Ukraine-News: Trump fordert Stopp von Angriffen auf russische Raffinerien

US-Präsident Donald Trump verlässt "Aras an Uachtarain", die offizielle Residenz von Irlands Präsidentin Connolly im Phoenix Park.

Ukraine-News

Trump fordert Ende ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien

von MDR AKTUELL

Stand: 14.09.2026 09:15 Uhr

  • Russische Drohne setzt Tankstelle nahe polnischer Grenze in Brand
  • Kanada verhandelt über Beteiligung an Milliardenkredit für die Ukraine
  • Trump verlangt Stopp ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien
  • Ereignisse gestern – Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

09:00 Uhr

Kretschmer verteidigt Rüstungsindustrie in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben im Freistaat verteidigt. Der CDU-Politiker sagte der "Leipziger Volkszeitung", es sei nötig, in die eigene Verteidigungsfähigkeit zu investieren. Der beste Schutz sei ein Abschreckungsszenario, das einen Angriff auf Europa und Deutschland von vornherein unterbinde.

Kretschmer erklärte, Sachsen sei nicht in der Situation, "dass wir mal sagen können aus Luxus: Wir verzichten auf den Bereich der Verteidigungsindustrie". Als Beispiel nannte er das frühere Alstom-Werk in Görlitz, das vom Rüstungskonzern KNDS übernommen wurde. Statt Waggons werden dort jetzt Panzerteile gefertigt.

Anlass für die Äußerungen sind die Pläne der US-Firma Covenant, die ab dem kommenden Jahr Marschflugkörper in Leipzig bauen will. (Quelle: dpa)


03:24 Uhr

Russischer Drohnenangriff nahe ukrainisch-polnischer Grenze

Bei russischen Angriffen auf die Westukraine ist nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk zu Polen eine Tankstelle durch eine Drohne in Brand geraten. Verletzte wurden nach Angaben der örtlichen Zollbehörde zunächst nicht gemeldet. Der Grenzübergang selbst blieb demnach unbeschädigt.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, der Angriff zeige, dass der russische Krieg unmittelbar an die Grenzen von EU und Nato heranreiche. Über die Grenzübergänge zu Polen gelangt ein großer Teil der westlichen Militär- und humanitären Hilfe in die Ukraine. (Quelle: APTN)

Video: Neue russische Angriffe nahe der polnischen Grenze (1 Min)


02:43 Uhr

Kanada erwägt Beteiligung an EU-Kredit für Ukraine

Kanada verhandelt einem Bericht der "Financial Times" zufolge über eine Beteiligung an einem 90 Milliarden Euro schweren EU-Darlehen für die Ukraine. Beide Seiten hofften, sich noch vor einem EU-Kanada-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf einen kanadischen Beitrag zu einigen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider.

Kanada strebt demnach zugleich eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe laut "Wall Street Journal" angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine "assoziierte Mitgliedschaft". (Quelle: Reuters)


01:32 Uhr

Finnland warnt vor wachsendem Interesse Russlands und Chinas an Arktis

Vor dem EU-Arktis-Gipfel in Finnland warnt der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer, vor dem wachsenden Interesse Russlands und Chinas an der Region. Dabei gehe es unter anderem um seltene Rohstoffe und neue Seewege, die durch den Klimawandel zugänglich werden.

Bei dem zweitägigen Gipfel in Rovaniemi wollen mehrere EU-Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, über eine Neuausrichtung der europäischen Arktispolitik beraten. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Infrastruktur und Nachhaltigkeit. (Quelle: AFP)


00:51 Uhr

Trump fordert Ende ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump machte die Attacken für die weltweite Dieselknappheit mitverantwortlich und erklärte, die USA hätten Selenskyj bereits darauf angesprochen.

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie in den vergangenen Monaten verstärkt. Zugleich belastet der Krieg zwischen den USA und dem Iran den globalen Ölmarkt: Der Schiffsverkehr durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus ist erheblich beeinträchtigt. (Quelle: dpa)


00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – am 13. September 2026

Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine fortgesetzt. In der Nähe der polnischen Grenze traf eine russische Drohne die Lokomotive eines Personenzugs von Kiew nach Warschau. Die mehr als 200 Reisenden blieben unverletzt. Wegen eines weiteren Angriffs wurde laut "Spiegel" ein Sonderzug teilweise evakuiert. Darin reisten unter anderem der außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, und der frühere britische Premierminister Boris Johnson.

Die polnische Regierung warf Russland eine Verschärfung des Konflikts vor und berief einen Krisenstab ein. Die ukrainische Staatsbahn sprach von systematischen Angriffen auf das Eisenbahnnetz. Sie warnte vor Evakuierungen, Verspätungen und Umleitungen.

Video: Ukraine wirft Russland gezielte Angriffe auf Bahnnetz vor (1 Min)

Bei russischen Angriffen auf Kramatorsk wurden nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und zehn weitere verletzt. In Odessa und Umgebung wurden im Tagesverlauf mindestens 24 Verletzte gemeldet. Getroffen wurden unter anderem Wohnhäuser, Lagerhallen, Industrieanlagen und eine Kinderklinik. Auch aus Stryi im Westen der Ukraine wurden Schäden an Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie an einer Schule gemeldet.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Teilrepublik Tatarstan wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Industrieanlagen, Wohnhäuser und andere zivile Objekte wurden beschädigt. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.


00:01 Uhr

Ukraine-News am Montag, 14. September 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern – mit Unterstützung aus dem Westen. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.