Wegen „Mr. Nonchalant“: FC Bayern sucht wohl geheimes Gespräch mit Olise-Berater

Ungewöhnlicher Olise-Gipfel: Bayern hat wohl Wunsch an seinen Superstar

Stand: 04.10.2026, 19:08 Uhr

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Bayern sucht scheinbar das Gespräch mit Olises Berater. Grund ist jedoch wohl weder seine Leistung noch seine forcierte Mega-Vertragsverlängerung.

München – Der FC Bayern München hat sich offenbar mit dem Berater von Michael Olise zu einem Geheim-Treffen zusammengefunden. Im Mittelpunkt stand dabei wohl aber nicht der Vertrag des 24-jährigen Franzosen. Vielmehr soll es um um sein zurückhaltendes Auftreten in der Öffentlichkeit gegangen sein – ein ungewöhnliches Thema für einen solchen Gipfel.

Michael Olise begeistert neben dem Platz nicht alle.

Hält nicht viel von Interviews: Bayern-Star Michael Olise. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Olise gilt seit seinem Wechsel im Sommer 2024 als einer der besten Spieler der Bundesliga. Sportlich liefert er konstant ab. Abseits des Platzes ist er jedoch für seine kühle, introvertierte Art bekannt. Der Spitzname „Mr. Nonchalant“ hat sich im Umfeld des Klubs längst etabliert und mit seinen knappen Interview-Aussagen sorgt er immer wieder für Schlagzeilen.

Olise-Berater wohl für Geheim-Gespräch in München

Auslöser für das Gespräch war unter anderem das viel diskutierte Interview nach dem 5:0-Sieg gegen Bodø/Glimt in der Champions League. Auf die Frage, wie er seine spektakulären Tore erziele, antwortete Olise trocken: „Ich schieße. Dann geht er rein oder nicht.“ Der Auftritt passte zum bisherigen Bild des Franzosen. Möglichst wenig Worte, dafür umso mehr Leistung auf dem Rasen.

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Die Bayern-Verantwortlichen setzten sich nun wohl daraufhin mit Olises Berater Glen Tweneboah zusammen. Das berichtet zumindest der BILD-Podcast „Bayern Insider“. Das Gespräch soll sehr harmonisch verlaufen sein und der Verein betonte wohl ausdrücklich, den einzigartigen Charakter des Spielers nicht verändern zu wollen. Vielmehr wünschten sich die Münchner, dass Olise bei Sponsorenterminen und Mannschaftsfotos etwas mehr Enthusiasmus zeigt.

Sportvorstand Max Eberl brachte die Haltung des Klubs bereits in der Vergangenheit auf den Punkt: „Michael ist einer, der Fußball spielen möchte und den das Daneben relativ kaltlässt.“ Auch Trainer Vincent Kompany sieht die kurzen Interviews nicht grundsätzlich kritisch. „Jeder genießt es“, sagte der Belgier mit Blick auf die Aufmerksamkeit, die Olise dadurch erzeugt.

Parallel zu den Gesprächen über sein Image laufen beim FC Bayern die Planungen für eine langfristige Vertragsverlängerung. Olise ist noch bis 2029 gebunden. Dennoch wollen die Verantwortlichen frühzeitig die Weichen stellen. Im Raum steht wohl ein neuer Mega-Vertrag bis 2032. Olise würde damit zu den Topverdienern beim Rekordmeister aufsteigen. Im Gespräch sind bis zu 25 Millionen Euro pro Saison – ein Gesamtvolumen von mehr als 120 Millionen Euro.

Mega-Vertrag bis 2032 – Ausstiegsklausel als Knackpunkt

Konkrete Vertragsverhandlungen standen beim jüngsten Treffen jedoch noch nicht auf der Agenda. Das Brisante daran: Olise selbst hat bislang noch kein klares Signal gesendet, ob er langfristig in München bleiben möchte. Eine Haltung, die die Bayern-Verantwortlichen laut BILD-Fußballchef Christian Falk „ein bisschen unruhig“ macht. Man stelle sich intern bereits auf „sehr, sehr schwierige Verhandlungen“ ein.

Ein zentraler Knackpunkt ist die Forderung nach einer Ausstiegsklausel. Laut Falk und Bayern-Reporter Julian Agardi im BILD-Podcast „wabert“ diese Forderung „irgendwie so durch“. Auch seine Teamkollegen Harry Kane und Jamal Musiala – die beiden aktuellen Topverdiener mit ebenfalls 25 Millionen Euro Jahresgehalt – sollen entsprechende Klauseln in ihren Verträgen verhandelt haben. Als möglicher Interessent im Hintergrund wird immer wieder Real Madrid genannt. (hbr)