Lässiger Kény-Penalty ebnet FCZ den Sieg gegen Luzern

Liga-Aufwärtstrend hält an

Ultralässiger Kény-Penalty ebnet dem FCZ den Sieg

Der FCZ schlägt Luzern mit 2:1. Nach einer starken ersten Hälfte müssen die Zürcher am Ende noch einmal zittern.

Publiziert: vor 27 Minuten

Die Schlüsselszene

Er ist erst vier Minuten zuvor aufs Feld gekommen, da hat Nando Toggenburger die goldene Gelegenheit, seinen FC Luzern noch einmal zurück ins Spiel zu bringen. Aber der junge Stürmer schiebt den Ball in der 60. Minute auf die falsche Seite des Pfostens. So fällt nur noch ein Luzerner Tor, das keine Punkte bringt.

Das Spiel

Der FCZ erwischt einen guten Start. Kevin Spadanuda hat gegen seinen Ex-Klub die frühe Führung auf dem Fuss, verzieht aber übers Tor. Auch in der Folge kommen die Zürcher immer wieder zu Abschlüssen. Goalie Karlo Letica muss mehrmals parieren. Die Pausenführung dank eines lässigen Penaltytors von Philippe Kény ist verdient.

Auch nach der Pause startet der FCZ stark und baut die Führung aus. Nach einer Stunde bietet sich Nando Toggenburger die grosse Chance auf den Anschlusstreffer. Nach einer schön herausgespielten Kombination müsste er den Ball nur noch einschieben, vergibt aber. Auch in der Folge kommt der FCL zu Abschlüssen, bleibt vor dem Tor jedoch zunächst glücklos – bis Oscar Kabwit nach einer Ecke trifft. Mehr liegt für Luzern nicht mehr drin und so bringt der FCZ die Führung über die Zeit.

Die Tore

26. Minute, Philippe Kény, 1:0. Cooler kann man einen Penalty nicht verwandeln. Ohne auch nur einen Schritt Anlauf zu nehmen, schiebt Kény den Ball aus dem Stand unten links ein.

52. Minute, Bung Meng Freimann (Eigentor), 2:0. Reichmuth zieht aus zentraler Position ab. Sein Schuss wird von Freimann unhaltbar für Goalie Letica ins eigene Tor abgelenkt. Da der Abschluss ohne die Abfälschung deutlich am Tor vorbeigegangen wäre, wird der Treffer als Eigentor gewertet.

71. Minute, Oscar Kabwit, 2:1. Di Giusto flankt einen Eckball zur Mitte. Kabwit steigt hoch und nickt gekonnt ein.

Die Stimmen (gegenüber Blue)

FCL-Captain Pius Dorn: «In der zweiten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Vielmehr Chancen kann man nicht kreieren. Die bekommt man hier normalerweise nicht. Am Ende müssen wir uns die Effizienz ankreiden.»

Miguel Reichmuth, FCZ: «Wir wussten nach dem letzten Wochenende, dass wir den Fans etwas schuldig sind. Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir das gut umgesetzt. Am Schluss haben wir natürlich Glück, dass Luzern die eine oder andere Chance nicht nutzt.»

Matteo di Giusto, FCL: «Die erste Halbzeit war von uns allen zu wenig. In der zweiten Halbzeit konnten wir den Schalter umlegen. Ich habe noch nie so viele Chancen gesehen, die nicht reingegangen sind. Heute wäre mehr drin gelegen.»

Der Beste

Karlo Letica hält alles, was zu halten ist. Und noch ein klein wenig mehr. Ohne ihn wäre das Spiel viel früher für den FCZ entschieden.

Der Schlechteste

Die Auswahl beim FCL ist gross. Die Wahl fällt auf Tyron Owusu, weil er endlich einmal auf seiner liebsten Position im Zentrum spielen darf – und dort unsichtbar bleibt. Erschwerend kommt hinzu: Kaum ist er ausgewechselt, findet Luzern endlich ins Spiel.

Das gab zu reden

Lässt Luzern-Trainer Udo Portmann seinen Spielmacher Matteo Di Giusto weiter auf dem Flügel versauern? Oder darf er doch wieder dorthin, wo er am besten ist: in die Mitte? Portmann entscheidet sich für einen Di Giusto auf dem linken Flügel. Und der wirkt dort ein weiteres Mal über weite Strecken verschenkt. Zwar ist er der beste Luzerner Feldspieler – aber gute Szenen hat er eigentlich immer dann, wenn er sich ins Zentrum fallen lässt.

Die Schiris

Am offiziellen Schiedsrichtertag hat Nico Gianforte alles im Griff. Er lässt viel laufen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Den Penalty entscheidet er sofort und korrekt. Wobei er vermutlich selten ein klareres Foul im Strafraum gepfiffen hat.

Die Fans

14’216 Tickets wurden für das Spiel abgesetzt. Sie dürfen an diesem Abend – wenn sie wollen – zwei Spiele schauen. Nach den FCZ-Männern sind die Frauen im Cup-Achtelfinal gegen die Young Boys dran.

So gehts weiter

Der FCZ spielt am Sonntag in einer Woche um 14 Uhr auswärts in Bern. Luzern trifft am Samstagabend (20.30 Uhr) zu Hause auf Sion.

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

10

24

28

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

10

15

22

3

FC Sion

FC Sion

10

6

19

4

FC Zürich

FC Zürich

11

-3

17

5

Servette FC

Servette FC

11

2

16

6

FC St. Gallen

FC St. Gallen

10

-2

16

7

FC Basel

FC Basel

10

-3

13

8

FC Luzern

FC Luzern

11

-6

12

9

FC Thun

FC Thun

10

-10

10

10

FC Vaduz

FC Vaduz

11

-1

9

11

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

10

-13

8

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

10

-9

6

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde