Unwetter in Oberbayern: 33-Meter-Kiefer kracht in Wohngebiet – „brutal laut"
Stand: 08.08.2026, 17:55 Uhr
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Ein heftiges Unwetter hat in Moosburg eine 33 Meter hohe Ponderosa-Kiefer umgestürzt. Der Baum fiel über eine Straße – verletzt wurde niemand.
Moosburg – Ein schweres Unwetter hat in Moosburg einen der markantesten Bäume der Stadt zu Fall gebracht. Wie Merkur-Reporter Armin Forster berichtet, stürzte eine rund 33 Meter hohe Ponderosa-Kiefer an der Weningstraße um, überquerte die Fahrbahn und riss dabei zwei Zäune ein. Menschen oder Gebäude kamen nicht zu Schaden – doch Besitzer und Nachbarn sprechen von dramatischen Momenten und großer Wehmut.
- Ein Unwetter am Freitagabend (7. August) warf in Moosburg an der Weningstraße eine 33 Meter hohe Kiefer um.
- Weder Menschen noch Gebäude oder Fahrzeuge wurden getroffen.
- Der Baum galt als Wahrzeichen des sogenannten „Villenviertels" und war rund 70 Jahre alt.

Nachbarin flüchtet mit Kindern in den Garten
Eigentümer Alfred Wagner, im Ort als „Tscharli“ und ehemaliger Stadtrat bekannt, schloss gerade hastig Fenster, als die Böen zuschlugen. Nachbarin Anette Heinz steuerte zeitgleich ihr Auto nach Hause, weil ein Gewitter heranzog. Kaum ausgestiegen, beobachtete sie die Kiefer, die sich bedrohlich in Richtung ihres Hauses neigte. Dann das ohrenbetäubende Geräusch: „Ein brutal lautes Krachen, wie wenn Holz in einem Ofen knallt“, erinnert sich Heinz. „Es hat sogar den Lärm des Sturms übertönt.“ In Panik rief sie ihre Kinder in den Garten – und nahm als Nächstes einen intensiven Kiefernduft wahr. Zwei Meter neben ihrem Küchenfenster lagen plötzlich die Wipfel des gestürzten Baums.
Moosburg an der Isar ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Freising, rund 50 Kilometer nordöstlich von München.
Wagner alarmierte sofort die Feuerwehr. „Die waren superschnell da und sehr nett. Aber sie hatten auch ganz schön zu tun“, schildert der 57-Jährige. „Der Stamm ist so dick, dass die Sägen erst einmal zu kurz waren.“ Erleichtert stellte er fest, dass weder Personen noch Autos oder Gebäude betroffen waren. „Es hätte schon Schlimmes passieren können.“ Die Einsatzkräfte benötigten rund drei Stunden, um die Straße wieder freizuräumen. Der Nadelbaum war eine Ponderosa-Kiefer, die normalerweise im Westen der USA heimisch ist. Wagners Großvater hatte sie im Rahmen eines Programms zur Ansiedlung exotischer Bäume pflanzen lassen – vermittelt durch einen Professor aus Weihenstephan. Ein Nachbar zählte am abgesägten Stamm etwa 70 Jahresringe.
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Wahrzeichen des Viertels fehlt – kreative Ideen fürs Holz
Vor einigen Jahren hatte Stadtgärtner Michael Guyens der Kiefer eine Wipfeldürre und nachlassende Vitalität bescheinigt, zugleich aber ihre Standfestigkeit dank Pfahlwurzel und massivem Stamm betont. Der Baum war an einer der höchsten Stellen Moosburgs aus allen Himmelsrichtungen sichtbar. „Uns wurde von Nachbarn gesagt: Jetzt fehlt das Wahrzeichen des Viertels“, so Wagner. Für das anfallende Holz gibt es bereits Vorschläge – von Tischplatten über Kunstwerke bis hin zu einer Kletteranlage für den Stadtwald. Auch Heinz hat Pläne: „Vielleicht was Kreatives, die Kinder könnten mit den Zweigen ein Tipi bauen.“ Zudem sammelte sie Zapfen ein: „Die werden eine schöne Deko für Weihnachten.“