Umfrage zeigt: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren
Stand: 31.07.2026, 19:40 Uhr
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Freizeitpark, Eisdiele, ein Besuch im Zoo: Die Sommerferien bieten sich für viele Familienaktivitäten an. Die ADAC Stiftung empfiehlt vor allem gemeinsame Radtouren von Kindern und Eltern - aus einem alarmierenden Grund.
München (KNA) – Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren: Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der ADAC Stiftung unter Eltern, die am Donnerstag in München veröffentlicht wird und die der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt. Nur knapp 60 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen beherrschen demnach Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren. Damit fehle es vielen an Fähigkeiten, sich auf dem Rad sicher im Straßenverkehr zu bewegen, heißt es.
Den Angaben zufolge beherrschen 38 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen keinen Schulterblick und können nicht sicher einhändig fahren. Damit könnten sie auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen, die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben, liege dieser Anteil bei über 20 Prozent. Damit fehlt es laut ADAC Stiftung „vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten“.
Eltern verantwortlich für sicheres Radfahren
Zugleich geben 52 Prozent der befragten Eltern an, sich selbst in der Pflicht zu sehen, ihrem Nachwuchs sicheres Verhalten im Straßenverkehr beizubringen. Mit der schulischen Radfahrausbildung sind Väter und Mütter zugleich zufrieden: 83 Prozent geben an, dass diese wesentliche Kompetenzen für den Straßenverkehr vermittle. Ein gutes Drittel (36 Prozent) sieht sich in puncto Radfahrkompetenz gemeinsam mit der Schule in der Verantwortung. Rund 10 Prozent der Eltern sahen dies primär als schulische Aufgabe an.
Artikel der KNA
Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Damit Kinder sicher mit dem Rad unterwegs sind, brauche es vor allem „Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern“, erklärte Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. Wer in den Sommerferien mit dem Nachwuchs viel Zeit auf dem Rad verbringe, „macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren Strecken.“ Das sei auch eine bessere Option, als „die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu chauffieren“.
Den Angaben zufolge wurde die Befragung von „We are Family Research“ im Mai 2026 unter 1.010 Eltern in Deutschland mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren durchgeführt.