Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste: 90 Sturmeinsätze für die Feuerwehren in Bonn und der Region

Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste 90 Sturmeinsätze für die Feuerwehren in Bonn und der Region

Update | Bonn/Rhein-Sieg-Kreis · Das Orkantief „Manja“ hatte von Sonntagmorgen bis Montagmorgen zahlreiche Einsätze in Bonn und der Region zu Folge. Allein im Rhein-Sieg-Kreis rückte die Feuerwehr 85-mal aus. In Bonn war es ruhiger.

26.10.2026 , 06:29 Uhr

 Einsatzkräfte der Einheit Altstadt waren in der Nacht zu Sonntag auch im Bereich des Kutscherwegs am Drachenfels wetterbedingt im Einsatz.

Einsatzkräfte der Einheit Altstadt waren in der Nacht zu Sonntag auch im Bereich des Kutscherwegs am Drachenfels wetterbedingt im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Königswinter

Das Orkantief „Manja“ hat am Sonntag und in der Nacht zu Montag für zahlreiche Einsätze in Bonn und der Region gesorgt. Allein im Rhein-Sieg-Kreis rückte die Feuerwehr 85-mal aus, wie die Leitstelle am Montagmorgen auf Anfrage mitteilte. In der Nacht kamen somit noch einige Einsätze dazu, am Sonntagabend zählte die Leitstelle 70 Einsätze für die Feuerwehren. Am häufigsten alarmiert wurden die Einsatzkräfte in Rheinbach, Königswinter, Swisttal und Windeck. In den anderen Gemeinden und Städten des Kreises waren es der Leitstelle zufolge jeweils weniger als fünf. Ruhiger war die Lage in Bonn, dort registrierte die Feuerwehr insgesamt fünf Einsätze.

Am Sonntagmittag, als kreisweit noch einige Einsätze liefen, lag ein Einsatzschwerpunkt auf Rheinbach. Die dortige Feuerwehr zählte seit der Nacht bis zum Mittag rund 20 Einsätze, wie auf der Internetseite nachzulesen ist. In den meisten Fällen waren umgestürzte Bäume der Grund.

In Königswinter rückten die Einsatzkräfte am Sonntagmorgen achtmal aus. Zwischen 5 und 10 Uhr wurden die Einheiten Altstadt, Bockeroth und Uthweiler zu wetterbedingten Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Der Schwerpunkt lag dabei im Bergbereich von Königswinter, wie die Freiwillige Feuerwehr am Vormittag mitteilte.

Besonders betroffen war unter anderem Pleiserhohn. Dort war ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Da von dem Baum keine weitere Gefahr ausging, musste die Feuerwehr nach eigenen Angaben nicht eingreifen. Über mögliche Schäden an dem Gebäude machte die Feuerwehr keine näheren Angaben.

Umgestürzte Bäume blockieren Straßen in Königswinter

Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet sorgte der Sturm für Probleme. Auf der Berghausener Straße waren gleich zwei Bäume umgestürzt, die von der Feuerwehr beseitigt werden mussten. Ein weiterer Baum blockierte die Zufahrtsstraße zum Drachenfels. Auch hier rückten die Einsatzkräfte an und räumten die Straße wieder frei.

 Ein umgestürzter Baum an der Berghausener Straße wird von der Einheit Uthweiler beseitigt.

Ein umgestürzter Baum an der Berghausener Straße wird von der Einheit Uthweiler beseitigt.

Foto: Feuerwehr Königswinter

Zudem beschäftigte ein umgestürzter Bauzaun die Feuerwehr. In Pleiserhohn drohte außerdem ein Strommast umzustürzen. Die Einsatzkräfte verständigten deshalb den zuständigen Stromversorger.

Neben den Sturmschäden sorgten auch Wasseransammlungen für Einsätze. In Oberscheuren war Wasser in eine Garage eingedrungen. Zwischen Vinxel und Oelinghoven stand zudem ein Feldweg unter Wasser. In beiden Fällen wurde das Abwasserwerk verständigt.

Acht Sturmeinsätze in Swisttal

Auch in Swisttal hatten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Sonntag einiges zu tun. Zwischen Mitternacht und 3 Uhr wurde die Feuerwehr zu insgesamt acht sturmbedingten Einsatzstellen im gesamten Gemeindegebiet alarmiert. Dabei handelte es sich um abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume sowie Gegenstände, die gesichert werden mussten. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren nahezu alle Löschgruppen der Gemeinde im Einsatz. Im Laufe des Tages wurden dann noch drei weitere sturmbedingte Einsätze gefahren.

Die Bonner Feuerwehr registrierte fünf Einsätze wegen abgefallener Äste oder umgestürzten Bäumen, wie sie auf Anfrage mitteilte. Verletzte oder größere Schäden habe es nicht gegeben.

Bereits am Freitag Baum auf Haus und Auto in Rheinbach gestürzt

Der Baum, der in Rheinbach umstürzte, ist schätzungsweise 15 bis 20 Meter hoch.

Foto: Axel Vogel

Schon am Freitagnachmittag hatte das Sturmtief „Luise“ in Rheinbach für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Ein 15 bis 20 Meter hoher Baum war im Bereich des Gräbbachs umgestürzt und hatte ein Haus sowie ein Auto am Julie-Billiart-Weg beschädigt. Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren 15 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Baum von der betroffenen Straße zu räumen.

Auch in Bonn und anderen Teilen des Rhein-Sieg-Kreises waren die Feuerwehren am Freitag und Samstag gefordert. Die Leitstelle der Bonner Feuerwehr vermeldete am Samstagmorgen sechs sturmbedingte Einsätze, überwiegend wegen abgeknickter Äste. Im Rhein-Sieg-Kreis wurden am Freitag und in der Nacht zu Samstag insgesamt 23 sturmbedingte Einsätze gezählt.