals seit drei Monaten geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,8 von 50,7 Punkten im Juli, wie der Finanzdienstleister S&P Global mitteilt. Damit lag das Barometer unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Grund seien eine sinkende Produktion und ein Auftragsminus wegen schwacher Kundennachfrage. Das Neugeschäft mit Kunden aus dem Ausland ging den zehnten Monat in Folge zurück. Zudem nahm der Preisdruck zu.

Massiver Angriff auf Hafeninfrastruktur im Raum Odessa

Die Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa ist nach Behördenangaben Ziel eines russischen Angriffs geworden. Der massive Schlag habe auch der Energieinfrastruktur gegolten, teilt der ukrainische Rettungsdienst auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei durch den Beschuss ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen, bei dem ein Mensch verletzt worden sei.

Vor Schulanfang: Nächtliche Angriffe mit Raketen auf Kiew

Luftalarm vor Beginn des neuen Schuljahres: Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, warf den russischen Streitkräften vor, gezielt zivile Infrastruktur und Wohngebäude anzugreifen. Die Militärverwaltung der Millionenmetropole erklärte auf der Plattform Telegram, es habe mindestens neun Tote und fünf Verletzte gegeben. 

Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Stadt Boryspil sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden. 48 Menschen wurden demnach in Sicherheit gebracht. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, als eine Industrieanlage in Boryspil getroffen worden sei. Tkatschenko rief die in viereinhalb Kriegsjahren immer wieder durch Angriffswarnungen aufgeschreckten Bewohner dazu auf, den Luftalarm nicht zu ignorieren und sich in Schutzräume zu begeben. In der Ukraine beginnt heute offiziell das neue Schuljahr.

Explosionen in Kiew gemeldet

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am frühen Morgen Explosionen zu hören, meldet ein Reuters-Zeuge. Die örtlichen Behörden rufen die Menschen auf, Schutz zu suchen.

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