Unwetter: Aufräumarbeiten nach schwerem Unwetter dauern an

Unwetter Aufräumarbeiten nach schwerem Unwetter dauern an

Montabaur · Noch immer sind Teile des Westerwaldkreises wegen des Unwetters ohne Strom. Komplexe Schäden erschweren die Aufräumarbeiten.

21.08.2026 , 13:38 Uhr

Höhr-Grenzhausen wurde von dem Unwetter besonders stark getroffen.

Höhr-Grenzhausen wurde von dem Unwetter besonders stark getroffen.

Foto: Thomas Frey/dpa

Auch am zweiten Tag nach dem verheerenden Unwetter im nördlichen Rheinland-Pfalz ist der Alltag in Teilen der Region noch nicht zurückgekehrt. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich noch Tage andauern, und noch immer gibt es nicht überall Strom. 

Zwar seien alle rund 250 vom Unwetter betroffenen Trafostationen im Westerwaldkreis wieder versorgt, teilte die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) mit. Jedoch waren auch am Freitag noch 14 Gemeinden weiterhin von einem Stromausfall betroffen. In den Gemeinden könnten jedoch auch nur einzelne Häuser oder Straßenzüge betroffen sein, so eine Sprecherin der EVM. 

Das Schadensbild der noch rund 100 vorliegenden Störungsmeldungen sei äußerst komplex und vielfältig. „Hinter einer Störungsmeldung kann sowohl ein einzelnes Gebäude mit einem beschädigten oder umgeknickten Dachständer stehen als auch ein kompletter Straßenzug ohne Stromversorgung“, hieß es. 

Naturfreibad beendet Badesaison

In Bannberscheid in der Verbandsgemeinde Wirges wurde das Feuerwehrgerätehaus aufgrund des anhaltenden Stromausfalls zum Notfalltreffpunkt gemacht. Bürgerinnen und Bürger hätten dort die Möglichkeit, mitgebrachte elektronische Geräte zu nutzen oder ihre Mobilfunkgeräte aufzuladen, schrieb die Verbandsgemeinde auf Instagram.

Wegen der Gefahr herabstürzender Bäume und Äste hat die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen die Badesaison im Naturschwimmbad Linderhohl mit sofortiger Wirkung beendet. Eigentlich wäre das Bad noch bis Ende August geöffnet geblieben, hieß es von der Verbandsgemeinde.

Bevor das Gelände wieder gefahrlos betreten werden könne, müssten die entstandenen Schäden zunächst vollständig durch Gutachter aufgenommen und anschließend beseitigt werden.

Der Sturm am Mittwochabend hatte im nördlichen Rheinland-Pfalz teils massive Schäden verursacht. Im Landkreis Ahrweiler wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum getroffen und tödlich verletzt. Eine weitere Frau erlitt dabei schwere Verletzungen. Im Westerwaldkreis wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und Gebäude zum Teil schwer beschädigt.

© dpa-infocom, dpa:260821-930-562858/1