Ukraine-News: Ukrainischer Unabhängigkeitstag - Zusagen von Freunden, Angriffe unter Feinden

Storm Shadow / SCALP Marschflugkörper auf dem MBDA-Pavillon.

AUDIO: Zusagen und Angriffe am Ukrainischen Unabhängigkeitstag (4 Min)

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 24.08.2026 20:33 Uhr

  • Putin will schlecht geschützte kritische Infrastruktur staatlich kontrollieren
  • Kreml reagiert auf Marschflugkörper-Bau in der Ukraine
  • Ukraine schießt sich nach "Wildberries" jetzt auch auf "Ozon" ein
  • Kiew soll mehr Patriot-Raketen bekommen – Selenskyj will Frieden
  • Außenminister Wadephul sucht auch neue diplomatische Wege
  • Die Ereignisse im russischen Angriffskrieg gestern im Überblick
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

20:33 Uhr

Ukrainer in Deutschland begehen Unabhängigkeitstag

Auch in Deutschland gedenken viele Ukrainer dem nationalen Unabhängikeitstag. In Berlin spannten Ukrainer und Unterstützer vor dem Brandenburger Tor ein Drohenschutznetz. Damit erinnern sie an die Gefahr für die Menschen in der Ukraine.

Video: Ukraine begeht Unabhängigkeitstag (2 Min)


20:33 Uhr

Kiew habe sich nie offiziell an Nordstream-Anschlägen beteiligt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bekräftigt, dass die Ukraine nichts mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee zu tun hatte. Er sagte, Kiew habe sich niemals offiziell an irgendeiner Operation beteiligt, die mit der Sprengung zu tun hatte. Damit widersprach er der deutschen Bundesanwaltschaft. Diese hatte zuletzt staatliche Stellen der Ukraine für die Planung verantwortlich gemacht. Ziel sei es gewesen, Russland die Finanzierung seines Angriffskriegs zu erschweren. (Quelle: AFP)


17:38 Uhr

Putin: Staat darf schlecht geschützte Infrastrukturen übernehmen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Behörden per Dekret ermächtigt, die Kontrolle über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen zu übernehmen. Die Regelung erlaubt es, Vermögenswerte sowie Eigentumsrechte unter vorübergehende staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen oder Schäden nach Angriffen zu langsam beheben, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Erlass.

Betroffen sind unter anderem Einrichtungen aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Logistik und Kommunikation, die für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes von zentraler Bedeutung sind. Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren verstärkt. (Quelle: Reuters)


17:29 Uhr

Selenskyj: Ukrainische Schwarzmeerhäfen nicht komplett blockiert

Trotz russischer Luftangriffe sind die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer nach Regierungsangaben aus Kiew nicht komplett blockiert. "Jeweils drei bis vier Schiffe fahren täglich in den Großraum Odessa hinein und wieder hinaus", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kiew. Der Hafenumschlag sei allerdings vor Beginn der russischen Drohnen- und Raketenangriffe drei- bis viermal so hoch gewesen. Zuvor hatte der ukrainische Agrarminister Taras Wyssozkyj mehrfach von einer totalen Blockade der Häfen im Großraum Odessa am Schwarzen Meer gesprochen. (Quelle: dpa)


12:22 Uhr

Kreml reagiert "extrem negativ"

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat heute "extrem negativ" auf britische Pläne zum Technologie-Transfer für eine Marschflugkörper-Produktion in der Ukraine reagiert. Peskow sagte auch vor ausländischen Journalisten, die russischen Streitkräfte würden die Produktionsstätten finden und zerstören. Großbritannien nehme auf Seiten der Ukraine an dem "Krieg" teil und gieße "methodisch Öl in das Feuer des Konflikts", um "den Friedensprozess" zu untergraben. Kiews Militär nutzt bereits von Großbritannien und Frankreich zur Verfügung gestellte Marschflugkörper des Typs "Storm Shadow", die in Frankreich auch "Scalp" genannt werden. (Quellen: Reuters, dpa, EBU)


11:47 Uhr

Kreml will "Ozon" und Landwirtschaft helfen

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat heute Hilfe für die von ukrainischen Drohnen getroffene Versand- und Warenhaus-Kette "Ozon" und für die Landwirtschaft zugesagt. Die Regierung habe die Entwicklung im Blick und berate und entwickle zusammen mit den Unternehmen passende Hilfen für "diese schwierige Situation". Die Angriffe auf zivile Handels-Infrastruktur änderten an der "Dynamik an der Front" nichts, sagte Peskow. Gleichwohl wiederholte er Worte von Russlands Präsident Wladimir Putin, der von einer "Büchse der Pandora" gesprochen hatte. (Quellen: Reuters, EBU)

Lagerhausbrand in Sankt Petersburg

11:42 Uhr

Ukraine soll mehr Patriot-Raketen bekommen

Außenminister Johann Wadephul hat in der Ukraine gesagt, dass weitere Abfang-Raketen für Patriot-Systeme in der Ukraine "auf dem Weg" seien. Auf eine Frage des ARD-Reporters in Kiew sagte der CDU-Politiker, mit vereinten Kräften werde die Produktion gestartet, auch in Deutschland. Nach Meinung der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen könnten die westlichen Länder durchaus noch mehr Patriot-Raketen liefern, "sofern der politische Wille da ist", sagte sie dänischen Medien bei ihrem Besuch gestern in Kiew, ohne bestimmte Länder zu nennen. (Quelle: EBU, dpa-AFX)


11:50 Uhr

Kamensky-Werk in Russland attackiert

Ukrainisches Militär hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine russische Rüstungsfabrik in der Region Rostow angegriffen. Das Kamensky-Werk stellt demnach Raketensysteme und Raketentreibstoff her. (Quelle: Reuters)


11:22 Uhr

Drei tote Kinder in Krasnodar

Bei einem Drohnenangriff in Krasnodar im Süden Russlands sind nach Behördenangaben drei Kinder getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt und auch zwei Erwachsene ins Krankenhaus gekommen. (Quelle: dpa)

Video: Tote und Verletzte durch Drohnenangriff in Krasnodar (1 Min)


10:10 Uhr

Zwei Tote in der Region Belgorod

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die russische Region Belgorod sollen zwei weitere Menschen getötet worden sein. Das teilte die Regionalregierung im Westen des Landes mit, nahe der ukrainischen Grenze. (Quelle: Reuters)


09:34 Uhr

Schiff im Hafen von Piwdenny getroffen

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker mit Treib- und Schmierstoffen für ukrainische Truppen bei Odessa getroffen. Das Schiff habe im Hafen von Piwdennyj gelegen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Auch Hafen-Anlagen seien getroffen worden, die zum Entladen und Lagern von militärischen Gütern genutzt würden. (Quelle: Reuters)


09:30 Uhr

Selenskyj: "Die Ukraine will unbedingt Frieden"

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Rede zum Unabhängigkeitstag weiter Bereitschaft zu Gebietsabtretungen angedeutet, jedoch auch gesagt: "Die Ukraine will unbedingt Frieden. Aber sie ist nicht bereit, sich einfach zu ergeben." Eine Abtretung des Donbass werde die russische Aggression nicht beenden. Man werde nicht zulassen, dass Russland die Welt darüber täusche und glauben mache, mit diesem Verzicht sei alles vorbei. (Quelle: Reuters)


08:50 Uhr

Ukraine meldet Treffer auf Kampfjet

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vergangene Nacht ein russisches Kampfflugzeug vom Typ MiG-29 getroffen sowie zwei russische Schiffe im Schwarzen Meer, einen Tanker und einen Frachter. Das teilte der Chef der ukrainischen Drohnen-Truppe, Robert Browdi, mit. (Reuters)


08:22 Uhr

Staatsgäste am Morgen in Kiew angekommen

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat am Bahnhof in Kiew am Morgen ausländische Staatsgäste aus Anlass des 35. Unabhängigkeitstags begrüßt: EU-Ratspräsident António Costa, den britischen Premierminister Andy Burnham, die moldauische Präsidentin Maia Sandu und Luxemburgs Regierungschef Luc Frieden. "Unabhägigkeit ist keine abstrakte Idee", äußert Sybiha. Sie werde in der Ukraine mit allen Mitteln verteidigt. (Quelle: EBU)


07:30 Uhr

Wadephul sucht diplomatische Wege

Außenminister Johann Wadephul will noch heute mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonieren und ihn bitten, persönlich aktiver zu werden. Im Deutschlandfunk sagte der CDU-Politiker, die US-Ukraine-Diplomatie sei bisher in den Händen der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff. "Aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt Gespräche anzustoßen", sagte Wadephul. Es gebe Länder wie die Türkei, Golfstaaten und Ägypten, die "einen engeren Gesprächskontakt als praktisch alle Europäer zu Russland haben". Es sei an der Zeit, parallel zur Unterstützung der Ukraine auch diplomatisch einen neuen Anlauf zu nehmen. (Quelle: Reuters)


07:13 Uhr

Ukraine schießt sich jetzt auf "Ozon" ein

Der zweitgrößte russische Onlinehändler "Ozon" hat neue Drohnenangriffe auf seine Warenhäuser gemeldet. In einem Logistikzentrum in Machatschkala im Süden sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen, teilte Ozon heute mit. "Nach vorläufigen Informationen gibt es mehrere Verletzte", deren Leben jedoch nicht in Gefahr sei. Zudem seien Warenhäuser in Adygeysk and Newinnomyssk im Süden des Landes evakuiert worden. In der Nacht hatte Ozon mitgeteilt, dass in einem seiner Logistikzentren in Krasnodar ein "großes Feuer" ausgebrochen sei. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte angekündigt: "Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe." (Quelle AFP)


05:42 Uhr

Makejew weist Drohungen von Putin zurück

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, hat heute Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen ukrainischer Angriffe auf russische Industrie-Standorte zurückgewiesen. Man dürfe Putins Drohungen nicht nachgeben, sagte Makejew in einem "Politico"-Podcast. Denn Putin sei derjenige, der aufhören müsse. (Quelle: Reuters)


03:47 Uhr

Russland meldet zwei tote Kinder

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sollen in Krasnodar im Süden Russlands zwei Kinder getötet worden sein. Drohnentrümmer seien auf eine private Kinderbetreuungseinrichtung gestürzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Zudem brach in einem Logistikzentrum des russischen Online-Händlers "Ozon" ein Brand aus. Der Betrieb sei eingestellt worden, teilte das Unternehmen mit. (Quelle: dpa, Reuters, Tass)


02:15 Uhr

Briten ermöglichen Waffenbau in der Ukraine

Der britische Regierungschef Andy Burnham hat vor seiner Abreise in die Ukraine seine Unterstützung für die Produktion von Marschflugkörpers dort angekündigt. Großbritannien erlaube es dem europäischen Raketenhersteller MBDA, geheime Informationen über britische Bauteile des Marschflugkörpers "Scalp" weiterzugeben. Das solle Frankreich und der Ukraine helfen, lokale Produktionen aufzubauen. Gestern hatte Russland wegen der britischen Hilfe für die Ukraine seinen Botschafter aus London abgezogen. Burnham fährt heute nach Kiew, seine erste Auslandsreise als Premier. (Quelle: Reuters)


01:47 Uhr

Norwegen plant weitere Milliarden ein

Norwegen plant für 2027 mit weiteren Ukraine-Finanzhilfen von rund 7,9 Milliarden Euro. Das entspreche der Zuwendung für dieses Jahr und sei für militärische sowie humanitäre Zwecke vorgesehen, erklärte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einem Besuch gestern in Kiew. (Quelle: Reuters)


01:20 Uhr

EU-Ratspräsident: "Wir werden Druck erhöhen"

Die EU hat der von Russland angegriffenen Ukraine zum Nationalfeiertag fortgesetzte Hilfe zugesichert. "Wir werden die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie nötig unterstützen", sagte Ratspräsident António Costa vor seiner Teilnahme an Feiern in Kiew. Bereits in den vergangenen viereinhalb Kriegsjahren habe man mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert. Derzeit wird ein EU-Darlehen von 90 Milliarden Euro umgesetzt. Costa sagte: "Wir werden den Druck erhöhen, bis Russland das Töten beendet, ernsthaften Willen zum Frieden zeigt und an den Verhandlungstisch kommt." (Quelle: dpa)


01:00 Uhr

Drei Tote nach Angriff auf Charkiw

Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw wurden laut Regionalverwaltung drei Menschen getötet. Rettungskräfte hätten acht Personen geborgen und in Sicherheit gebracht, einige seien verletzt. Die Suche nach weiteren möglichen Opfern dauere an. (Quelle: Reuters)


00:45 Uhr

Ukraine greift Chemie-Standort an

Nach Angaben des regionalen Gouverneurs ist in Newinnomyssk ein Drohnenangriff auf ein Zentrum der Chemieindustrie in der südrussischen Region Stawropol abgewehrt worden. (Quelle: Reuters)


00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 23. August 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Forderungen nach Neuwahlen zurückgewiesen. Er glaube, dass Wahlen in einem "Krieg wie diesem" die Ukraine spalten könnten. Zudem bestritt er, dass die Ukraine in die Zerstörung der Nord-Stream-Gaspipelines verwickelt gewesen sei.

Deutschland stellt nach Ankündigung von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Kiew weitere drei Millionen Euro für ukrainische Veteranen bereit. Der CDU-Politiker besuchte am zweiten Tag seiner Ukraine-Reise auch das nur 30 Kilometer von der Frontlinie entfernte Charkiw im Nordosten der Ukraine und würdigte "unheimlichen Widerstandswillen" der Bewohner.

In der südukrainischen Region Odessa hat derweil eine russische Drohne einen Passagierzug getroffen. Wie der Militärgouverneur mitteilte, brannte die Lokomotive. Von den fast 600 Passagieren sei niemand verletzt worden.


00:01 Uhr

Ukraine-News am Montag, 24. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde. Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler Podcast Putins Krieg