Nylonschnur über Landeplatz: Gleitschirmpilot entgeht knapp Unfall in Stechelberg

Publiziert11. September 2026, 20:30

Stechelberg BEUnbekannte spannen Leine über Landeplatz: Fast kommts zum Unfall

Beim Gleitschirm-Landeplatz in Stechelberg kam es zu einer heiklen Situation: Jemand spannte eine Nylonschnur übers Gelände. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Reto Bollmann

Der Gleitschirmpilot hatte Glück und wurde durch die Schnur nicht verletzt.Instagram/jwet_running

Darum gehts

  • In Stechelberg BE hat jemand eine Nylonschnur über den Gleitschirm-Landeplatz gespannt.
  • Ein Pilot verfing sich beim Landen mit den Steuerleinen in der Schnur und musste sie mit einem Messer durchschneiden.
  • Die Kantonspolizei Bern bestätigt den Vorfall vom Freitagmorgen – wer die Schnur gespannt hat, ist noch offen.

In Stechelberg ist ein Gleitschirmpilot am Freitagmorgen knapp einer gefährlichen Situation entgangen: Beim Landen verfingen sich die Steuerleinen seines Schirms in einer dünnen, durchsichtigen Nylonschnur. Darüber berichtete die «Berner Zeitung».

Der Pilot entdeckte die Schnur erst nach der Landung. Mit einem Messer schnitt er sie durch, wie ein Beitrag auf Instagram zeigt. Die Leine, in der er sich fast verfangen hatte, war laut Bericht an einer Windsack-Halterung befestigt und gemäss «Berner Zeitung» bis zu einem Busch auf der anderen Seite des Landeplatzes gespannt.

Sportler: «Ich habe Glück gehabt»

Die Szene filmte Extremsportler Janne William Wetzel mit seiner Helmkamera und veröffentlichte sie auf Social Media. Er ist schockiert: «Ich weiss nicht, ob es sich um einen üblen Scherz handelt oder ob jemand ernsthaft Leute verletzen wollte.» Er habe Glück gehabt, schrieb Wetzel darunter weiter. Unter anderen Umständen hätte die Situation wohl weniger glimpflich ausgehen können – er sei froh, dass er nicht mit hohem Tempo angekommen ist. Wetzel warnt andere Pilotinnen und Piloten, den Platz vor der Landung genau zu kontrollieren.

Auch ein News-Scout meldete sich bei 20 Minuten zum Fall: «In Lauterbrunnen, genauer gesagt in Stechelberg, hat jemand eine Angelschnur über den einzigen offiziellen Landeplatz gespannt – also genau dort, wo alles landet: Gleitschirme, Wingsuits, Speedflyer, Schüler … einfach alles!»

Kapo bestätigt Vorfall

Die Kantonspolizei Bern bestätigt der «Berner Zeitung», dass sie am Freitag um 8 Uhr wegen eines quer gespannten Nylonfadens ausrückte. Es sei niemand verletzt worden. Wer die Schnur angebracht hat und warum, sei offen.

Auf Instagram herrscht unter den Usern Ungläubigkeit über die gefährliche Aktion: «Ich verliere jeden Tag mehr den Glauben an die Menschheit», schreibt jemand. «Beängstigend. Ich frage mich, warum um alles in der Welt jemand so etwas tun würde», so ein anderer. «Ich bin echt froh, dass du vor dieser verdammten Falle gelandet bist», zeigt sich ein dritter User erleichtert.

Wie wurde das Video verifiziert?
Das Video wurde am 11. September auf dem Instagramkanal jwet_running veröffentlicht.
Der Ort konnte anhand von Fotos und Videos überprüft werden. Die Kantonspolizei Bern bestätigt gegenüber der «Berner Zeitung», am Freitagmorgen eine Meldung zu einem Nylonfaden erhalten zu haben.

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Reto Bollmann

Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.

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